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Meister gewinnt Oberfranken-Derby / Darius Adams mit 30 Punkten in Trier.

Meister gewinnt Oberfranken-Derby / Darius Adams mit 30 Punkten in Trier.

EWE Baskets gewinnen das Duell der Top-Teams gegen Ulm, die Brose Baskets ringen in der Oberfrankehölle Bayreuth nieder, Hagen untermauert Playoff-Aspiration mit Sieg in Braunschweig und Bremerhaven gewinnt im Duell der Tabellennachbarn in Trier - Die Sonntagsspiele des 18. Spieltags in der Zusammenfassung.

Die Ergebnisse im Überblick:

New Yorker Phantoms Braunschweig - Phoenix Hagen 81:85

EWE Baskets Oldenburg - ratiopharm ulm 76:62

TBB Trier - Eisbären Bremerhaven 77:89

medi bayreuth - Brose Baskets 68:69

Von: Robert Jerzy

New Yorker Phantoms Braunschweig - Phoenix Hagen 81:85 (Boxscore)

Die Vorzeichen dieses Duells der Playoff-Aspiranten standen auf spektakulärer Offensive, war das Hinspiel doch ein wahres Dreierfest zwischen Braunschweig und Hagen. Im Fokus standen die beiden Führungsspieler der Teams, ALLSTAR-MVP Isiah Swann und David Bell, immerhin auf Platz 2 bzw. 4 in der Korbjägerliste.

Entsprechend rasant begann auch die Partie. Braunschweig zeigte im ersten Abschnitt ansprechenden Team-Basketball und ließ den Ball gut laufen. Hagen konnte sich hingegen lediglich durch Einzelaktionen im Spiel halten und kassierte als Resultat zum Ende des ersten Viertels einen 17-6 Lauf. Ingo Freyer regierte zum Start der zweiten zehn Minuten mit einer aggressiven Verteidigung, die zwar oftmals zu Fouls und Braunschweiger Freiwürfen führte, den anfänglichen Fluss der Hausherren jedoch merklich unterbrach. Hierdurch fand Phoenix Hagen dank Mark Dorris und Larry Gordon mittels eines 10-3-Laufs wieder zurück in die Partie. Der Gast regierte die Offensiv-Rebounds, erzwang 9 Ballverluste und hatte plötzlich offensiv mehr von der Partie, was die +13 Versuche aus dem Feld in Halbzeit Eins unterstreichen.

Braunschweigs Head Coach Raoul Korner, sichtlich unzufrieden mit der defensiven Intensität, stimmte seine Mannschaft in der Pause neu ein. Der Gastgeber wirkte nunmehr wacher in den Aktionen und versuchte den Rückstand über den Kampf zu egalisieren. Mit der erhöhten Intensität wurde man jedoch auch zunehmend unkonzentrierter und emotionaler. Das technische Foul von Aaron Doornekamp markiert hierbei den ausschlaggebenden Faktor der Partie. Hagen nutzte den Vorteil von der Freiwurflinie und startete ab diesem Zeitpunkt einen neuen 12-2-Lauf.

Zum Leidwesen der Braunschweiger war dies die Geschichte des Spiels. Viel zu oft gelang man in einen Rückstand und musste sich zurückkämpfen. Auf dem Rücken von James Florence kam man zwar nochmals auf zwei Punkte heran, vergab auf den letzten Metern dann jedoch die Chance auf den Heimsieg, auch weil Hagen starke Nerven bewies und mit einem erzwungenem Ballverlust von Isiah Swann in den Schlussminuten den Auswärtssieg einfuhr. Phoenix Hagen ist damit weiterhin im Playoff-Rennen, auch weil man aufgrund der starken defensiven Leistung den Kontrahenten zermürbte und offensiv wesentlich effizienter spielte.

Einen Spieler bei Hagen herauszustellen ist, schwer, spielte der Gast doch mannschaftlich geschlossen und verteilte die Verantwortung auf etlichen Schultern. Braunschweig vertraute erneut auf Isiah Swann und James Florence, die beide mit 19 Punkten Top-Scorer der Partie waren. 

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EWE Baskets Oldenburg - ratiopharm ulm 76:62 (Boxscore)

Nicht dass es für ratiopharm ulm einer Motivation bedarf, in Oldenburg zu gewinnen um damit im Verfolgerkreis der Liga zu bleiben. Sollte das Team von Thorsten Leibenath jedoch nach der extra Portion gesucht haben, so musste man nicht weit schauen. Erst vor zwei Wochen standen sich die beiden Top Teams gegenüber, damals gewann Oldenburg in Ulm und konnte damit den Anschluss an die Tabellenspitze halten.

