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Europapokal-Vorberichte
Die Wand der Partizan-Fans - das nächste Schicksalsspiel der Bayern / NBA-Veteran Sasha Pavlovic...

Die Wand der Partizan-Fans - das nächste Schicksalsspiel der Bayern / NBA-Veteran Sasha Pavlovic...

Die Tabelle der Gruppe F in der Euroleague-TOP16 sieht derzeit gut aus für den FC Bayern München. Leider trügt der Schein ein wenig, denn realistisch betrachtet sind die Münchener noch weit davon entfernt, ihren aktuellen vierten Platz und damit die Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale bis zum letzten Spieltag zu behaupten. Von noch sechs ausstehenden Spielen müssen die Münchener nämlich vier auswärts absolvieren, darunter bei den direkten Konkurrenten in Krasnodar und Istanbul. In den Audi Dome kommen nur noch die Topteams Real Madrid und Maccabi Tel Aviv von der Tabellenspitze. Deshalb muss der FC Bayern in dieser Woche bei Partizan Belgrad, Schlusslicht der Gruppe F, ebenso gewinnen wie in der vergangenen Woche gegen Zalgiris Kaunas.

TV-Termin:

Paarung: Partizan Belgrad - Bayern München (Do, 6.3., 20.45 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 20.35 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1 und als kostenfreier Internetstream hier auf unserer Homepage.


Partizan bangt um den Einsatz von Bogdan Bogdanovic

Dass der serbische Serienmeister mit 1:7 Siegen das Tabellenende ziert, ist keine große Überraschung bei den Ausfällen Trainer die Dusko Vujosevic hinnehmen musste. Schon vor Saisonbeginn zog sich der als Topscorer eingeplante Lette Davis Bertans einen Kreuzbandriss zu, im November folgte Spielmacher Leo Westermann mit derselben Verletzung. Vor acht Wochen im Hinspiel in München musste der Trainer selber passen, weil er mit Nierenproblemen ins Krankenhaus musste. Unter dem Assistenztrainer Velimir Gasic lieferten die Serben den Bayern trotzdem einen harten Kampf, bis ihnen zum Ende hin die Luft ausging und die tiefer besetzten Bayern dank einer großen Aufholjagd noch zu einem 71:65-Erfolg kamen.

Dass Partizan trotz dreier Kreuzbandrisse – vor wenigen Wochen ereilte mit Dragan Milosavljevic einen dritten Starter dasselbe Schicksal – überhaupt die TOP16 erreicht hat, geht nicht zuletzt auf das Konto des jungen Bogdan Bogdanovic, der – eigentlich ein Shooting Guard – trotz seiner erst 21 Jahre mit großer Abgeklärtheit die Spielmacherrolle übernimmt, als ob er jahrelang nichts anderes getan hätte - und dabei auch noch Topscorer seiner Mannschaft bleibt. Entsprechend groß war der Schreck, als sich eben dieser Bogdanovic vor einer Woche in Madrid bei der letzten Aktion das Knie verdrehte und vom Feld humpelte.

Nach der klaren, aber irgendwie erwarteten 57:80-Niederlage beim Tabellenführer war deshalb im Belgrader Lager die bange Frage nach der Schwere der Verletzung das große Thema. Zum Glück erwies sie sich aber als nicht so schwer. Bogdanovic musste zwar am Wochenende in der Adria-Liga pausieren, soll aber schon bald wieder ins Spielgeschehen eingreifen können. Ob das schon gegen den FC Bayern der Fall sein wird, lässt Partizan natürlich offen, damit die Münchener bis zum Spiel etwas zum Rätseln haben.

Alexandar Pavlovic (619 NBA-Spiele) verstärkt Partizan in der Rückrunde

Ungeachtet der Frage nach dem Einsatz von Bogdanovic haben sich die Gewichte im Partizan-Team seit dem Hinspiel ohnehin verschoben. Der im Dezember nachträglich verpflichtete Milenko Tepic hat in den letzten Wochen immer mehr Verantwortung übernommen und sich mit seiner Erfahrung auf den Positionen eins und zwei zum wichtigsten Leistungsträger gemausert - neben Bogdanovic, dem Arbeitstier und US-Forward Tarence Kinsey und dem vielseitigen französischen Centertalent Jeffrey Lauvergne. Mit der Verpflichtung von Aleksandar „Sasha“ Pavlovic (Utah, Cleveland, Minnesota, Dallas, New Orleans, Boston, Portland) hat Partizan zudem vor zwei Wochen das letzte offene Wechselfenster zu einem kleinen Paukenschlag genutzt:

Die Verpflichtung von Pavlovic wurde von Belgrad weniger mit Blick auf die Euroleague-TOP16 getätigt, Partizan hat sein Hauptaugenmerk vielmehr längst auf die Adria-Liga gerichtet, wo man in den letzten Wochen nach Niederlagen gegen Cibona Zagreb und Roter Stern Belgrad sogar um die Teilnahme am Final Four fürchten muss – und dessen Ausgang ist maßgeblich für die Vergabe der Startplätze für die nächste Euroleague-Saison. Der Erzrivale Roter Stern, der Partizan schon im Hinspiel schlug, hat in der Adria-Liga spätestens seit dem 63:57-Sieg im Rückspiel vor zwei Wochen als Tabellenführer die Favoritenrolle in der Adria-Liga von Partizan übernommen:

Partizan ist vier Spieltage vor Schluss in der Adria-Liga mit 15:7 Siegen Dritter, aber die Verfolger Buducnost und Cibona sitzen ihnen mit nur einem Sieg weniger weiter gefährlich im Nacken. Umso wichtiger war am Montag (dem 55. Geburtstag von Trainer Vujosevic) das 82:70 über Radnicki Kragujevac, das vor allem auf das Konto von Kinsey (19), Tepic (17), Lauvergne (16) und Pavlovic (15) ging. Hoffnungen, dass Partizan deswegen in der Euroleague etwas kürzer treten wird, sollte man sich nicht machen, denn das ist in der 22.000 Zuschauer fassenden Kombank Arena vor der wohl stimmungsvollsten Kulisse der Euroleague kaum möglich:

Partizan Belgrad im Stenogramm

Guards: Bogdan Bogdanovic (21, 197, 16 ppg, 4 apg, 2 spg, im Hinspiel 24 Punkte und 5 Assists, verletzt?), Milenko Tepic (26, 202), Boris Dallo (19, 193, FRA), Petar Aranitovic (20, 188).

Forwards: Tarence Kinsey (29, 200, USA, 14 ppg, 5 rpg, 2 spg, bester Balldieb der Adria-Liga, im Hinspiel 20 Punkte und 7 Rebounds), Aleksandar Pavlovic (30, 201, MNE, neu im Team), Mihajlo Andric (19, 200), Nemanja Bezbradica (20, 204).

Center: Joffrey Lauvergne (22, 211, FRA, 11 ppg, mit 8,8 Rebounds/Spiel bester Rebounder der Euroleague), Nikola Milutinov (19, 210), Dejan Musli (22, 213), Djordje Gagic (23, 210).

Headcoach: Dusko Vujosevic (55, MNE/SRB, 13. Europaliga-Saison, die zwölfte mit Partizan).

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