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Europapokal-Vorberichte
Französische Woche im Eurocup: Bamberg in Gravelines / Berlin gegen Straßburg mit Lou Campbell /...

Französische Woche im Eurocup: Bamberg in Gravelines / Berlin gegen Straßburg mit Lou Campbell /...

Der erste Spieltag in den Last32 des Eurocups steht im Zeichen des immer wieder interessanten Duells zwischen Clubs aus der Beko BBL und der französischen LNB. Schon 14 Mal standen sich in dieser Europapokalsaison Vertreter aus Frankreich und Deutschland gegenüber – neunmal hatten die Bundesligisten dabei in Euroleague und Eurocup die Nase vorn. Zum Last32-Auftakt im Eurocup empfängt ALBA BERLIN in der Gruppe N am Mittwoch SIG Straßburg, während die Brose Baskets in der Gruppe J in Nordfrankreich beim BCM Gravelines antreten.

Besuch vom anderen Ende Europas bzw. aus Asien erhält unterdessen – ebenfalls am Mittwoch – ratiopharm ulm, das in der Gruppe I den türkischen Vertreter Karsiyaka Izmir empfängt. In allen Vierergruppen der Eurocup Last 32 gilt es, einen der ersten beiden Plätze zu belegen, um sich für das Achtelfinale (k.o.-Modus, Hin- und Rückspiel) zu qualifizieren.

TV-Termin:

Paarung: Ulm – Karsiyaka Izmir (Mi, 8.1., 19.30 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 19.20 Uhr.

Wo: Als kostenfreier Internetstream auf der Homepage von ratiopharm ulm

Paarung: BCM Gravelines - Bamberg (Mi, 8.1., 20.00 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 19.55 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf TV Oberfranken, aber nicht als Internet-Stream auf http://www.tvo.de


Mittwoch, 19.30 Uhr: ratiopharm ulm – Karsiyaka Izmir

In der letzten Saison mit einem 66:62 über Oldenburg ins Finale der EuroChallenge eingezogen, triumphierte Karsiyaka Izmir anschließend im türkischen Playoff-Viertelfinale sensationell über Fenerbahce und möchte diese bisher erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte natürlich wiederholen. In der Eurocup-Vorrunde genügten Ulms Gegner dabei 5:5 Siege, um erst einmal den Sprung in die nächste Runde zu schaffen. Ihren überragenden Star haben die Türken im nur 1,78 Meter messenden Bobby Dixon gefunden. Der US-Spielmacher war mit im Schnitt 19,6 Punkten der fünftbeste Scorer und der vierbeste Passgeber (5,8 APG) in der regulären Saison war und in der türkischen Liga so stark auftrumpfte, dass Fenerbahce ihn um die Weihnachtspause herum sogar aus seinem Vertrag in Izmir herauskaufen wollte.

Weitere Waffen von Trainer Ufuk Sarica sind aus der der Distanz korbgefährliche US-Forward John Diebler und Uruguays Nationalcenter Esteban Batista, der in der Vorrunde zu den zehn besten Scorern und den zehn besten Reboundern zählte. Dass Karsiyaka gleichwohl extrem von Dixon abhängt, zeigte sich am Wochenende, als der Spielmacher in der türkischen Liga wegen einer Sprunggelenksverletzung aussetzen musste: Karsiyaka unterlag prompt beim Aufsteiger Usak mit 77:82 und rutschte in der Tabelle auf den sechsten Platz ab. Entsprechend wird Thorsten Leibenath am Mittwoch erst einmal schauen, ob Dixon wieder spielbereit ist – anreisen soll er wohl in jedem Fall.

Pinar Karsiyaka Izmir im Stenogramm

Guards: Bobby Dixon (30, 178, USA, 20 ppg, 6 apg), Can Altintig (26, 195), Soner Sentürk (27, 192), Yunus Sonsirma (21, 192).

Forwards: Jon Diebler (25, 198, USA, 14 ppg, 44% Dreier), Inanc Koc (24, 202), Baris Hersek (25, 207).

Center: Leo Lyons (26, 206, USA, 11 ppg), Mutlu Demir (26, 210), Esteban Batista (30, 208, URU, 17 ppg, 8 rpg, 1 bpg).

Headcoach: Ufuk Sarica (41, zweite Saison bei Karsiyaka)


Mittwoch, 20.00 Uhr: BCM Gravelines – Brose Baskets

In den letzten beiden Jahren als bestes Team der regulären Saison gleich in der ersten Playoff-Runde gegen den jeweiligen Achten ausgeschieden, rangiert BCM Gravelines nach 14 Spieltagen in der französischen LNB nur auf dem 13. Platz. Einzig im Eurocup präsentierte sich Gravelines trotz großem Verletzungspech mit harter Defense und großer Treffsicherheit (43 Prozent Dreierquote) als der Titelkandidat, den die französischen Experten immer noch in Gravelines sehen. In Frankreich hat das Team von Trainer Christian Monschau unterdessen neues Unheil ereilt, denn nach einer Massenschlägerei im Spiel in Paris wurden mehrere Spieler für bis zu sechs Spiele gesperrt.