Der Gast zeigte zu Beginn, dass „Revanche“ weit oben auf der Aufgabenliste steht und war wesentlich engagierter und bissiger in den Aktionen, was die Überlegenheit beim Offensiv-Rebound und die Freiwurfstatistik in Halbzeit Eins untermalte. Oldenburg, das heute zum letzten Mal mit Andrea Crosariol auflief (er wird nach Venedig gehen), gestaltete die Partie trotz des aggressiven Starts der Gäste ausgeglichen, auch weil die Offensive wesentlich besser lief. Während man Mitte des zweiten Viertels langsam auf Betriebstemperatur war und über Julius Jenkins und Crosariol facettenreich punktete, suchte Ulm noch immer nach der Offensive. In Halbzeit Eins verzeichnete Per Günther nicht einen Assist. Waren es zu Beginn also die Second Chance Points und der Kampfgeist die Ulm im Spiel hielt, so konnte man in Halbzeit Zwei ohne funktionierende Offensive nicht mithalten. Die EWE Baskets starten furios aus der Pause, trafen in den ersten Minuten drei Mal aus der Distanz und führten zweistellig.

Ulms Head Coach Thorsten Leibenath stellte defensiv auf eine Zone um, in der Hoffnung, zurück in die Partie zu finden. Auch wenn Oldenburg aus den sich ergebenen freien Würfen kein Kapital schlug, so ließ man den Gast nie näher als -10 herankommen. Ein 11-3 Run zur Mitte des vierten Viertels besiegelte frühzeitig den Sieg der Hausherren. Ulm war zu keiner Zeit in der Lage, die Spurts der Oldenburger zu stören. Immer wieder waren es die Distanzwürfe (insgesamt +4), die Oldenburgs Führung auspolsterte. Als Kontrast war der Gast schwach aus allen Distanzen, konnte aus den Offensiv-Rebounds nichts machen und erlebte einen rabenschwarzen Tag von Edgar Sosa und Cameron Long, die kombiniert 1 von 18 trafen. Ulm verliert durch diese Niederlage ein wenig den Anschluss an die ersten sechs Plätze während Oldenburg auf den schwachen Dezember bisher einen starken Januar folgen lässt. 

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TBB Trier - Eisbären Bremerhaven 77.89 (Boxscore)

Das Aufeinandertreffen von Trier und Bremerhaven ist ein Duell der Tabellen- und Statistiknachbarn der Beko BBL. Über die Saison hinweg trennt diese beiden Teams nicht viel, im Hinspiel schlugen die Eisbären die Trierer dank der Rebound-Überlegenheit in eigener Halle und der totalen Dominanz von Devon Searcey gegen Andi Seiferth im Duell der Center.

An diese Leistung wollte Bremerhaven anknüpfen und startete furios in diese Partie. 15-0 führte man zu Beginn dank breit gezogener Offensive, einer Ganzfeld-Presse und schnellen Abschlüssen aus dem Defensiv-Rebound heraus. Triers Head Coach Henrik Rödl sah sein Team kaum anwesend. Der Gastgeber wirkte überhastet und wurde in schwache Abschlüsse gezwungen (1/7 aus dem Feld, 2/8 aus der Distanz).

Zu Beginn des zweiten Viertels mit 21 Punkten hinten liegend, entfachte Rödl das bisher fehlende Engagement in seiner Mannschaft. Trevon Hughes trug sein Team auf dem Rücken, punktete als Einziger konstant von außen und schien den Gast auf dem falschen Fuß zu erwischen. Ob dieser sich bereits zu sicher fühlte oder mit den schnellen Abschlüssen Triers nicht zurecht kam, letztendlich verschenkte man die große Führung zur Halbzeit und lag nur noch mit fünf Punkten vorn.

Normalerweise sieht man in solchen Situationen den Jäger im Vorteil, Trier begann die zweite Halbzeit jedoch ähnlich unkonzentriert wie zu Beginn. Bremerhaven holte zu einem 11-3-Lauf aus und zwang Henrik Rödl immer wieder zu Auszeiten und Versuchen, sein Team wach zu rütteln. Die schwache Wurfauswahl, besonders aus der Distanz (12/36) und vielen Ballverluste torpedierten jegliche Chancen, zurück in die Partie zu finden. Die sonst so sicheren Laurynas Samenas und Jermaine Bucknor trafen zusammen lediglich 1 von 13 von jenseits der Dreierlinie.

Zwar konnte Trier den Gast im letzten Abschnitt in Ballverluste zwingen, allerdings daraus kein Profit schlagen. Die Presse und Zone brachte Fehlwürfe der Eisbären, in der Offense fehlte allerdings jegliche Abschlussstärke und Geduld. Andreas Seiferth (ein Punkt, vier Rebounds und fünf Fouls in 18 Minuten) fand erneut nicht statt, was ebenfalls ein Zeichen für die nicht funktionierende Offensive von Henrik Rödls Team ist, schaut man auf die schwache Ausbeute aus der Distanz.

