FB Twitter Instagram YouTube Google+
Simon Says
Simon Says: Bester Nachwuchsspieler 2014 – Welcher Jüngling hat sich diese Saison ins Rampenlicht...

Simon Says: Bester Nachwuchsspieler 2014 – Welcher Jüngling hat sich diese Saison ins Rampenlicht...

Kommende Woche werden die individuellen Awards in der Beko BBL vergeben. Für die Auszeichnung als bester Nachwuchsspieler (1991 oder später geboren) kommen bei mir vor allem drei deutsche Big Men in Frage.

Honorable Mention:

Zuerst zwei Jungs, die keine Chance auf den Award haben, denen ich aber zumindest eine ehrenvolle Erwähnung zukommen lassen möchte. Zum einen ist das Ulms Jonathan Maier wegen seiner acht Punkte und dem Rockerrookie-Dunk in Berlin (hier am Ende im Video). Zum anderen Braunschweigs Maurice Pluskota, der gegen Oldenburg und Würzburg einsprang (lies: einstopfte) und am Ende dieses Videos zeigt, dass er auf der Homie-Schule im Fach „Gangsta-Gestik für Anfänger“ echt aufgepasst hat:

Auf einem guten Weg:

Nun ein paar Jungprofis, die auf einem guten Weg den nächsten Schritt gegangen sind.

Triers Mathis Mönninghoff: Der ehemalige Kapitän der U20-Nationalmannschaft startete zuletzt in Trier regelmäßig und gegen Teams aus dem Tabellenkeller läuft es auch mit dem Scoren richtig gut: 20 Punkte gegen Vechta und jeweils 13 gegen Tübingen und Bayreuth

Frankfurts Johannes Voigtmann und Konstantin Klein: Beide spielten über den Erwartungen, aber wenn ein Frankfurter Jungspund für diesen Award in Betracht gezogen werden sollte, sollte sich sein Name reinem auf Banilo Darthel.

Oldenburgs Philipp Neumann: Hatte in Oldenburg mehr Spielanteile als in Bamberg, aber es reicht nicht, um als bester Nachwuchsspieler ernsthaft in Erwägung gezogen zu werden. Bin gespannt, wie es nach Adam Chubbs Comeback für den 22-jährigen Neumann mit der Einsatzzeit in den Playoffs aussieht …

Tübingens Bogdan Radosavljevic: Der einzige 1993er in dieser Runde. In den vergangenen acht Partien sechs Mal zweistellig gepunktet, darunter 24 Punkte beim MBC. Range bis hinter die Dreierlinie und über die Saison satte 54 Prozent aus dem Feld eingenetzt - sollte Tübingen absteigen, wird es an Angeboten aus der Beletage nicht mangeln. Aber: Ein 2,13 Meter großer Center, der in knapp 16 Minuten Einsatzzeit im Schnitt 2,9 Rebounds abgreift und über die Saison ganze sieben Würfe blockt? Im Hustle-Bereich ist noch Platz nach oben!

Bronze: Würzburgs Maxi Kleber

Wer hätte gedacht, dass Maxi Kleber sich in dieser Saison vom zweiten Peter Fehse zu einem ALLSTAR unserer Liga entwickelt? Ein tolles Jahr für den Würzburger in einer schwierigen Saison für seinen Klub. Zwar hatten Trainerwechsel und Abstiegskampf Einfluss auf seine Leistungen, aber der war überschaubar und mittlerweile hat sich Kleber wieder stabilisiert. Wie im Video oben zu sehen sind sein Drive und sein Dribbling elegant und sicher, aus dem Trio Theis/Barthel/Kleber ähnelt er am ehesten einem Flügelspieler. Nach 23 Auftritten ohne ein verpasstes Spiel kam allerdings das Murmeltier in dieser Woche zurück und sah definitiv einen Schatten:

Silber: Frankfurts Danilo Barthel

Mein Kandidat für den MIP-Award und mit 11,3 Punkten im Schnitt der beste U23-Scorer in dieser Saison. Aber der offizielle TÜV-Tester für die Korbanlagen der Beko BBL bekommt in Frankfurt auch satte 29 Minuten im Schnitt und Daniel Theis liefert in Ulm in einem stärker besetzten Team mit zehn Minuten weniger Einsatzzeit ähnliche Stats. Deshalb bleibt für Barthel nur der zweite Platz.

Bester U23-Spieler 2014: Ulms Daniel Theis

Nach Dennis Schröder 2013 könnte dieses Jahr wieder ein Mann von Braunschweigs Nachwuchstrainer Liviu Calin die Auszeichnung als bester Nachwuchsspieler abgreifen. Sein großer Auftritt in Ulm beim Pokalwochenende führte sogar dazu, dass wir unsere Top Ten umbenennen mussten. Deutsche Big Men mit solch einer Mischung aus Athletik und Beweglichkeit wie bei Theis gibt es nicht alle Tage. Wenn Theis dunkt, sieht es hart aus. Und wenn Theis blockt, sieht es auch hart aus. Beeindruckend ist, weniger seine reine Sprungkraft, sondern wie schnell er oben ist, vor allem auch im Reboundkampf beim zweiten oder dritten Sprung hintereinander. Natürlich nimmt er für eine Dreierquote von 24,1 Prozent (13/54) vor allem in der Crunchtime noch zu viele Versuche aus der Distanz, aber die Wurfbewegung an sich sieht gut aus und er zögert nicht – alles andere wird sich mit wachsender Erfahrung ergeben.

Prognose: Münchens Paul Zipser – Bester U23-Spieler 2015

Auch wenn er in der Beko BBL in dieser Saison nur neun Punkte erzielt hat, möchte ich mich aus dem Fenster lehnen: 2015 wird die Auszeichnung als bester Nachwuchsmann übrigens einstimmig an Münchens Paul Zipser gehen. Nagelt mich drauf fest und erinnert mich dran! Bei den beiden letzten Auftritten Bayerns in der Euroleague schlug sich der Small Forward nicht nur ganz wacker, sondern zeigte Phasen, in denen er dominierte. Richtig gelesen. Gegen Tel Aviv ließ er in der Crunchtime David Blu mehrfach stehen, fand gute Lösungen im Drive und erzielte sieben Punkte. In Krasnodar kam er auf 14 Punkte und war von der sechsten bis zur zehnten Minute an jedem Münchner Korb beteiligt: Zuerst netzte er einen Zweier und einen Dreier ein, dann spielt er mit Ablauf der Shotclock einen Laserpass in die Zone auf den schneidenden Chevy Troutman, der frei einnetzt. Kurz danach wird Zipser beim Fastbreak gefoult, vollendet fast noch den Dunk, trifft aber beide Freiwürfe, um anschließend erneut Troutman für einen offenen Dreier zu finden. Welch ein Blick in die Zukunft. Watch out, Benzing!

Abschließend der Hinweis, dass diese Kolumne nicht die offizielle Meinung der Beko BBL darstellt, sondern Einschätzungen von mir als Mitarbeiter des Ligabüros in Köln sind. Wenn Ihr meine Meinung für einen geistigen Airball haltet, lade ich Euch auch zum Diskutieren auf die Pinnwand unserer Facebook-Seite ein (jeder der dort „Gefällt mir“ drückt, kommt übrigens in mein Buch der coolen Leute). Besten Dunk fürs Lesen!

Telekombasketball.de

Alle Spiele LIVE und in HD!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport