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OrangeZone.Magazin: Man on a Mission - Thorsten Leibenath im Portrait

OrangeZone.Magazin: Man on a Mission - Thorsten Leibenath im Portrait

Jetzt neu: Das Print-Magazin von ratiopharm ulm. Ab Freitag in ganz Ulm & Neu-Ulm zu haben und schon jetzt als Online-Version. Exklusiv: Ein Portrait über Thorsten Leibenath.

Es gäbe viele Geschichten, die man an dieser Stelle über Thorsten Leibenath erzählen könnte. Geschichten über einen jungen Mann, der seine Träume mit fester Entschlossenheit verfolgte. Geschichten über Fleiß, Angst und die Kunst, aus einer Krise gestärkt hervorzugehen. Geschichten über Busfahrten in Schottland, Talfahrten im Artland und die Achterbahnfahrt zu einem der besten Trainer Deutschlands. Sie alle sollen auf diesen Seiten Platz finden. Doch keine beschreibt so prägnant, wer Thorsten Leibenath ist, wie die Momente nach dem verlorenen Pokal-Finale Ende März. Als die Konfettikanone Papierschnitzel in gold-gelbem ALBA-Anstrich in die Luft schießt und der Traum von einer orangen Titelsause passé ist, bricht sich beim Ulmer Head Coach die Enttäuschung Bahn. Leibenath ringt vor der Kamera um die Fassung und überlegte Art, die ihn sonst auszeichnet; schwankend zwischen sachlicher Analyse und emotionaler Überwältigung, zwischen Stolz und tiefer Trauer. Es sind bittere Augenblicke, doch sie dokumentieren, was diesen Mann in Ulm so beliebt macht: „Thorsten ist sehr emotional – er verstellt sich nicht“, bringt es Manager Dr. Thomas Stoll auf den Punkt. „Man sieht ihm an, dass er seinen Job liebt.“ Doch auf der anderen Seite ist Leibenath keiner, der verpassten Chancen lange nachtrauert: Schon bei der Pressekonferenz wirkt er wieder besonnen, und „am Tag danach war meine Motivation wieder absolut da“, sagt er später. Es geht weiter – auch nach der dritten Finalniederlage in drei Jahren.

Thorsten Leibenath ist ein grundoptimistischer Typ. Einer, der im einen Moment hadert und im nächsten nach vorne blickt. Eine „rheinische Frohnatur“, wie er sich selbst augenzwinkernd bezeichnet – ohne aber den notorischen Schönredner zu geben. „Thorsten ist jemand, der immer positiv denkt und an sich glaubt“, weiß sein einstiger Chef und guter Freund Stefan Koch. Eine Haltung, die ihn zu einem der Besten seiner Zunft machte – und dafür sorgte, dass er auf dem Weg dahin sein Ziel nie aus den Augen verlor. Dabei standen die Sterne wahrlich nicht immer günstig.

Absage von Bauermann: „Für Leverkusen reicht es nicht“

Leverkusen ist in den 1980er und 90er Jahren das Mekka des deutschen Basketballs. Sagenhafte neun Meisterschaften gehen zwischen 1985 und 1996 auf das Konto der Bayer-Dynastie. Damals gibt es am Rhein schlicht kein Vorbeikommen an Basketball – auch nicht für Thorsten Leibenath. Nachdem Handball bald keinen Spaß mehr macht und Fußball den Leibenaths zu risikoreich für ihren Sohn erscheint, ist es der Zufall, der den Steppke eines Tages zum Basketball bringt. Gerade hatten es zwei frühere Klassenkameraden von Schwester Antje – Detlef Schrempf und Uwe Brauer – ins Basketball-Nationalteam geschafft. „Meine Schwester meinte dann: ‚Probier’ doch auch mal Basketball’“, erinnert sich Leibenath. Nach einem halben Jahr in einer Schul-AG ist Thorsten zehn Jahre alt, als er sich bei Bayer Leverkusen im Verein anmeldet.

Als Teenager ist Leibenath ein aussichtsreiches Talent; einer, der sich mit Haut und Haar seinem Traum von einer Basketball-Laufbahn verschreibt, teils in Jugend- und Amateurteams zugleich spielt – und doch den Sprung ins Profilager nicht schafft. Als Leibenath volljährig ist, kommt Dirk Bauermann auf ihn zu: „Thorsten, du machst deine Sache gut, aber es reicht nicht. Du hast keine Chance in Leverkusen“, lautet das unmissverständliche Urteil von Bayers Bundesliga-Coach. Der Frust ist für einen Moment groß – doch Leibenaths Ehrgeiz ist größer. Für den Kader des Serienmeisters mag es nicht genügen, „aber ich wollte es trotzdem über einen Umweg in die 1. Liga schaffen“, blickt Leibenath zurück. Mit 18 Jahren kehrt er seinem Elternhaus den Rücken und zieht mit zwei Teamkameraden ins hessische Lich, um dort neben dem Abitur in der zweiten Liga die nächste Sprosse auf der Karriereleiter zu nehmen. 

Das komplette Portrait, ein Playoffs-Special sowie viele weitere Themen finden Sie in der Orange Zone #4.

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