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Hagens Gordon schlägt Berlin / erste ALBA-Niederlage nach zehn Siegen

Hagens Gordon schlägt Berlin / erste ALBA-Niederlage nach zehn Siegen

Koch siegt mit Würzburg über McCoys Dragons/ der MBC fügt Frankfurt deren vierte Niederlage in Folge zu/ Distanzgefährliche Oldenburger feiern Kantersieg/ und auch Trier und Ludwigsburg gewinnen – Die Samstagspartien des 21. Spieltags in der Zusammenfassung.

Die Ergebnisse im Überblick:

FRAPORT SKYLINERS – Mitteldeutscher BC 64:66

s.Oliver Baskets – Artland Dragons 78:70

MHP RIESEN Ludwigsburg – medi bayreuth 71:63

EWE Baskets Oldenburg – New Yorker Phantoms Braunschweig 95:70

RASTA Vechta – TBB Trier 83:92

Phoenix Hagen – ALBA BERLIN 81:75

Von: Manuel Baraniak

Phoenix Hagen – ALBA BERLIN 81:75 (Boxscore)

Die Hagener bleiben ein Berliner Favoritenschreck. Durch ihren 81:75-Erfolg in der mit 3.145 Zuschauern ausverkauften Ischelandhalle haben die Feuervögel nicht nur ihr viertes Heimspiel gegen Berlin in Folge gewonnen; sie beendeten zudem die Siegesserie Berlins von zehn Siegen in der Beko BBL in Folge.

Der herausragende Mann auf Seiten der Gastgeber war dabei Larry Gordon. In der ersten Hälfte noch relativ unauffällig agierend, drehte der ALLSTAR-Forward in der Schlussphase auf: 19 der 29 Hagener Punkte im letzten Viertel gingen auf sein Konto. So brachte Gordon mit back-to-back-Dreiern sein Team Mitte des Durchgangs mit 64:60 in Führung. Zwei Minuten später fing er einen Baseball-Pass von David Bell für ein Drei-Punkte-Spiel (69:60). Nachdem die Berliner in der Schlussphase, angeführt von Cliff Hammonds, auf zwei Zähler dran waren, markiert er acht Hagener Zähler in Folge. Besonders spektakulär seine Aktion 51 Sekunden vor Schluss, als er Levon Kendall per Crossover-Dribbling aussteigen ließ und per Dunk vollstreckte. Als wenig später Mark Dorris einen Ballgewinn verzeichnete, schickte er Gordon zum Fastbreak – das 77:71 bedeutete die Vorentscheidung.

Die gesamte Partie war dabei von großer Intensität geprägt. Das erste Mal war das Momentum Anfang des zweiten Viertels auf die Hagener Seite gewechselt, als die Gastgeber eine fast fünfminütige Berliner Durststrecke ohne Punkte zu einer 29:20-Führung nutzten. Einen Acht-Punkte-Vorsprung zur Halbzeit hatten die Feuervögel dabei vor allem David Bell zu verdanken, der bis dahin ohne ohne Fehlwurf war (13 Pkt, 3/3 3P). Wie ausgewechselt präsentierten sich die Gäste nach dem Gang aus der Kabine: Ihre ersten vier Würfe verwandelten die Berliner und waren durch einen 9:0-Lauf wieder in der Partie. Falls jemand glaubte, die Hagener würden ihrem schnellen Tempo Tribut zollen, sah sich durch Gordons starkes Schlussviertel aber eines Besseren belehrt.

23 seiner 31 Punkte legte Gordon in der zweiten Halbzeit auf; Unterstützung erhielt er von David Bell, der am Ende auf 22 Zähler kam. Acht der neun erfolgreichen Dreier Hagens netzte das US-Duo ein. Auf Berliner Seite schulterten Cliff Hammonds (24 Pkt) und David Logan (18 Pkt) die Offensive. Zwar trafen die Berliner besser aus dem Feld und konnten sich durch ihre gute Rebound-Arbeit am offensiven Brett auch einige zweite Wurfchancen erarbeiten, ihre 21 Ballverluste gegen eine intensive Hagener Spielweise fielen aber zu sehr ins Gewicht.

FRAPORT SKYLINERS – Mitteldeutscher BC 64:66 (Boxscore)

Zwar mussten die Frankfurter in ihrem ersten Heimspiel seit fünf Wochen erneut auf die verletzten Andy Rautins, Jacob Burtschi und Kevin Bright sowie auf Jarred DuBois verzichten, dafür kehrte Aufbauspieler Konstantin Klein aber in die Startformation zurück – und wie: Nach dem ersten Viertel hatte der Jungspund bereits sieben Punkte und zwei Assists auf seinem Konto. Ein weiterer Grund zur Freude für die Gastgeber: Als der MBC die letzten fünf Minuten des Anfangsviertels nur vier Punkte erzielen konnte, erspielten sich die SKYLINERS eine erste, komfortable 23:14-Führung.

