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Europapokal-Vorberichte
Im Endspurt ums letzte Playoff-Ticket braucht München einen Sieg außerhalb der Reihe – Zeit für...

Im Endspurt ums letzte Playoff-Ticket braucht München einen Sieg außerhalb der Reihe – Zeit für...

Die Niederlage in Istanbul hat den FC Bayern in der TOP16 der Turkish Airlines Euroleague auf den sechsten Tabellenplatz zurückgeworfen und dafür gesorgt, dass Galatasaray in der Gruppe F die besseren Karten hat. Die Türken haben nicht nur den direkten Vergleich gewonnen, sondern haben auch das etwas leichtere Restprogramm (in Kaunas und Moskau sowie zum Abschluss in eigener Halle gegen Partizan Belgrad). Die Münchener müssen ebenso noch nach Moskau, spielen dann zu Hause gegen Maccabi und am letzten Spieltag in Krasnodar. Dabei müssen sie aus diesen drei letzten Spielen jetzt einen Sieg mehr holen als Galatasaray. Ein Sieg bei ZSKA Moskau am Donnerstag könnte zum Beispiel diesen Unterschied ausmachen, wenn die Türken dort in der kommenden Woche verlieren.

TV-Termin:

Paarung: ZSKA Moskau – FC Bayern München (Do, 23.1., 16.45 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 16.30 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1 und als kostenfreier Internetstream hier auf unserer Homepage.


ZSKA hat auch ohne Teodosic sein Playoff-Ticket schon gebucht

Aber ist es nicht etwas vermessen, einen Sieg in der 5.000 Zuschauer fassenden ZSKA-Universal-Halle überhaupt in Betracht zu ziehen, wenn der FC Bayern schon im Hinspiel gegen den reichsten Club Europas in eigener Halle mit 61:86 ohne Chance war? Bereits zur Halbzeit (23:40) hatten die Moskauer um ihren genialen Spielmacher Milos Teodosic (6/10 Dreier und 5 Assists) die Weichen im Audi Dome klar auf Sieg gestellt.

Milos Teodosic wird die Bayern allerdings am Donnerstag schon einmal nicht ärgern können, denn der serbische Nationalspieler ist mit einem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel für ein paar Wochen ausgefallen. Wer jedoch nun im Gedanken seine 24 Punkte aus dem Hinspiel-Resultat abzieht, muss in diese Milchmädchenrechnung auch den im Hinspiel verletzt fehlenden Sonny Weems einbeziehen, der am letzten Spieltag im bei Real Madrid verlorenen Spitzenspiel (79:93) mit 28 Punkten der überragende ZSKA-Topscorer war.

Schon vor der Niederlage in Madrid hatte ZSKA Moskau sein Playoff-Ticket in der Tasche. Da die beiden Tabellenführer sich jeweils mit 14 Punkten geschlagen haben, entscheidet nun beim (wahrscheinlichen) Gleichstand am Ende der TOP-16 die allgemeine Korbdifferenz über den Gruppensieg. Nach elf Spieltagen liegt Real diesbezüglich nur vier Korbpunkte vor ZSKA, was für die Münchener am Donnerstag insofern von Belang ist, weil ZSKA damit ein Motiv haben könnte, den FC Bayern möglichst hoch zu schlagen, um das eigene Korbverhältnis aufzubessern.

Messina lässt wieder „groß“ spielen – mit Kyle Hines als Joker

ZSKA-Trainer Ettore Messina hat den Ausfall von Teodosic zum Anlass genommen, sein Team noch einmal kräftig durchzumischen. Aus der ersten Fünf, die vor acht Wochen im Audi Dome auflief, startete in den letzten Spielen nur noch der Allrounder Viktor Khryapa, der aber in der von Messina wieder öfter favorisierten großen Aufstellung von der Position vier auf die drei gerückt ist. US-Forward Sonny Weems (1,98 m) startete in den letzten Spielen regelmäßig auf der Position zwei und im Spielaufbau erhält der in der ersten Saisonhälfte kaum zum Zuge gekommene Jeremy Pargo die Chance, sich als Alternative zu Teodosic zu beweisen.

Auch im ZSKA-Frontcourt favorisiert Trainer Ettore Messina seit einigen Spielen wieder die große Variante, in der die beiden Center Nenad Krstic und Aleksander „Sasha“ Kaun gleichzeitig auf dem Parkett stehen. Die seit seinem Bundesliga-Jahr mit den Brose Baskets hierzulande große Fanschar von Kyle Hines muss aber nicht fürchten, dass der „kleinste Center der Euroleague“ dabei auf der Bank übersehen wird. Der als Defensiv-Fanatiker bekannte italienische Headcoach weiß sehr wohl, wie wichtig der Ex-Bamberger als bester Rebounder, bester Wurfblocker und zweitbester Balldieb für ZSKA ist.

In der am Wochenende zu Ende gegangen Punktrunde der offenen russischen Liga (in der „Vereinigten Liga“ spielen auch Teams aus anderen osteuropäischen Ländern mit) belegt ZSKA hinter Khimki Moskau und Unics Kazan zwar nur den dritten Platz, der dem Serienmeister (seit 2003 regelmäßig Champion) aber alle Chancen lässt, seiner Favoritenrolle in den Playoffs gerecht zu werden. Ein Freilos in der ersten Playoff-Runde für die vier besten Teams hält ZSKA zudem in den nächsten Wochen den Rücken für die entscheidende Saisonphase in der Euroleague frei. Zum Abschluss der Punktrunde landete ZSKA am Sonntag mit 17 Punkten durch Aleksander Kaun und 16 durch Nenad Krstic einem mühelosen 87:64-Sieg beim litauischen Außenseiter Neptunas Klaipeda.

ZSKA Moskau im Stenogramm

Guards: Jeremy Pargo (28, 188, USA), Aaron Jackson (27, 190, USA), Vitaly Fridzon (28, 195, 53% Dreier), Milos Teodosic (27, 195, SRB, 11 ppg, 4 apg, verletzt).

Forwards: Sonny Weems (27, 198, USA, 12 ppg, 4 apg, fehlte im Hinspiel), Viktor Khryapa (31, 203, 5 rpg, 4 apg), Vladimir Micov (28, 201, SRB, 47% Dreier), Aleksej Zozulin (30, 199), Grigory Shukhovtsov (30, 211).

Center: Andrey Vorontsevich (26, 207), Aleksander Kaun (28, 211), Kyle Hines (27, 198, USA, 5 rpg, 1 bpg), Nenad Krstic (30, 212, SRB, 11 ppg)

Headcoach: Ettore Messina (54, ITA, sechste Saison - 2005 – 2009 und seit 2012 - bei ZSKA).

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