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Europapokal-Vorberichte
Eurocup-Achtelfinale am Mittwoch: Ulm gegen Yotam Halperin und Israels „ewige Nummer zwei“...

Eurocup-Achtelfinale am Mittwoch: Ulm gegen Yotam Halperin und Israels „ewige Nummer zwei“...

Im Eurocup beginnt in dieser Woche die K.o.-Phase. Für ratiopharm ulm und ALBA BERLIN zählt damit ab sofort jeder einzelne Korbpunkt. Da die Resultate aus Hin- und Rückspiel addiert werden, geht es dabei in dieser Woche im Achtelfinale bei den Hinspielen darum, sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu schaffen. Die Ulmer werden entsprechend im Heimspiel gegen Hapoel Jerusalem versuchen, sich mit einem möglichst hohen Sieg ein Polster zu erspielen, von dem man in der kommenden Woche in der israelischen Hauptstadt zehren kann. Die Berliner müssen unterdessen auswärts auf Sardinien bei Dinamo Sassari versuchen, eine eventuelle Niederlage möglichst knapp zu halten oder gar auswärts zu siegen.

TV-Termine:

Paarung: Ulm – Hapoel Jerusalem (Mi, 5.3., 19.00 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 18.45 Uhr.

Wo: Als kostenfreier Internetstream auf der Homepage von ratiopharm ulm und hier bei uns auf der Homepage.

Paarung: Dinamo Sassari - Berlin (Mi, 5.3., 20.30 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 20.20 Uhr

Wo: Als kostenloser Internet-Stream auf rbb-online.de/sportplatz.


Mittwoch, 19.00 Uhr: ratiopharm ulm – Hapoel Migdal Jerusalem

17 Jahre nach dem dramatischen Aus im Sechzehntelfinale des Saporta Cups (80:87 in Jerusalem und 97:99 am Kuhberg) treffen die Ulmer am Mittwoch in der ratiopharm arena unter neuen Vorzeichen und im Gegensatz zu damals in etwa auf Augenhöhe auf Hapoel Jerusalem. Seit jeher hinter dem Serienmeister Maccabi Tel Aviv die ewige „Nummer zwei“ im israelischen Basketball, nimmt Hapoel Jerusalem diese Position mit 17:4 Siegen auch aktuell in der israelischen Liga ein. Seinen größten internationalen Erfolg feierte Jerusalem vor zehn Jahren mit dem Gewinn des Eurocups (damals noch „ULEB Cup“). Allerdings konnte Hapoel seinerzeit den mit dem Cupgewinn eigentlich verbundenen Aufstieg in die Euroleague nicht wahrnehmen, weil man in Jerusalem keine europaligagerechte Halle vorweisen konnte.

Den Schmerz darüber setzte Jerusalem in der Zwischenzeit in positive Energie um, denn im April wird eine nagelneue, 11.600 Zuschauer fassende Arena in der Hauptstadt eingeweiht, die Hapoel zu einem Schub verhelfen dürfte. Dank der neuen Ressourcen soll zur kommenden Saison der Etat auf rund zehn Millionen Euro angehoben werden. Dann könnte Hapoel dem Erzrivalen aus Tel Aviv zumindest halbwegs auf Augenhöhe begegnen. Noch in der alten Halle (und mit dem alten Budget) probte Hapoel in der israelischen Liga im Dezember gegen Maccabi Tel Aviv mit einem 87:85-Sieg schon einmal erfolgreich den Aufstand. Die folgenden Bilder vermitteln dabei einen Eindruck davon, welche Atmosphäre die Ulmer im Rückspiel erwartet:

Bis in den Februar hinein stand Jerusalem in Israel sogar an der Tabellenspitze. In der Last 32 des Eurocups überzeugte Hapoel unter seinem schillernden US-Trainer Brad Greenberg (ein renommierter College-Trainer, der 2011 nach Israel kam, nachdem die NCCA ihn wegen illegaler Absprachen mit Spielern gesperrt hatte) sogar als das beste Reboundteam, in dem neben dem weißrussischen Center Artsiom Parakhouski und Power Forward Josh Duncan auch Spielmacher Derwin Kitchen und der ehemalige Bonner Forward Simon Dupree jedem Rebound nachgehen. In der israelischen Liga rückte indes Maccabi vor einer Woche beim Rückspiel in Tel Aviv die Maßstäbe wieder zurecht. Maccabi holte sich mit einem 93:71-Sieg die Tabellenspitze und Hapoel Jerusalem auf den Boden der Tatsachen zurück:

Am letzten Wochenende zeigte sich Hapoel aber gut erholt von diesem Rückschlag und bestätigte mit einem 85:64 in Netanya, dass die Saison in Israel wohl auf das klassische Finale zusteuert, das in diesem Jahr zum ersten Mal im Format Hin- und Rückspiel ausgetragen wird und folglich im Juni schon in der neuen Jerusalemer Arena stattfinden könnte. In Netanya sorgte Hapoel mit einem 31:13-Blitzstart gleich vom Sprungball weg für klare Verhältnisse. Topscorer war neben Josh Duncan (15 Punkte) und Derwin Kitchen (zwölf Punkte und acht Assists) Power Forward Lior Eliyahu, der mit seinem hässlichen, aber verlässlichen Wurf 17 Punkte markierte und zudem seine Mitspieler mit neun Assists bediente. Wie gut Eliyahu sich mit Yotam Halperin versteht, sollte Per Günther spätestens seit der letzten EM in Slowenien bekannt sein:

Hapoel Jerusalem im Stenogramm

Guards: Derwin Kitchen (27, 193, USA, 11 ppg, 5 rpg, 4 apg), Yotam Halperin (30, 196, 12 ppg, 44% Dreier, 5 apg, 2012/13 Bayern München), Tom Maayan (20, 188), Adam Ariel (19, 192).

