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München siegt knapp in Oldenburg / Dragons schlagen Albatrosse daheim

München siegt knapp in Oldenburg / Dragons schlagen Albatrosse daheim

Der FC Bayern holt sich dank dickerer Nerven und MVP Malcolm Delaney die 2:0 Führung in der Serie, Quakenbrück nutzt ein weiteres starkes Schlussviertel für den Heimsieg und Ausgleich in der Serie gegen Berlin – Die zweiten Spiele des Playoff-Halbfinales in der Zusammenfassung.

Die Ergebnisse im Überblick:

EWE Baskets Oldenburg - FC Bayern München 72:74

Artland Dragons - ALBA BERLIN 91:84

Von: Robert Jerzy

EWE Baskets Oldenburg - FC Bayern München 72:74 (Boxscore)

Der FC Bayern München hat mit einem 74:72 Sieg in Oldenburg die 2:0 Führung in dieser Serie übernommen und die Tür in Richtung Finale weit aufgestoßen. In der wichtigsten Phase der Partie übernahm der wertvollste Spieler der abgelaufenen Saison die Verantwortung und unterstrich, warum er die MVP Auszeichnung erhielt. Malcolm Delaney erzielte 11 seiner 16 Punkte in den letzten zehn Minuten und führte eine engagiertere Münchener Mannschaft zum knappen Erfolg.

Bis dahin kämpfte der Gast gegen einen sehr frühen Rückstand an, den die Oldenburger gleich zu Beginn der Partie erspielten. Mit 10-0 führte der Hausherr nach den ersten zwei Minuten und war gewillt, nicht nur den Ausgleich in der Serie herbeizuführen, sondern auch die hohe Niederlage aus Spiel eins wett zu machen. Svetislav Pesic, der im ersten Viertel zunächst auf Schadensbegrenzung aus war, wechselte Hamann für Delaney ein und erhielt in der Schlusssequenz Entlastung von den Bankspielern. Bei aller Oldenburger Stärke lag man immerhin nur mit sieben Punkten zurück.

Diesen Schwung nahmen die Bayern mit ins zweite Viertel welches man mit einem 5-0 Lauf eröffnete und ab dort die Partie offener gestalten konnte. Vor allem beim Offensiv-Rebound - eine Stärke, die bereits im ersten Spiel präsent war - konnte München immer wieder zusätzliche Chancen generieren und Oldenburg früh über die Teamfoulgrenze schicken. Auch in der Defense schaltete der FC Bayern fortan einen Gang hoch und stellte sich gegen die Pick & Roll Offensive der EWE Baskets besser ein.

Der Mann für die wichtigen Punkte für Sebastian Machowskis Mannschaft war Nemanja Aleksandrov, der erst im zweiten Viertel gegen die gegnerische Drangphase aus der Ferne traf und anschließend auch im dritten Viertel nach anfänglichen Schwierigkeiten für Oldenburg punktete. Aufgrund der Foulbelastung begannen die EWE Baskets die zweite Halbzeit nicht mit ihrem etatmäßigen Spielmacher Dru Joyce. Durch einen weiteren schwachen Beginn in diesem Abschnitt reagierte Machowski jedoch und brachte seinen General wieder zurück in die Partie. Ab dort entwickelte sich ein heißer Schlagabtausch. Während der Gastgeber seine erneut schwache Quote aus der Distanz mit gutem Mitteldistanzspiel vor allem über Adam Chubb (16) kompensierte, traf der FC Bayern etwas besser von jenseits der Dreierlinie. Im vierten und alles entscheidenden Viertel übernahm dann Malcolm Delaney die Kontrolle über das Spiel. Viele Tempowechsel in der Offense und ein immer funktionierendes Pick & Roll mit Thompson (14) oder Bryant (15) ließ München stets hauchdünn führen.

Die Schlussphase war dann ein Duell der Aufbauspieler. Erst erzielte Dru Joyce drei Punkte in Serie zur 72:70 Führung, darauf antworten konnte Delaney mit dem Ausgleich. Bei noch 19 Sekunden zu spielen hatte Oldenburg die Chance, mit Ballbesitz den Sieg einzufahren, im schlimmsten Fall die Verlängerung zu spielen. Ein verfrühter Abschluss am Brett von Adam Chubb konnte von den Bayern jedoch abgewehrt werden. Der anschließende Schnellangriff resultierte in einem Foul von Robin Smeulders am aggressiv zum Korb ziehenden Heiko Schaffartzik bei noch zwei Sekunden auf der Uhr. Der Nationalspieler versenkte beide Freiwürfe, der Notwurf von Chris Kramer fand nicht das Ziel.

Der FC Bayern München gewann diese Partie knapp dank einer starken Defense und besseren Entscheidungen im Schlussabschnitt und kann im kommenden Heimspiel den Einzug ins Finale klar machen.

Playoffstand: 2:0


Artland Dragons - ALBA BERLIN 91:84 (Boxscore)

Mit einem 91:84 Erfolg über ALBA BERLIN hat Quakenbrück in einem hart umkämpften Spiel den 1:1 Ausgleich in der Best-of-Five Serie erzwungen. Diese Partie wirkte wie ein Spiegelbild des ersten Aufeinandertreffens, in dem das Team von Tyron McCoy im vierten Viertel die defensiven Daumenschrauben ansetzte und den Berliner Vorsprung punktuell abbaute. Anders als am vergangenen Sonntag führte die heutige späte Leistungsexplosion allerdings zu einem Sieg.

Vor heimischer Kulisse waren die Artland Dragons das energischere und aggressivere Team in den letzten gut sieben Minuten. Bis dahin gab ALBA BERLIN die Rolle des abgeklärten Favoriten, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt und souverän sein Spiel durchzieht. Aber auch an der Mannschaft von Sasa Obradovic gehen 31 Fouls und 41 gegnerische Freiwurfversuche nicht spurlos vorbei. Quakenbrück war der Taktgeber, vor allem im alles entscheidenden vierten Viertel, welches man nicht nur mit 32:19 für sich entscheiden konnte, sondern Schlüsselspieler wir Cliff Hammonds auf Seiten der Albatrosse in erhebliche Foulbelastung brachte.

Ein Viertel reichte dem Hausherren, um den 7-Punkte-Rückstand zur Halbzeit wett zu machen und anhand einer kompakten Teamleistung den so wichtigen Sieg zu erringen. Speziell mit der Ganzfeldpresse der Dragons hatten die Berliner zu kämpfen, die ihre sonst so gewohnte Abgeklärtheit und Konstanz speziell in den letzten Minuten der Partie vermissen ließen. Artland kann hingegen auf eine kompakte Teamleistung zurückblicken, die den Schlachtplan von Tyron McCoy, den Berliner Korb kontinuierlich zu attackieren, perfekt umsetzten. Fünf Drachen punkteten zweistellig, allen voran Brandon Thomas (15), Antonio Graves (14) sowie Anthony King (13), der ein Gros seiner Punkte von der Freiwurflinie im vierten Viertel erzielte.

Die Artland Dragons haben mit diesem Sieg bewiesen, dass der Weg ins Finale für ALBA BERLIN kein einfacher sein wird. Das Herz und der Einsatz dieser Mannschaft ist groß und die Sorgenfalten werden bei Sasa Obradovic - angesichts eines weiteren Kollaps seiner Mannschaft im vierten Viertel - tiefer.

Playoffstand: 1:1


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