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Oldenburg siegt mit 105:103 nach zwei Verlängerungen in München

Oldenburg siegt mit 105:103 nach zwei Verlängerungen in München

Die EWE Baskets gewinnen einen Basketball-Krimi beim FC Bayern München und halten die Halbfinalserie mit diesem Erfolg am Leben - Das dritte Spiel der Best-of-Five-Serie in der Zusammenfassung.

Das Ergebniss im Überblick:

FC Bayern München - EWE Baskets Oldenburg 103:105 n.V.

Von: Robert Jerzy

FC Bayern München - EWE Baskets Oldenburg 103:105 n.V. (Boxscore)

Mit einem 105:103 Erfolg halten die EWE Baskets Oldenburg ihre Chancen auf den Finaleinzug am Leben und verkürzen in der Halbfinalserie gegen den FC Bayern München auf 2:1. Dass der Vize-Meister die Serie noch längst nicht abgeschrieben hat, unterstreicht dieser Auswärtssieg im Audi-Dome nach zweimaliger Verlängerung.

Von Beginn an war die Partie ein Duell auf Augenhöhe und somit eine Fortsetzung von Spiel 2. Ungeachtet der ungewohnten Wurfschwäche aus der Distanz begann der Gast sehr abgeklärt und überlegt in der Offensive. Zwei Faktoren schadeten dem Spiel der „Donnervögel“ in dieser Playoff-Serie bisher - der schwache Distanzwurf und die Rebounds, sowohl in der Offensive, als auch in der Defense. Oldenburg nahm sich in den ersten vier Minuten des Spiels daher mehr Zeit, ihre Systeme zu spielen und den Ball laufen zu lassen, was in einer kleinen Führung resultierte. Der FC Bayern konnte vor allem über Deon Thompson Akzente setzen. Der Power Forward beendete den ersten Abschnitt mit 7 Punkten und 5 Rebounds, einige davon am offensiven Brett. in den ersten zehn Minuten zeigte der Tabellenführer zudem die exzellente Transition Defense und das schnelle Umschalten in die eigene Offensive. Oft war Oldenburg noch gar nicht formiert, da fanden die Münchener einen freien Mitspieler für einfache Punkte.

Ein weiterer Vorteil der Bayern ist zudem die tiefe Rotation, die in der ersten Halbzeit selten den Fluss im Spiel abbrechen ließ. Egal welche Aufstellung Svetislav Pesic auf das Parket schickte, die Abgeklärtheit in der Offensive und beim Kampf um den Rebound bzw. der defensiven Abstimmung war stets gegeben. Nach einer leichten Führung Mitte des zweiten Abschnitts für den FC Bayern fand Oldenburg plötzlich das Ziel von jenseits der Drei-Punkte-Linie. Nach 1/6 im ersten Viertel versenkten die Gäste 5/8 Versuche im Korb. Dieses Erfolgserlebnis war umgehend ein Katalysator für alle anderen Bereiche. Oldenburg kontrollierte den Rebound, erarbeitete sich zweite Chancen und hatte vor allem in Rickey Paulding einen Scorer, der bisher in der Serie noch nicht zu seinem Spiel fand. Seine 12 Punkte in Halbzeit eins waren mehr als seine gesamte Ausbeute in den ersten beiden Partien zusammen.

Beim Stand von 44:44 fand wie schon im zweiten Abschnitt der Hausherr besser in die Partie. Das dritte Viertel war die Malcolm Delaney Show, der nun wesentlich aggressiver nach seinem eigenen Abschluss suchte, allerdings auch immer wieder seine freien Mitspieler fand, was die sieben Assists unterstreichen. Bayern erhöhte den Druck in der Offensive, konnte Ballverluste erzwingen bzw. Oldenburg in schwierige Würfe drängen und münzte dies in Fast Break Punkte um. Auf Seiten der EWE Baskets waren stellenweise die offenen Dreier da, jedoch fielen sie nicht in der Konstanz der ersten Halbzeit.

Der FC Bayern spielte in der zweiten Halbzeit abgeklärter und kontrollierter - bis zum fünften Foul von Malcolm Delaney bei noch 2:44 Minuten zu spielen im vierten Viertel. München führte zu diesem Zeitpunkt mit 81:73 und wirkte wie der sichere Sieger. Was darauf folgte war ein 10:2 Lauf der Oldenburger, die das Fehlen des MVP nutzten und fortan gegen eine Bayern-Mannschaft spielten, der die Ordnung in der Offense fehlte und etliche Rebounds an die kämpfenden Gäste abgab. Rickey Paulding hatte zum Ende der regulären Spielzeit sogar noch die Chance, das Spiel mit einem Dreier gewinnen.

In beiden Verlängerungen war München erneut der Taktgeber und die kontrolliertere Mannschaft. Speziell das Pick & Roll Spiel zwischen Schaffartzik - der nun den Ausfall von Delaney kompensieren sollte - und John Bryant brachte immer wieder einfache Punkte, entweder durch die beiden Protagonisten selbst oder Deon Thompson, der die notwendige Rotation in der Oldenburger Defense für freie Abschlüsse nutzte. Die letzte Minute dieser Partie unterstreicht nicht nur den Kampfeswillen der Oldenburger sondern auch deren Achterbahnleistung. Mit 98:103 hinten liegend verwandelte Julius Jenkins zunächst lediglich einen von zwei Freiwürfen. Der Abpraller ging jedoch an Adam Chubb (sein zehnter Rebound in diesem Spiel) der Jenkins sofort anpasste für den komplett freien Dreier zum 102:103 aus Sicht der Gäste. Im anschließenden Angriff konnte Schaffartzik nicht antworten bevor Nemanja Aleksandrov den Distanzwurf zur Führung versenkte. Innerhalb einer Minute holte Oldenburg zu einem 7:0 Lauf aus, der den Auswärtssieg in München besiegelte.

In unterschiedlichen Phasen der Partie übernahmen etliche Oldenburger die Verantwortung. Speziell für Chris Kramer (16 Punkte), Rickey Paulding (25) und Julius Jenkins (17) war diese Leistung ein Befreiungsschlag, der in Spiel 4 allerdings wiederholt werden muss, möchte man eine entscheidende fünfte Partie herbeiführen. Der FC Bayern wird diese Niederlage hauptsächlich am Fehlen Malcolm Delaneys im vierten Viertel festmachen. Der MVP zeigte bis dahin seine Klasse mit 18 Punkten und 7 Assists. In Deon Thompson (20 Punkte und 12 Rebounds) sowie John Bryant (15) fand er kongeniale Partner im Pick & Roll Spiel und war durchweg die Kontrollinstanz im Spiel der Rot-Weißen. Die EWE Baskets Oldenburg haben die knappe Heimniederlage aus Spiel 2 mit diesem Erfolg wett gemacht. Der volle Fokus liegt nun auf dem Dienstag und dem Ausgleich in der Best-of-Five Serie der Beko BBL Playoffs 2014.

Playoffstand: 2:1


Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

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