Außer bei Malte Schwarz schien der Knoten bei den Weißenfelsern in der Offensive auch im zweiten Viertel zunächst nicht zu platzen; dann war Daniel Hain aber auch mit zwei erfolgreichen Dreiern in Folge zur Stelle. Mit einer Fünf-Punkte-Führung Frankfurts, die vor allem auf einer Abschlussstärke in Korbnähe (61% 2FG) fußte, ging es in die Pause. Immer wieder wurde dabei Aziz N’Diaye in Szene gesetzt, der bis dato jeden seiner fünf Feldwürfe traf.

Doch nach der Pause lief es für die Frankfurter offensiv nicht mehr ganz so rund wie noch im ersten Durchgang. Nachdem ihnen in den letzten drei Minuten des dritten Abschnitts keine Punkte mehr gelangen, glich ALLSTAR Angelo Caloiaro die Partie kurzzeitig mit zwei Dreiern zum 49:49 aus.

Anfang des Schlussviertels markierte Michael Cuffee per Dreier die erste Führung der Gäste. Fortan trennten beide Teams nicht mehr als drei Zähler. Marcus Hatten klaute 67 Sekunden vor Schluss Dane Watts beim Spielaufbau das Leder und legte im Schnellangriff zum 63:65 ein. Johannes Voigtmann war danach an der Linie nur für einen Freiwurf erfolgreich. Nachdem Angelo Caloiaro einen weiten Dreier verfehlte, hatte Frankfurt den Ball für den vermeintlich letzten Angriff. Zunächst räumte Martins Meiers aber Konstantin Klein beim Layup-Versuch ab, danach vertändelte Ramon Galloway das Leder. Michael Cuffee traf an der Linie für den MBC den ersten Versuch, vergab bei 0,8 Sekunden auf der Uhr aber absichtlich den zweiten Freiwurf, womit die SKYLINERS nicht mehr um Abschluss kamen.

Damit bleiben die Frankfurter im Jahr 2014 nach der vierten Niederlage in Folge weiter ohne Sieg. Vor allem aus der Distanz präsentierten sich die Hessen zu harmlos (2/11 3P). Ganz anders der MBC, der zwölf seiner 29 Versuche aus der Distanz einnetzte. Angelo Caloiaro (13 Pkt), Michael Cuffee (12) und Djordje Pantelic (11 Pkt, 8 Reb) punkteten im zweistelligen Bereich; auf Seiten Frankfurts gelang dies Johannes Voigtmann (15 Pkt), Aziz N’Diaye (13 Pkt) und Konstantin Klein (12 Pkt, 6 Ast).

s.Oliver Baskets – Artland Dragons 78:70 (Boxscore)

Es musste anscheinend erst Stefan Kochs ehemaliger Ziehsohn Tyron McCoy nach Würzburg reisen, ehe der erste Heimsieg der Franken seit dem 14. Dezember zustande kommen konnte. Koch, im letzten Jahr noch Cheftrainer in Quakenbrück, konnte mit den Würzburgern einen wichtigen Sieg feiern, um vorerst die Abstiegsränge zu verlassen.

Zweimal hatten die Würzburger in der jüngeren Vergangenheit nachverpflichtet. Nachdem Dominic Waters bei seinen ersten beiden Spielen schon überzeugen konnte, trumpfte nun auch Marcellus Sommerville zu Spielbeginn groß auf. Mitte des Anfangsviertels verzeichnete der US-Amerikaner einen persönlichen 7:2-Lauf und war hauptverantwortlich dafür, dass die Hausherren mit einer 22:18-Führung in die erste Viertelpause gingen.

Auf Seiten der Gäste schulterten vor allem die Big Men Anthony King, Lawrence Hill und Kenny Frease ihre Mannschaft. Vor allem Letztgenannter war von der Würzburger Verteidigung nicht zu stoppen, versenkte in der ersten Halbzeit jeden seiner sechs Feldwürfe und legte die letzten sechs Punkte seines Team auf, um auf 36:35 zur Halbzeit zu verkürzen. Zur Pause hatten die Würzburger zwar schon 19 Mal an der Linie gestanden (15 Treffer), dafür aber auch zwölfmal den Ball verloren.

Hin und Her ging es nach Pause: Würzburg war schnell auf acht Zähler weg, doch die Dragons ließen einen 10:0-Lauf folgen, ehe die Gäste viereinhalb Minuten ohne Treffer aus dem Feld waren. Ein 11:2-Lauf, bei dem Dominic Waters an vier erfolgreichen Angriffen direkt beteiligt war, brachte Würzburg im Schlussabschnitt mit 62:54 in Führung. Die Vorentscheidung fiel 48 Sekunden vor Schluss, als Jimmy McKinney seinen ersten und einzigen Dreier fliegen ließ – und traf.

Mit 29:20 ging das letzte Viertel an die Hausherren, die in Marcellus Sommerville (17 Pkt) den Topscorer der Partie in ihren Reihen hatten. Antonio Graves (16 Pkt) legte für die Quakenbrücker die meisten Zähler auf.

