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Euroleague Final Four: Kyle Hines mit dem „Three-Peat“? / Moskau gegen Tel Aviv und Barca gegen...

Euroleague Final Four: Kyle Hines mit dem „Three-Peat“? / Moskau gegen Tel Aviv und Barca gegen...

Während in der Beko BBL und den anderen nationalen Ligen der Kampf um den Titel in die erste Runde geht, steht in der Turkish Airlines Euroleague an diesem Wochenende der Endspurt auf dem Programm. Im Final Four von Mailand kämpfen am Freitag (Halbfinale) und Sonntag (Finale) die vier besten Teams Europas um den kontinentalen Titel. Nachdem der Titelträger der letzten beiden Jahre, Olympiakos Piräus, bereits im Viertelfinale auf der Strecke geblieben ist, wird es einen neuen Champion geben.

Einen klaren Favoriten gibt es dabei nicht, zumal das Teilnehmerfeld mit Real Madrid, ZSKA Moskau und dem FC Barcelona ansonsten identisch ist mit dem des letztjährigen Finals Fours in London. Einzig Maccabi Tel Aviv hat mit dem Einzug ins Final Four einige überrascht. Auch in Deutschland wird sich die Sympathie der Fans verteilen, gibt es doch in jedem der vier Teams Akteure, die auch schon in der Beko BBL gespielt haben - allen voran der Ex-Bamberger Kyle Hines, der nach seinen beiden Titelgewinnen mit Olympiakos in Mailand mit ZSKA Moskau in Mailand zum dritten Mal in Folge Euroleague-Champion werden kann. Bereits sein viertes Final Four in Folge bestreitet in Mailand Deutschlands bester Referee, Robert Lottermoser.

TV-Termine:

Paarung: ZSKA Moskau – Maccabi Tel Aviv (Fr, 16.5., 18.00 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 17.55 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1+

Paarung: FC Barcelona – Real Madrid (Fr, 16.5., 21.00 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 20.55 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1+

Paarung: Finale (So, 18.5., 20.00 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 19.55 Uhr.

Wo: Als kostenpflichtiger Internetstream live hier bei SPORT1.de. Im Free-TV auf SPORT1 von 23.10 – 23:54 Uhr eine Zusammenfassung der Höhepunkte des Final Four 2014. Auf SPORT1+ ab 0.35 Uhr eine Aufzeichnung des Finales.


Das Duell der Dinosaurier: ZSKA Moskau - Maccabi Tel Aviv

Das erste Halbfinale am Freitag (18 Uhr) ist ein Klassiker: ZSKA Moskau steht zum 13. Mal im Final Four (zum elften Mal in den letzten zwölf Jahren) und gewann seine beiden Titel 2006 und 2008 eben gegen Maccabi Tel Aviv, das seine letzten beiden Titel 2004 in Tel Aviv und 2005 in Moskau gewann. Vor dreißig Jahren wäre dieses Halbfinale noch ein Politikum gewesen: Spiele zwischen Maccabi und ZSKA fanden damals wegen der politischen Differenzen zwischen der Sowjetunion und Israel im Europapokal nur auf neutralem Boden statt. „Dass wir heute ganz normal gegeneinander Basketball spielen können, ist nicht zuletzt auch ein Verdienst des Sports und speziell des Basketballs“, erinnerte Maccabi-Präsident David Blatt bei der Eröffnungs-Pressekonferenz am Donnerstag in Mailand an diese düsteren Zeiten.

Aktuell sorgt zwischen beiden Lagern ein anderes Thema für Brisanz: ZSKA-Trainer Ettore Messina steht angeblich auf der Wunschliste diverser NBA-Clubs und Maccabi-Coach David Blatt gilt in Russland als heißester Kandidat für eine Nachfolge auf der ZSKA-Bank. Jetzt stehen sich beide aber erst einmal im Halbfinale gegenüber. Die Russen finden sich dabei allein schon wegen ihres Budgets von über 40 Millionen Euro in der Favoritenrolle wieder. Maccabi, das als einziger Final4-Teilnehmer sein Säckel hauptsächlich mit Sponsoren- und TV-Einnahmen sowie Ticket-Verkäufen füllt, kommt gerade mal auf 15 Millionen Euro.

In den letzten beiden Punktspielen im Rahmen der TOP16-Runde war ZSKA auch auf dem Parkett dem israelischen Champion in vielen Belangen überlegen und gewann sogar in Tel Aviv 81:76:

Aber es gibt auch Argumente für eine Chance des Außenseiters um den schwergewichtigen Center Sofoklis Schortsiantits und den routinierten US-Forward Devin Smith. So hatte ZSKA Ende April ein zweiwöchiges Loch in seinem Terminkalender und präsentierte sich nach einem Trainingslager in Italien im Viertelfinale bei zwei sensationellen Playoff-Heimniederlagen gegen Lokomotiv Kuban in einer schwachen Form. Gleich nach dem Final Four droht das mit Stars wie Milos Teodosic, Sonny Weems und Nenad Krstic auf allen Position hochkarätig besetzte ZSKA-Team nun bei einer weiteren Niederlage in Krasnodar schon das frühe Aus in der russischen Meisterschaft. Maccabi kann hingegen Selbstvertrauen aus der Tatsache schöpfen, dass man sich in den Euroleague-Playoffs im Mediolanum Forum von Mailand, dem Austragungsort des Final Fours, für dasselbe qualifiziert hat – gegen den Heimvorteil von Armani Mailand.