Forwards: Ronald Dupree (33, 201, USA, 11 ppg, 5 rpg, 2009/10 Topscorer Bonn), Bracey Wright (29, 191, USA, 15 ppg, 4 apg, 2 spg), Rafi Menco (20, 198), Josh Duncan (27, 203, USA, 14 ppg), Michael Bruesewitz (23, 198, USA).

Center: Lior Eliyahu (28, 207, 10 ppg), Artsiom Parakhouski (26, 211, BLR, 13 ppg, 7 rpg, 1 bpg), Yaniv Green (33, 206).

Headcoach: Brad Greenberg (59, erste Saison in Jerusalem).


Mittwoch, 20.30 Uhr: Dinamo Banco di Sardegna Sassari - ALBA BERLIN

Auch wenn ALBA schon in der 24. Saison europäisch spielt, gibt es für die Berliner immer noch Neues zu entdecken. Im Eurocup-Achtelfinale treffen die Hauptstädter gegen Dinamo Sassari auf einen Gegner, der erst vor vier Jahren in die erste italienische Liga aufgestiegen ist, vor Saisonbeginn von einigen Beobachtern aber sogar schon zum Geheimfavoriten gekürt wurde. Vor vier Wochen bestätigten die Sarden mit dem Gewinn des „Coppa Italia“ in Mailand, dass die Experten nicht verkehrt lagen. Trainer Romeo Sacchetti hatte sein Team auf den Punkt für drei Siege gegen den Gastgeber Mailand, Reggio Emilia und den bisherigen Cupsieger und Meister Siena fit gemacht. Sassaris Spielmacher Travis Diener, der im Herbst bei der EM im italienischen Nationalteam debütierte, wurde als MVP des dreitägigen Pokalturniers ausgezeichnet:

Im Eurocup lernten in dieser Saison auch schon zwei deutsche Clubs den Emporkömmling von der Insel auf unliebsame Weise kennen. In der regulären Saison scheiterten die EWE Baskets Oldenburg wegen zwei Niederlagen gegen Sassari und dessen Trainer Romeo Sacchetti, der in den siebziger und achtziger Jahren ein sehr populärer italienischer Nationalspieler war. Gleich im ersten Spiel wurden die Oldenburger in eigener Halle von Sassaris aggressiven Tempospiel auf dem falschen Fuß erwischt (77:96). Und vor zwei Wochen wurden im entscheidenden Spiel der Last32-Runde auch die Brose Baskets das Opfer der Sarden. Drei Viertel lang gelang es den Bambergern, ihren im Hinspiel erspielten Vorsprung von elf Punkten zu verteidigen, bevor sie im Schlussviertel unter dem Dreierhagel der Insulaner kapitulierten und mit einer 84:102-Niederlage ausschieden:

Am Ende standen für Sassari 18/von 32 Dreier zu Buche, wobei vor allem Drake Diener die Bamberger mit sechs von sieben Würfen aus der Distanz sichtlich schockte. Solche Treffsicherheit aus größter Entfernung macht ein Team, das ohne echten Center das Spiel sehr schnell macht, natürlich doppelt gefährlich. Vier Tage später zeigte sich, dass die Wurfquote gegen Bamberg keine Eintagsfliege war, denn beim 112:91 in Varese setzten die Insulaner mit einer Dreierquote von 17 von 23 (74 Prozent!) sogar noch einen drauf. Neben Drake Diener (5/5) trafen auch dessen Cousin Travis Diener und US-Forward Caleb Green mit je vier von sechs Dreiern traumwandlerisch:

Der ehemalige Trierer Caleb Green, der im unorthodoxen „Small Ball“ von Trainer Romeo Sacchetti mitunter sogar als Center ran muss, ist Sassaris erste Option in der Offensive. Aber auch Bankspieler wie der 38-jährige Kapitän Manuel Vanuzzo oder der zum erweiterten Kreis des Nationalteams zählende Massimo Chessa haben vom Trainer grünes Licht, jederzeit abzudrücken. Am Sonntag gegen Pesaro ließ Sassari es ohne seinen 1,65 Meter kleinen US-Spielmacher Marques Green (war erst kurz vor dem Spiel von der Geburt seines vierten Kindes aus den USA zurückgekehrt) ruhiger angehen und begnügte sich mit zwölf von 28 Dreiern. Am 102:78-Sieg über das Schlusslicht bestand aber trotzdem von der ersten Minute an kein Zweifel.

Dinamo Banco di Sardegna Sassari im Stenogramm

Guards: Travis Diener (32, 185, US/ITA, 6 apg), Marques Green (31, 165, US/MAZ, 42% Dreier, 6 apg, 2 spg), Massimo Chessa (25, 188).

Forwards: Drake Diener (32, 185, USA, 17 ppg, 51% Dreier, Topscorer und bester Dreierschütze Italien), Omar Thomas (32, 196, USA, 14 ppg), Caleb Green (28, 203, USA, 19 ppg, 6 rpg, 2007/08 Topscorer Trier), Giacomo Devecchi (28, 196), Brian Sacchetti (27, 200), Manuel Vanuzzo (38, 203, 41% Dreier).

Center: Drew Gordon (23, 205, USA, 11 ppg, 6 rpg, 1 bpg), Amedeo Tessitori (19, 208).

Headcoach: Romeo Sacchetti (60, fünfte Saison in Sassari).

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