MHP RIESEN Ludwigsburg – medi bayreuth 71:63 (Boxscore)

Die Ludwigsburger bleiben eines der heißesten Teams der Liga – der vierte Sieg in Folge katapultierte die RIESEN vorerst auf den sechsten Tabellenplatz.

Nach kleinen Startschwierigkeiten präsentierten sich die Gastgeber fortan ungemein treffsicher. Einen 9:0-Lauf starteten die Ludwigsburger Ende des ersten Durchgangs, um sich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt zweistellig abzusetzen.

Nachdem die Bayreuther ihre ersten sechs Versuche von „Downtown“ verfehlt hatten, war Kevin Hamilton Mitte des Schlussabschnitts mit dem ersten Dreier zur Stelle. Ein Offensivrhythmus sollte sich bei den Gästen aber lange Zeit nicht einstellen. Mit acht Ballverlusten und einer Wurfquote von 35,7 Prozent mussten die Bayreuther mit einem Acht-Punkte-Rückstand in die Kabine gehen.

Langsam, aber sicher kamen die Oberfranken heran – bis auf vier Zähler 13 Minuten vor Schluss. Davon ließen sich die Hausherren aber nicht beirren und beendeten den Spielabschnitt mit einem 9:0-Lauf. Zwei Dreier Kyle Weems brachten die Bayreuther auf vier Punkte heran, doch erneut hatte Ludwigsburg eine Antwort parat und hielt Bayreuth fast vier Minuten lang ohne Zähler. Kurzzeitig zogen die RIESEN gar auf 16 Zähler davon, um sicher auf die Siegerstraße zu gelangen.

Dabei konnten die Gastgeber einen deutlichen Vorteil an der Freiwurflinie verzeichnen: 21 Treffern (bei 33 Versuchen) standen neun Freiwürfe der Gäste gegenüber. Vor allem Keaton Grant fühlte sich dort wohl, traf elf Freiwürfe (bei 13 Veruchen) und stellte mit 19 Punkten den Ludwigsburger Topscorer. Bei Bayreuth lief die Offensive hauptsächlich über Kevin Hamilton, der 21 Zähler auflegte. Neuzugang D.J. Seeley (6 Pkt, 2/9 FG) blieb bei seinem Debüt noch blass.

EWE Baskets Oldenburg – New Yorker Phantoms Braunschweig 95:70 (Boxscore)

Gut 14 Minuten waren gespielt, die Oldenburger hatten sieben Dreier genommen – und sieben getroffen. An diesem Abend zeigten sich die Donnervögel in prächtiger Scoring-Laune: 16 ihrer 26 Distanzwürfe fanden das Ziel, die 95 Punkte bedeuteten einen teaminternen Saisonbestwert.

Dazu zeigte sich die Truppe von Trainer Sebastian Machowski noch äußerst mannschaftlich geschlossen: Zehn Spieler legten zwischen sechs und 14 Punkten davon; Julius Jenkins (4/5 3P), Rickey Paulding (3/6 3P) und Nemanja Aleksandrov (3/5 3P) waren die Topscorer.

Mit 26 Differenz führten die Donnervögel vor den letzten zehn Minuten, womit die Partie bereits entschieden war. Für Braunschweig legten Immanuel McElroy 14 und ALLSTAR-MVP Isaiah Swann 13 Punkte auf.

RASTA Vechta – TBB Trier 83:92 (Boxscore)

Nach vier Niederlagen in Serie konnten die Trierer wieder einmal als Sieger vom Parkett gehen – und fügten Vechta derweil die vierte Niederlage in Folge zu.

Zwar musste Nationalspieler Andi Seiferth zweieinhalb Minuten vor Schluss mit seinem fünften persönlichen Foul auf der Bank Platz nehmen, bis dahin hatte der Center aber seine Mannschaft geschultert. Zur Halbzeit standen bereits 16 Punkte für ihn im Statistikbogen, entstanden aus sieben Feldtreffern bei keinem Fehlwurf! Es war Seiferth zu verdanken, dass die Gäste zur Pause nur mit drei Zählern zurücklagen.

Dreieinhalb Minuten lang hielt die TBB die Gastgeber nach der Pause ohne Treffer aus dem Feld – womit sie die Partie gedreht hatten. Vor allem das Guard-Trio aus Jermaine Anderson, Trevon Hughes und Warren Ward präsentierte sich dabei punktefreudig. Eine hohe einstellige Führung konnten die Trierer über den restlichen Spielverlauf behaupten, ehe Jermaine Bucknor bei 98 Sekunden auf der Uhr einen Dreier zum 73:84 versenkte und sich die TBB an der Linie keine Blöße gab, um den zweiten Sieg im neuen Jahr einzufahren.

Mit 22 Punkten und 91-prozentiger Wurfquote präsentierte sich Andi Seiferth am treffsichersten; Jermaine Bucknor folgte mit 17 Zählern (4/5 3P). Bei den Hausherren stellte William Conroy (19 Pkt, 5 Reb, 6 Ast) bei seinem Debüt für Vechta gleich den Topscorer; Brandon Bowman schrieb sich 17 Punkte und sieben Rebounds in den Statistikbogen.

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

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