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Ludwigsburgs Combo-Forward Shawn Huff: „Es ist ein Traum bei der Weltmeisterschaft gegen die USA...

Ludwigsburgs Combo-Forward Shawn Huff: „Es ist ein Traum bei der Weltmeisterschaft gegen die USA...

Shawn Huff im Interview zur WM-Teilnahme seines Heimatlandes Finnland und zur Entwicklung der laufenden Saison bei den MHP RIESEN.

Immer besser in Fahrt kommt MHP RIESEN-Forward Shawn Huff. Der finnische Nationalspieler, der kurz vor Saisonbeginn zum Club stieß, konnte mit Ludwigsburg fünf der letzten vier Spiele gewinnen und hatte jeweils einen wichtigen Anteil am Erfolg. Beim Derby in Tübingen und auch beim Sieg in Bonn trumpfte Huff mit Glanzleistungen von der Dreierlinie auf (jeweils 5/6 Dreier, 19 Punkte in Tübingen, 21 in Bonn). Grund zur Freude hatte der Finne zuletzt auch was die Nationalmannschaft seines Heimatlandes angeht: Anfang Februar wurde bekannt, dass die Skandinavier zur Basketball WM 2014 in Spanien (30.08. bis 14.09.2014) fahren.

Im Interview verrät der junge Familienvater, der mit Frau Tilda und dem im Herbst geborenen Sohn Noel in Ludwigsburg lebt, wie sehr er sich auf die WM freut, ohne dabei die Beko BBL aus den Augen zu verlieren. Für Huff ist klar: „Es zählt immer nur das nächste Spiel“.

Shawn, dein Heimatland Finnland hat jüngst eine Wildcard für die Basketball WM in diesem Jahr in Spanien erhalten. Wie hast du diese Nachricht aufgenommen?

Shawn Huff: Das war natürlich eine große Neuigkeit. Vor allem, weil wir im vergangenen Jahr eine starke EM gespielt haben und wir uns sportlich empfohlen haben. Außerdem haben wir eine tolle Wildcard-Kampagne gestartet. Es ist die erste WM-Teilnahme für Finnland überhaupt!

Du hast eine starke EM 2013 für Finnland gespielt. 13,9 Punkte im Schnitt und eine starke Dreierquote von 57 Prozent haben geholfen Finnland beinahe in die Runde der letzten 8 zu bugsieren. Sicher willst du nun auch mit zur WM fahren. Stehst Du im regelmäßigen Kontakt mit Bundestrainer Henrik Dettmann?

Huff: Ja, natürlich! Ich freue mich sehr auf die Weltmeisterschaften! Wir haben in Finnland sicher keine so großen Namen wie in anderen Nationen, aber als Gemeinschaft können wir sehr stark sein. Wir müssen als Team gut zusammen spielen. Gemeinsam als Team können wir stärker und besser sein, als es die Summe unserer Einzelteile suggeriert.

Beim Wildcard-Verfahren konnte die finnische Bewerbung mit einem recht ungewöhnlichen Angebot der Produzenten der weltweit bekannten „Angry Birds“-App aufwarten. Kannst du was dazu sagen?

Huff: Finnland hat sehr viel Arbeit in die Wildcard-Bewerbung gesteckt. Für uns hat neben der starken EM sicher auch die Tatsache gesprochen, dass uns immer viele Fans zu den Spielen begleiten. Wir sind aber ein kleineres Land und haben nicht so ein Budget wie die großen Basketball-Nationen. Da hat es uns einen „Boost“ gegeben, dass die Macher der „Angry Bird“-App mit ihren Marketingmöglichkeiten an unsere Seite getreten sind. Sie kommen auch aus Finnland und können sich mit unserer „Underdog Story“ voll identifizieren.

Finnland ist in einer Gruppe mit Neuseeland, der Dominikanischen Republik, Türkei, Ukraine und den USA! Wie schätzt Du diese Gruppe ein?

Huff: Das ist eine tolle Gruppe. Es ist ein Traum gegen die USA mit all den Stars spielen zu dürfen. Da freue ich mich drauf. Auch der Haka-Tanz der Neuseeländer ist immer beeindruckend. Wir wollen in der Gruppe unser Bestes versuchen.

Foto: FIBA Europe

Die WM ist natürlich noch eine Weile hin. Aktuell läuft die Beko BBL-Saison auf Hochtouren. Mit 24:18 Punkten stehen die MHP RIESEN momentan auf dem 8. Platz. Wie ist die Stimmung im Team, besonders nach den Siegen in Tübingen, Bonn und gegen Bayreuth?

Huff: In Tübingen haben wir richtig gut gespielt. Wir wussten wie schwer es sein kann Derbyspiele zu bestreiten. Wir waren aber von Beginn an voll da und haben sehr konsequent gespielt. Jetzt richten wir aber gleich den Fokus auf das nächste Spiel. Es bringt nichts sich schon jetzt Gedanken darüber zu machen, wie am Ende der Saison die Tabelle aussieht. Das nächste Spiel zählt – mehr nicht.

Es scheint als würdet ihr auf und auch neben dem Spielfeld als Einheit gut harmonieren. Eine richtige Beobachtung?

Huff: Ja, es stimmt. Wir haben Freude daran miteinander auf dem Feld zu stehen und zu spielen. Auch abseits des Feldes schätzen wir einander. Es passt gut zusammen. Das hilft dann natürlich auch dabei als Einheit auf dem Feld zu stehen.

Nach einer Eingewöhnungsphase zu Saisonbeginn bist Du in den vergangenen Spielen richtig in Fahrt gekommen. Gegen Tübingen und Bonn hast du je fünf von sechs Dreiern getroffen. Wie zufrieden bist du mit deiner Leistung?

Huff: Das ist schwer zu sagen. Ich denke es ist normal, dass man eine gewisse Eingewöhnungszeit braucht. Dabei ist es aber sehr wichtig fokussiert zu bleiben und den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren. Allerdings ist die Entwicklung in dieser Saison noch nicht abgeschlossen. Wir müssen alle weiterhin hart arbeiten und uns weiter verbessern.

Eine letzte Frage: Auf der Homepage der FIBA Europe wurde Dir der Spitzname “elastic, fantastic man of plastic” verpasst. Stimmt der so und wenn ja, was bedeutet er?

Huff: (lacht) Nein, das höre ich jetzt das erste Mal. Der Spitzname soll sicher Athletik und Sprungkraft andeuten. Aber wie gesagt, ich höre ihn jetzt das erste Mal. Vielleicht hat ihn mir der Mediendirektor vom finnischen Verband verpasst, weil er für die Eurobasket-Website einen angeben musste (schmunzelt).

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