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Dragons gelingt der Halbfinal-Einzug / Bonn erzwingt Spiel fünf

Dragons gelingt der Halbfinal-Einzug / Bonn erzwingt Spiel fünf

Die Artland Dragons stehen im Halbfinale der Playoffs 2014. Mit einem 83:75-Erfolg in Spiel 4 der Serie gegen die Brose Baskets gelingt den Dragons der Sprung unter die letzten Vier, der für Meister Bamberg wiederum das Viertelfinal-Aus bedeutet. Derweil erzwingen die Telekom Baskets Bonn durch einen Gamewinner von David McCray ein fünftes Spiel gegen die EWE Baskets Oldenburg. Schon am frühen Abend hatte der FC Bayern München die MHP RIESEN Ludwigsburg bezwungen.

Die Ergebnisse im Überblick:

MHP RIESEN Ludwigsburg – FC Bayern München 75:82

Telekom Baskets Bonn – EWE Baskets Oldenburg 72:71

Artland Dragons – Brose Baskets 83:75

Von: Joshua Wiedmann

MHP RIESEN Ludwigsburg – FC Bayern München 72:82 (Boxscore)

Der FC Bayern München entscheidet die Serie gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg mit 3:1 für sich. Das vierte Spiel gewannen die Münchener vor allem dank einer überragenden Leistung von Heiko Schaffartzik (20 Punkte, 5 Dreier).

Um was es in diesem vierten Spiel ging, zeigte sich an der Anfangsnervosität auf beiden Seiten. Nach zunächst insgesamt 0/10 Feldwürfen waren es die MHP RIESEN, die sich vor allem dank Coby Karl und Shawn Huff das erste Momentum im Spiel sicherten (13:6). Erst als Robin Benzing für die Bayern ins Spiel kam, vier Zähler in Folge markierte und Yassin Idbihi noch einen weiteren Layup folgen ließ, waren auch die Gäste im Spiel.

Und als Boris Savovic das zweite Viertel dann mit dem ersten Bayern-Dreier des Spiels einläutete, übernahmen die Gäste erstmals die Führung (16:19). Mit insgesamt drei Dreiern binnen drei Minuten konnte sich die Mannschaft von Svetislav Pesic in der Folge erstmals ein Polster verschaffen (18:25). Doch dieses hatte nicht lange Bestand: Während sich die Bayern wiederholt in Ballverluste verstrickten, spielten sich die MHP RIESEN, angetrieben von Keaton Grant und C.J. Harris, in einen Rausch – und übernahmen in der 30. Minute erstmals wieder die Führung (36:35). Hauptsächlich Deon Thompson (9 P in Halbzeit eins) und Heiko Schaffartzik (6) sorgten auf der Gegenseite dafür, dass der FCB-Rückstand bis zur Halbzeit nicht weiter anwuchs.   

Doch der Auftakt in die zweite Hälfte gehörte dann wieder den MHP RIESEN: Mit einem 8:0-Lauf überrumpelten die Hausherren ihren Gegenüber und sicherten sich den höchsten Vorsprung des Spiels (47:38). Die Bayern konterten nach einer Auszeit zwar mit vier Zählern, aber Ludwigsburg behielt einen kühlen Kopf. Vor allem aus dem Pick-and-Roll heraus erspielten sich die Schwaben immer wieder gute Wurfgelegenheiten. Erst vier Benzing-Punkte in Serie brachten München gegen Viertelende wieder auf Augenhöhe (55:52).  

Und zu Beginn des Schlussviertels schien es dann so, als hätten die Bayern wieder die Kontrolle über das Spiel. Doch nachdem Heiko Schaffartzik einen 9:4-Lauf der Bayern zur 61:65-Führung abgeschlossen hatte, legten die Gastgeber wieder einen Zwischenspurt hin. Sieben Punkte durch Coby Karl und Michael Stockton brachten Ludwigsburg wieder in Führung. Einmal mehr Schaffartzik und Delaney (6 Punkte in der Schlussminute) waren es dann aber, die den Bayern-Sieg nach Hause brachten.

Infolge einer Szene im Schlussviertel ist von den MHP RIESEN Ludwigsburg auf dem Spielberichtsbogen ordentlich Protest angemeldet worden. Die Ludwigsburger haben nun bis Montag (12.00 Uhr) Zeit, diesen Protest weiter zu verfolgen und näher zu begründen. Damit verbunden ist die Zahlung einer Gebühr von 500,00 Euro. Geschieht dies, wird Spielleiter Dirk Horstmann sehr zeitnah die schriftlichen Stellungnahmen der Verfahrensbeteiligten (Schiedsrichter, Kommissar, FC Bayern München) einholen. Sobald die Stellungnahmen vorliegen, wird er sich ein Gesamtbild verschaffen und eine Entscheidung treffen. Wie diese aussieht, ist offen.

