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Oldenburg - Bonn: Mit Heimvorteil und „Chubb-Effekt“ gegen den Angstgegner

Oldenburg - Bonn: Mit Heimvorteil und „Chubb-Effekt“ gegen den Angstgegner

Und ewig grüßt das Murmeltier! Auch in diesem Jahr treffen die EWE Baskets Oldenburg im Viertelfinale auf die Telekom Baskets Bonn. Wenn diese Serie schon im vergangenen Jahr, als die Oldenburger als Zweiter in die Playoffs gingen, über fünf Spiele ging, muss man sich in dieser Saison erst recht auf einen engen Ausgang einstellen – zumal die Bonner beide Hauptrunden-Partien gewonnen haben und damit ein wenig zum Angstgegner der „Donnervögel“ geworden sind.

Von: Horst Schneider

Samstag, 14.15 Uhr: Brose Baskets (2) – Artland Dragons (7)

Aktueller Aggregatzustand:

Beide Teams haben die Punktrunde mit einem eindrucksvollen Endspurt beendet. Die Oldenburger gewannen von ihren zurückliegenden acht Begegnungen sieben (einzige Niederlage gegen ... Bonn!), konnten damit allerdings ihre Tabellenposition nicht mehr verbessern. Die Bonner schlossen vier ihrer letzten fünf Spiele erfolgreich ab (einzige Niederlage in Bamberg) – und rückten somit noch auf Rang fünf vor.

Rotation Oldenburg*:

Point Guard: Dru Joyce, Kevin Smit

Shooting Guard: Chris Kramer, Julius Jenkins, Dominik Bahiense de Mello

Small Forward: Rickey Paulding, Konrad Wysocki

Power Forward: Nemanja Aleksandrov, Robin Smeulders, Travon Bryant

Center: Adam Chubb, Philipp Neumann, Jannik Freese

*Einer der sieben ausländischen Profis muss immer aussetzen.

Rotation Bonn:

Point Guard: Eugene Lawrence, David McCray

Shooting Guard: Benas Veikalas, Andrej Mangold

Small Forward: Ryan Brooks, Florian Koch

Power Forward: Tony Gaffney, Steve Wachalski

Center: Jamel McLean, Kurt Looby

Duell im Fokus: Welche Flügelzange greift besser?

Mit dem Oldenburger Duo Julius Jenkins / Rickey Paulding (zusammen 28,8 Punkte pro Spiel) und dem Bonner Pendant Benas Veikalas / Ryan Brooks (zusammen 27,9 Punkte pro Spiel) treffen zwei der gefährlichsten „Flügelzangen“ der Beko BBL aufeinander. Interessanterweise kommen die jeweiligen Topscorer (Jenkins und Brooks) in der Regel von der Bank.

X-Faktor gesucht: Adam Chubbs Comeback beflügelt Oldenburg

Adam Chubb fehlte den Oldenburgern fast in der gesamten Hauptrunde. Sein Saisondebüt feierte der Center erst am 30. Spieltag – bei der Niederlage in Bonn. In den folgenden Spielen, vor allem beim Sieg in Bamberg, war der positive „Chubb-Effekt“ aber unübersehbar.

Wer soll in der Crunch Time den Ball haben: Eugene Lawrence und Dru Joyce

Dru Joyce und Eugene Lawrence zählen zu den ballsichersten Spielmachern der Liga. Bei den Oldenburgern war in dieser Saison zudem Chris Kramer immer häufiger mehr als „nur“ der beste Verteidiger im Team und übernahm mit großem Kämpferherz auch in der Offensive in kritischen Situationen die Verantwortung.

Zahlen, bitte:

Bei der Wurfquote aus dem Feld liegen Bonn (45,9 Prozent) und Oldenburg (45,6) sehr nah beieinander, unterscheiden sich aber in der Wurfauswahl: Während die Bonner bei den Zweiern mit 52,7 Prozent in der Liga den dritten Platz belegen (Oldenburg liegt in dieser Kategorie mit 49,2 nur auf Rang 15), glänzen die „Donnervögel“ mit der besten Dreierquote der gesamten Liga (39,3). Die 34,9 Prozent der Bonner bedeuten Platz neun.

Die Saison der beiden Klubs:

Oldenburg: Die Oldenburger eröffneten die Hauptrunde mit 8:1 Siegen (einzige Niederlage gegen Bonn) und beendeten sie mit 7:1 Siegen (einzige Niederlage in Bonn). Zwischendrin gab es von Dezember bis März 10:7 Siege. Das größte Problem war dabei für Trainer Sebastian Machowski der Ausfall von Adam Chubb und die Integration der jeweiligen Ersatzleute (Andrea Crosariol bis zum Februar, im Januar kam Philipp Neumann und Ende Februar Travon Bryant).

Bonn: Die Bonner eröffneten die Punktrunde mit 7:1 Siegen und beendeten sie mit 4:1 Siegen. Zwischendrin war die Bilanz mit 10:11 eher wechselhaft. Dabei überraschte aber, wie gut und schnell die Bonner den plötzlichen Wechsel ihres Spielmachers Jared Jordan nach Bamberg verkraftet haben. Mit Jordan kamen sie auf 14:9 Siege (61 Prozent), mit ihrem neuen Point Guard Eugene Lawrence auf 7:4 (63,0).

Die ewige Bilanz / Duelle in dieser Saison:

In der ewigen Bilanz führen die Bonner mit 25:19 Siegen (inkl. der 1:1-Bilanz aus der EuroChallenge in der vergangenen Saison). 

Hinspiel: Am 6. Spieltag unterlagen die „Donnervögel“ den Bonnern 75:86. Durch diverse Verletzungen vor allem im Frontcourt geschwächt, verloren die Oldenburger das Rebound-Duell 26:36 und kassierten ihre erste Saisonniederlage. Topscorer: Dru Joyce (20) und Benas Veikalas (21).

Rückspiel: Am 30. Spieltag schlugen die Bonner die Oldenburger in einem Verlängerungskrimi 84:79. In der 25. Minute schon 39:57 hinten, starteten die Rheinländer eine furiose Aufholjagd und erzwangen nach einem unsportlichen Foul von Nemanja Aleksandrov 16 Sekunden vor Schluss noch die Verlängerung. Topscorer: Rickey Paulding (29) und Ryan Brooks (25).

Was keine Rolle spielen wird:

Das fünfte Finale von 2009, in dem Bonn als ewiger Vize eigentlich bereits Meister war, aber es dann doch irgendwie schaffte, wieder ins Tal der Tränen zu stürzen. Nur Rickey Paulding war aus den aktuellen Kadern damals bereits am Start.

Darauf freuen wir uns besonders:

Jamel McLean, mit im Schnitt 13,7 Punkten und 7,6 Rebounds der effektivste Spieler aus allen acht Playoff-Teams, lieferte sich in der vergangenen Saison im Viertelfinale (damals noch an der Seite von Chris Ensminger) unter den Körben packende Duelle mit Adam Chubb (und Ronnie Burrell). In dieser Saison gingen sich die beiden US-Center bislang aus dem Weg. Im Hinspiel fehlte Chubb verletzt, im Rückspiel musste McLean wegen einer Sperre zuschauen. Umso mehr werden die beiden es jetzt in den Playoffs krachen lassen.

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