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Dreierregen: Ulm ballert sich ins Finale / Berlin bezwingt Bamberg im Klassiker

Dreierregen: Ulm ballert sich ins Finale / Berlin bezwingt Bamberg im Klassiker

Dank einer sensationellen Quote aus der Distanz zieht ratiopharm ulm in das Finale ein. Berlin dominiert Bamberg durch überragende Defense und komplettiert die Wiederholung der Finalpaarung des Vorjahrs. - Die Halbfinalpaarungen in der Zusammenfassung

Die Ergebnisse im Überblick:

ALBA BERLIN - Brose Baskets 83:67

FC Bayern München - ratiopharm ulm 72:90

Von: Robert Jerzy 

ALBA BERLIN - Brose Baskets 83:67 (Boxscore)

ALBA BERLIN hat mit einem Sieg gegen den deutschen Meister und Erzrivalen aus Bamberg das Finalticket eingelöst und wahrt die Chance der Titelverteidigung. Vor ausverkaufter Kulisse in der ratiopharm arena in Ulm bewies der amtierende Pokalsieger seine gute Verfassung und zog vor allem in der zweiten Halbzeit davon.

Head Coach Sasa Obradovic schwörte seine Mannschaft vor der schwierigen Partie gegen die Brose Baskets auf kompromisslose Defense ein. Etwas, das seine Albatrosse konsequent umsetzen, vor allem in der Verteidigung des so effizienten Pick & Roll Spiels über Gavel. Erst in der letzten Woche hatte Bamberg daheim gegen Ulm in der zweiten Halbzeit gerade darüber noch ein offensives Feuerwerk gezündet. Die Maschinerie lief rund und schien bereit für die Revanche gegen Berlin, hatte man vor einigen Wochen doch in der Liga in der o2 World eine Niederlage einstecken müssen.

Und auch wenn Bamberg dank eines starken Anton Gavel zur Halbzeit den Buzzer-Beater-Ausgleich zum 36:36 erzielte, so konnte die Mannschaft von Chris Fleming nur sporadisch das Tempo der Berliner mitgehen. Neben ausgeglichener Quoten aus der Distanz sowie von der Freiwurflinie war es vor allem das berliner Mitteldistanzspiel, dass den Unterschied machte. Der Pokalsieger traf 60% seiner Würfe, resultierend auch aus elf erzwungenen Ballverlusten der Bamberger, die im letzten Viertel immer wieder zu schnellen Punkten genutzt werden konnten. Für die Hauptstädter ist der Einzug ins Finale ein wichtiger Meilenschritt, nur wenige Tage nach dem Ausscheiden im Eurocup.

Nach zuletzt zurückhaltenden Leistungen war es vor allem David Logan, der mit seinen 15 Punkten, fünf Assists und fünf Rebounds ständig Druck auf die Defense der Brose Baskets ausübte. Dagegen hielt Anton Gavel mit 18 Punkten.

Weitere Scorer: Leon Radosevic (15 Punkte), Vojdan Stojanovski (13 Punkte) sowie Jamar Smith und D’Or Fischer mit jeweils 12 Punkten.


FC Bayern München - ratiopharm ulm 72:90 (Boxscore)

Dass der immense Heimvorteil den Ulmern helfen würde, war vor der Partie kein Geheimnis, mit welchem Selbstvertrauen und Kampfeswillen die Mannschaft von Thorsten Leibenath diese Partie bestritt, war in der Form allerdings nicht zu erwarten. Vor ausverkaufter Kulisse zeigte ratiopharm ulm von der ersten Minute an, dass man den Pokal in diesem Jahr in der Heimat lassen wolle.

Mit der orangenen Wand im Rücken nutzte Ulm die mangelnde Intensität in der Bayern-Defense für eine 8-Punkte-Führung nach dem ersten Abschnitt. Vor allem der Ulmer Dreier fiel konstant von Beginn an. Der FC Bayern war sichtlich bemüht, in die Partie zu finden, ließ den Ulmern in der ersten Halbzeit allerdings zu viel Raum, was diese im Kampf um den Rebound und im Zug zum Korb ausnutzten. Die belegende Statistik für den Unterschied zwischen beiden Teams war der Distanzwurf. Während Ulm  derer fünf einstreuen konnte, gelang den Münchenern nicht ein Treffer bei zehn Versuchen.

Nach der Halbzeit war das Team von Svetislav Pesic bemüht, den 15-Punkte-Rückstand im dritten Abschnitt zu reduzieren. Man sah mehr Engagement in der Defense sowie die ersten erfolgreichen Abschlüsse aus der Distanz, primär über Nihad Djedovic und Heiko Schaffartzik. Plötzlich geriet der Gastgeber aus dem offensiven Rhythmus und sah seinen Vorsprung auf bis zu sechs Punkte geschrumpft. Was die Spatzen allerdings im Spiel hielt, waren die Freiwürfe im dritten Viertel. Man beruhigte die Partie und konnte die wütenden Angriffe der Münchener hierdurch verlangsamen.

Im vierten Viertel spielte sich Ulm dann in einen Lauf. Ein Großteil der 50/50-Bälle fiel in Ulmer Hände während vor allem Matt Howard am offensiven Brett Fehlwürfe einsammelte und seinem Team hierdurch etliche zweite Chancen ermöglichte. Insgesamt 14 Dreier versenkte Ulm über die gesamten 40 Minuten und erwirtschaftete 30 Punkte im vierten Viertel.

ratopharm ulm macht mit seinem Triumph die Finalpaarung aus dem letzten Jahr perfekt. Auch in Berlin trafen ALBA und Ulm aufeinander. Mit den heimischen Fans im Rücken wird man gewillt sein, sich für die Niederlage aus dem Pokalfinale 2013 zu revanchieren.

Top-Scorer bei ratiopharm ulm Cameron Long (19), Will Clayburn (18) und Daniel Theis (13). Der FC Bayern wurde angeführt von John Bryant (17) und Deon Thompson (14).


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