Playoffstand: 3:1 für den FC Bayern München

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Telekom Baskets Bonn – EWE Baskets Oldenburg 72:71 (Boxscore)

Die Telekom Baskets Bonn gewinnen Spiel vier der Viertelfinal-Serie gegen die EWE Baskets Oldenburg und erzwingen damit ein fünftes und entscheidendes Spiel. Dabei brauchte es eine Verlängerung, in der David McCray die Gastgeber 13 Sekunden vor Schluss zur Führung schoss, ehe der Bonner Sieg feststand.

Zunächst hatte aber fast alles für die Gäste gesprochen. Vor allem Julius Jenkins bereitete den Telekom Baskets im Auftaktviertel Schwierigkeiten (7 Punkte) und brachte so eine 16:27-Führung der „Donnervögel“ mit auf den Weg. Angetrieben von Tony Gaffney und Benas Veikalas kam Bonn aber ins Spiel zurück gestürmt. Und als Kurt Loob kurz vor der Halbzeitpause einen Layup verwandelte, ging die Führung erstmals in Bonner Hände über (39:38).

Nachdem es in Folge des Seitenwechsels fast vier Minuten gedauert hatte, ehe der erste Korb aus dem Feld gefallen war, blieben die Telekom Baskets das Team mit leichten Vorteilen. Richtig absetzen konnten sich die Rheinländer aber auch nicht, nachdem Benas Veikalas das dritte Viertel mit einem Dreier zum 49:44 abgeschlossen hatte: Kopf an Kopf ging es in die Schlussphase, in der dann zunächst Tony Gaffney zum Bonner Held zu werden schien. Mit zwei Sekunden auf der Spieluhr blockte der Power Forward den potentiellen Ausgleichs-Treffer von Chris Kramer ins Aus. Doch Oldenburgs Routinier Rickey Paulding nützte die letzte Wurfgelegenheit, um die Partie mit einem Nahdistanzwurf in die Verlängerung zu schicken.

Und auch in der Zusatzschicht schien Paulding zunächst zum Matchwinner zu werden: 23 Sekunden vor Schluss versenkte der Forward einen Dreier zum 70:71. Doch David McCray, der schon zuvor einen wichtigen Wurf für Bonn versenkt hatte, schloss den letzten Telekom-Baskets-Angriff mit einem Korbleger zum Bonner Sieg ab.   

Eugene Lawrence (17 P, 6 As) und Tony Gaffney (15 P, 12 Reb) waren auf Bonner Seite die auffälligsten Akteure. Für die „Donnervögel“ punkteten Nemanja Aleksandrov (14) und Julius Jenkins (13) am Verlässlichsten.   

Playoffstand: 2:2

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Artland Dragons – Brose Baskets 83:75 (Boxscore)

Die Artland Dragons gewinnen Spiel vier ihrer Viertelfinal-Serie gegen die Brose Baskets und ziehen damit ins Halbfinale ein, wo sie auf ALBA BERLIN treffen werden. Für Bamberg ist dagegen nach vier Meisterschaften in Folge in diesem Jahr bereits im Viertelfinale Schluss.

Schon im ersten Viertel bahnte sich an, was an diesem Abend den Unterschied zwischen den Dragons und Brose Baskets ausmachen sollte: die Treffsicherheit aus der Distanz. Mit seinem ersten Dreier brachte David Holston die „Drachen“ mit Ablauf des Auftaktviertels mit 22:19 in Front. Für den Dragons-Guard war dies der Auftakt zu einer Serie von drei weiteren Drei-Punkte-Treffern im zweiten Viertel; immer dann, wenn die Brose Baskets die Partie zu drehen schienen, stoppte Holston das Momentum des Meisters mit einem Distanztreffer. Weil sich auch Lawrence Hill und Bastian Doreth treffsicher präsentierten, ging Quakenbrück mit einer 39:35-Führung in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel stand die Partie mehrfach auf der Kippe. Einmal mehr Holston stellte zu Beginn des Schlussviertels dann die bis dahin höchste „Drachen“-Führung her (66:57). Angetrieben von Anton Gavel und D’Or Fischer stemmte sich Bamberg aber mit aller Macht gegen das drohende Playoff-Aus: Als Fischer in der 34. Minute erst Artlands Kenny Frease abräumte und auf der Gegenseite einen Korbleger verwandelte, witterten die Brose Baskets Morgenluft (69:63).

Doch der Meister bekam die Dreierdominanz der Dragons weiterhin nicht in den Griff: Als Lawrence Hill wenig später zwei Distanzwürfe binnen 42 Sekunden im Bamberger Korb unterbrachte, hatte Quakenbrück wieder volle Kontrolle über das Spiel gewonnen (77:67). Die Antwort durch Casey Jacobsen, der auf der Zielgeraden der Partie seinerseits ebenfalls noch zwei Dreier traf, war dann nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Insgesamt versenkten die Dragons 14 ihrer 28 Dreier-Versuche im gegnerischen Korb. David Holston (24 P, 5/8 Dreier) und Lawrence Hill (21, 6/7) waren für die Brose Baskets kaum zu stoppen. Die Franken hatten in Fischer (15) und Gavel (12) ihre besten Punktesammler.    

Playoffstand: 3:1 für die Artland Dragons

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Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

 

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