Hinzu kam ein grandiose Partie von Aufbauspieler Darius Adams, der seine Eisbären mit 30 Punkten, sechs Rebounds und vier Assists zwar nicht im Alleingang zum Sieg führte, jedoch klar der Spieler der Partie und zu keiner Zeit von Trier in den Griff zu bekommen war. Allein zehn Mal stand Adams an der Freiwurflinie und war überaus effizient in der Wurfauswahl.

Für die Eisbären ist der Sieg in Trier ein weiterer Beweis, dass viel Potenzial in diesem Team steckt. Trier sucht hingegen weiterhin nach der Konstanz im Spiel und lässt nach überzeugenden Partien in den letzten Spieltagen nun wieder Niederlagen folgen. 

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medi bayreuth - Brose Baskets 68:69 (Boxscore)

Das Oberfranken-Derby könnte derzeit nicht gegensätzlicher sein. Während der Meister aus Bamberg auf Platz Zwei der Tabelle rangiert, ist medi bayreuth am anderen Ende zu finden.

Doch gerade Nachbarsduelle scheinen besonderen Regeln zu folgen und so wirkten die ersten Minuten der Partie in der Oberfrankenhalle ausgeglichener, als die Tabellenposition es verrät. Das Team von Michael Koch konzentrierte ihr Spiel auf Abschlüsse am Brett über Center Brian Qvale, der immer wieder gute Anspiele erhielt und hochprozentig traf. Der Meister reagierte auf dieses engagierte und konzentrierte Spiel des Gastgebers mit gewohnter Treffsicherheit aus der Distanz und der Anpassung an die Strategie der Bayreuther. Man erzwang Ballverluste und fand in Kapitän Casey Jacobsen den Go-to-Guy, der in der ersten Halbzeit alle seiner fünf Versuche von jenseits der Dreipunktelinie versenkte und nach sechs Minuten zum ersten Mal die Führung übernahm. Dem gegenüber stand Bayreuth, dass nicht einen Dreier in der ersten Halbzeit treffen und das offensive Tempo des Kontrahenten mitgehen konnte.

Michael Koch fand in der Halbzeitpause jedoch die richtige Ansprache für sein Team, das wesentlich bissiger und aggressiver aus der Kabine kam als der Meister. Die Treffsicherheit der Mannschaft von Chris Flemming verschwand während Bayreuth Ballverluste erzwang, zweite Chancen durch Offensiv-Rebounds erkämpfte und auf eine erste Halbzeit ohne einen getroffener Dreier eine wesentlich bessere zweite Halbzeit aus der Distanz folgen ließ.

Dieser konstante Druck trug die 13-Punkte-Führung der Brose Baskets kurz vor Schluss auf einen Punkt ab. Spielmacher Anton Gavel vergab in den Schlussminuten von der Freiwurflinie die Chance, das Spiel früh zu entscheiden. Alle Souveränität des Meisters aus der ersten Halbzeit war verschwunden. Gavel vergab beide Freiwürfe, Zachary Wright im letzten Angriff die Chance, auf drei Punkte zu erhöhen. Somit war lag die Chance in den Händen der kämpfenden Bayreuther, das perfekte Ende dieses emotionalen Spiels zu schreiben. Mit noch wenigen Sekunden auf der Uhr verordnete Coach Koch seiner Mannschaft den Zug zum Korb, die mit Burrell und dem Mann des Abends auf Seiten Bayreuth, Brian Qvale gleich zwei Mal die Chance besaß, beim Spielstand von 68:69 den Sieg einzufahren. Beide Korbleger gingen daneben. Während Burrells Versuche gut verteidigt wurde war die Abwehr von Qvales Layup hingen fragwürdig. Die Fans in der ausverkauften Oberfrankenhölle sahen ein klares Foul am Center während des Versuchs. Die Schiedsrichter entschieden hingegen auf eine regelkonforme Abwehr, was Bamberg einen Sieg im Herzschlagfinale einbrachte.

Auch wenn man, angesichts der Situation in Bayreuth nichts von einem moralischen Sieg hören möchte, so hat die Mannschaft doch gezeigt, dass das wahre Leistungsvermögen weit höher liegt, als der Tabellenplatz es verrät. Bambergs Head Coach Chris Fleming hat trotz des Erfolgs weiterhin viel Arbeit vor sich, ist die gewohnte Geschlossenheit und Routine des Meisters in dieser Saison noch nicht vorhanden.

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Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

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