Im Eurocup greifen die Strafen nicht, so dass Trainer Christian Monschau am Mittwoch bis auf den verletzten Spielmacher Souleyman Diabate auf sein komplettes Team zurückgreifen kann, das im Ex-Nationalspieler Yakhouba Diawara, US-Forward John Holland und US-Center Marcus Lewis seine stärksten Waffen hat. Für Gravelines ist das Spiel gegen Bamberg das dritte Spiel innerhalb von drei Tagen, denn 24 Stunden vor dem Eurocup-Spiel unterlag Gravelines mit einer wegen der Sperren stark ersatzgeschwächten Mannschaft im Pokal beim Zweitligisten Evreux 63:75. Auch am Montag war Gravelines im Einsatz, weil die Liga darauf bestand, dass die letzten acht Sekunden des vor drei Wochen in Paris abgebrochenen Spiels noch zu Ende gespielt werden mussten. Da dabei aber nur Spieler mitwirken durften, die jenes Spiel begonnen hatten, aber nicht disqualifiziert wurden, lief das auf ein absurdes „4 gegen 2“ hinaus, über das am ganz Frankreich lacht:


Un match de basket de 8 secondes à 4 contre 2 von 20Minutes

BCM Gravelines-Dunkerque im Stenogramm

Guards: Jonathan Rousselle (23, 188, 12 ppg, 47% Dreier), Steven Gray (24, 196, USA), Yannick Bokolo (28, 189), Souleyman Diabate (26, 183, CIV, verletzt).

Forwards: John Holland (25, 196, USA, 10 ppg, 2 spg), Yakhouba Diawara (31, 201, 14 ppg, 50% Dreier, 7 rpg), Juby Johnson (32, 198, USA, 42% Dreier).

Center: Ousmane Camara (24, 202, 6 rpg), Cyril Akpomedah (34, 203, 1 bpg), Cedric Lewis (27, 208, USA, 13 ppg, 7 rpg).

Headcoach: Christian Monschau (55, sechste Saison in Gravelines)


Mittwoch, 20.00 Uhr: ALBA BERLIN – SIG Straßburg

Auch ALBA-Gegner SIG Straßburg hatte eine aufregende Weihnachtspause, denn die Elsässer mussten nach dem Verpassen der Euroleague TOP16 Ersatz für gleich zwei Spieler suchen. Während Nationalcenter Alexis Ajinca sich in Richtung NBA (New Orleans Pelicans) verabschiedet hat, trennten sich die Straßburger auch vom enttäuschenden Kevin Murphy. An seiner Stelle wurde US-Forward Bootsy Thornton (acht Jahre Euroleague, drei Final4-Teilnahmen mit Siena und Barcelona) verpflichtet. Die Suche  nach einem Ajinca-Nachfolger blieb indes offenbar erfolglos. Nachdem die Verhandlungen mit Johan Petro geplatzt sind, scheint Trainer Vincent Collet zumindest in der Last32-Hinrunde auf „Small Ball“ zu setzen, obwohl er unter dem Korb immer noch auf Romain Duport (2,18 Meter) zählen kann

Die größten Qualitäten entwickelt Straßburg aber ohnehin eher im Backcourt, wo die Elsässer im Europameister Antoine Diot und Louis Campbell eines der stärksten Spielmacher-Duos im Eurocup haben. Der 34-jährige Campbell, der vor zwei Jahren noch in Tübingen zusammen mit Reggie Redding und Akeem Vargas spielte, erlebt in Straßburg gerade seinen dritten Frühling, ob als eiskalter Crunchtime-Shooter oder als genialer Regisseur. In der französischen Liga hat Straßburg den Verlust von Ajinca bisher gut verkraftet. Nach zwei Verlängerungssiegen in Orleans und Roanne kann der letztjährige Vizemeister dort am Wochenende mit einem Sieg im Spitzenspiel gegen Dijon sogar Hinrunden-Champion werden.


Le Résumé - J13 - Orléans reçoit Strasbourg von ORLEANS-LOIRET-BASKET

SIG Straßburg im Stenogramm

Guards: Louis Campbell (34, 191, USA, 4 apg, Ex-Gießen, -BHV, -Oldbg. und -Tübingen), Antoine Diot (24, 192, 4 apg, 2 spg), Paul Lacombe (23, 190).

Forwards: Bootsy Thornton (36, 195, USA, neu im Team), Ricardo Greer (36, 196, DOM), Axel Toupane (21, 198), Jeremy Leloup (26, 200).

Center: Romain Duport (27, 218, 1 bpg), Tim Abromaitis (24, 203, USA), Xavier Francois (19, 203).

Headcoach: Vincent Collet (50, dritte Saison in Straßburg)

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