Das spanische Super-Duell: FC Barcelona – Real Madrid

Das zweite Halbfinale am Freitag (21 Uhr) ist eine rein spanische Angelegenheit. Der „Klassiker“ der spanischen Liga zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid (beide dank Subventionen aus der Fußballabteilung mit Budgets zwischen 25 und 30 Millionen luxuriös aufgestellt) ist dabei längst auch in der Europaliga ein solcher: Beide Clubs stehen sich in der europäischen Königsklasse zum zwanzigsten Mal gegenüber. Das letzte Duell ergab sich vor einem Jahr in London, als Real sich mit 74:67 durchsetzte. Für viele Beobachter kam das einer Wachablösung gleich, denn auch im spanischen Finale erwies sich Real dem in der ewigen Bilanz mit 12:7 Siegen führenden Erzrivalen überlegen. In dieser Saison setzte sich der Trend zunächst fort, zudem wurde Madrids genialer Spielmacher Sergio Rodriguez am Donnerstag in Mailand als MVP der Euroleague ausgezeichnet.

Aber auch im Basketball zählt nur das, was am Ende hinten rauskommt und da mehren sich die Anzeichen, dass der schwach in die Saison gestartete FC Barcelona (nur Platz 3 in Spanien) dieses bessere Ende für sich reklamieren könnte. In der Euroleague-TOP16 war nicht Real Madrid, sondern der FC Barcelona das beste Team neben ZSKA Moskau und auch in der spanischen Liga scheint den Madrilenen auf der Zielgeraden etwas die Luft auszugehen. Im spanischen Pokalfinale reichte es nur noch zu einem 77:76-Sieg über die Katalanen und am vergangenen Wochenende schlug „Barca“ Real Madrid sogar 86:75 und war dabei noch überlegener als es das Resultat vermuten lässt:

Die Spannung und Ungewissheit vor dem erneuten Duell am Freitag in Mailand ist durch diese Generalprobe noch größer geworden. Zusätzliche Attraktivität gewinnt das spanische Derby durch den Umstand, das beide Clubs eine sehr unterschiedliche Spielweise pflegen. Während Real Madrid in den letzten beiden Jahren mit seiner von athletischen Spielern wie Rudy Fernandez und Sergio Llull geprägten schnellen Spielweise die Fans begeistert hat, steht der FC Barcelona mit seinen starken Centern Ante Tomic und Erazem Lorbek mehr für den klassischen, vor allem defensiv orientierten europäischen Basketball. Um Missverständnissen vorzubeugen: Trotzdem spielt Real natürlich nicht ohne Verteidigung und Barca hat mit Juan Carlos Navarro und Marcelinho Huertas auch großes offensives Potenzial.


Sechs "Ehemalige" und Lottermoser vertreten die Beko BBL

Neben unserem Schiedsrichter Robert Lottermoser (links im "Gespräch" mit Zeljko Obradovic, Foto: Regina Hoffmann) gibt es am Wochenende in Mailand in allen vier Mannschaften bekannte Gesichter aus früheren Bundesliga-Jahren. Vor allem mancher Bamberger Fan wird deshalb beim Verfolgen des zweiten Halbfinales zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona feuchte Augen bekommen, stehen sich doch dort mit Bostjan Nachbar (spielte in der letzten Saison für die Brose Baskets und wechselte im Sommer nach Barcelona) und Marcus Slaughter (der vor sechs Jahren auch schon für Bremerhaven aktive US-Center wechselte 2012 aus Bamberg zu Real Madrid) zwei ehemalige Bamberger gegenüber

Im ersten Halbfinale zwischen ZSKA Moskau und Maccabi Tel Aviv treffen gleich vier ehemalige Bundesliga-Akteure aufeinander. Während bei Tel Aviv die beiden US-Spielmacher Ricky Hickman (Gießen 2008/09) und Tyrese Rice (Artland 2010/11 und in der letzten Saison Bayern München) die Beko BBL als Sprungbrett für ihre europäische Karriere nutzten, tat das der jetzt für ZSKA Moskau auflaufende Kyle Hines in der Saison 2010/11 bei den Bamberger Brose Baskets. In Moskau hat der „kleinste Center der Eurolegaue“ zu seiner Überraschung erfahren, dass ZSKA-Assistenztrainer Dimitri Shakulin in seiner aktiven Zeit auch in der Bundesliga gespielt hat und 1994/95 für Oberelchingen sogar der zweitbeste Scorer in Deutschland war.

„Dimitri erinnert sich noch gut an diese Zeit und erzählt mir oft davon. Damals sah die Bundesliga aber wohl noch ganz anders aus als in der Saison, in der ich in die Liga kam“, berichtet Kyle Hines, der die Beko BBL auch heute von Moskau aus immer noch regelmäßig verfolgt: „Ich tausche immer noch mit Chris Fleming und anderen Leuten, die ich dort kennen gelernt habe, regelmäßig Emails aus.“ Entsprechend wird ZSKA am Wochenende wohl auch in Deutschland einige Daumendrücker haben, wenn Kyle Hines dazu ansetzt, zum dritten Mal in Folge Euroleague-Champion zu werden. Am Freitag steht ihm dabei allerdings erst einmal der 150 Kilo schwere Maccabi-Center Sofoklis Schortsiantis im Weg: „Das wird hart. Ich habe ja schon ein paar Mal gegen ihn gespielt und hoffe, dass mir diese Erfahrung helfen wird.“

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