FB Twitter Instagram YouTube Google+
News
Starke zweite Hälfte: Bayern sichert sich durch ein 92:86 den Matchball

Starke zweite Hälfte: Bayern sichert sich durch ein 92:86 den Matchball

Der FC Bayern München ist nur noch einen Sieg vom Meistertitel entfernt. In einer intensiven Partie sicherten sich die Münchener zuhause einen 92:86-Sieg über ALBA BERLIN, der vor allem auf eine starke zweite Hälfte fußte. – Das dritte Finalspiel in der Zusammenfassung.

Von: Manuel Baraniak

FC Bayern München – ALBA BERLIN  92:86 (Boxscore)

Ganze 53 Punkte erzielte der FC Bayern München in der zweiten Hälfte und drehte damit eine Begegnung, die ALBA BERLIN in der ersten Halbzeit durch ihre starke Offensive noch bestimmt hatte. Mit dem 92:86-Heimerfolg im mit 6.700 Zuschauern ausverkauften Audi Dome geht der Hauptrundenerste in der Finalserie mit 2:1 in Führung. Damit können die Münchener mit einem Auswärtssieg in Berlin am kommenden Mittwoch (live auf SPORT1 ab 19:15 Uhr) den Meistertitel perfekt machen.

Das Vorhaben des Heimerfolgs startete Bayerns Cheftrainer Svetislav Pesic dabei mit einer veränderten Startformation: Point Guard Steffen Hamann sowie die Big Men Chevon Troutman und Bryant liefen von Beginn an auf.

In der Berliner Zone spielte sich somit auch das Geschehen anfangs ab, was aber an der Devise der Gastgeber lag, immer wieder durch Drives zum Abschluss zu kommen. Jedoch präsentierten sich nicht die Münchener, sondern die Berliner treffsicherer – und das aus der Distanz: Drei Dreier von Cliff Hammonds, Reggie Redding und David Logan sorgten für einen 9:0-Lauf der Albatrosse und eine 10:16-Führung.

Nachdem die Münchener den Druck in der Verteidigung, teils mit einer Ganzfeldpresse, erhöht hatten, ging es mit einem 20:20-Zwischenstand in die Viertelpause.

Mit drei Dreiern eröffneten die Gäste den dritten Spielabschnitt, zwei Treffer von „Downtown“ kamen dabei von Alex King. Ganze dreieinhalb Minuten dauerte es, ehe John Bryant die ersten Punkte Münchens markierte. Der Center war nun besser im Spiel, nachdem er nach fünf Minuten bereits zwei Fouls auf dem Konto hatte.

Wenig später brachte Malcolm Delaney mit fünf Zählern in Folge den Bayern die 33:32-Führung ein. Doch ALBA antwortete mit ihrer Stärke an diesem Sonntagabend: den Distanzwurf. Erst Reggie Redding, später David Logan zweimal, und Berlin konnte sich dank eines 11:2-Laufs leicht absetzen, kurze Zeit sogar zweistellig.  

Mit einer 48:39-Führung gingen die Albatrosse in die Kabine und hatten bis dahin neun ihrer 18 Dreier sowie 70 Prozent ihrer Zwei-Punkte-Würfe getroffen. Durch ihre gute Offensiv-Rebound-Arbeit und starke Freiwurfausbeute ließen die Münchener die Gäste aber nicht zu weit davonziehen.

Nach der Halbzeitpause ließ Svetislav Pesic die Münchener klein spielen, mit Bryant als einzig etatmäßigen Big Man. Und „Big John“ lieferte „Big Points“ ab und verzeichnete einen persönlichen 9:0-Lauf. Folgte zunächst die Berliner Antwort prompt, erspielten sich aber fortan die Hausherren Vorteile: Vor allem die deutschen Guards um Heiko Schaffartzik, Steffen Hamann und Lucca Staiger waren dafür verantwortlich, dass es beim Stand von 66:66 in den Schlussabschnitt ging. Ganze 27 Zähler hatten die Münchener im dritten Viertel aufgelegt.

Das Momentum wechselte endgültig auf die Münchener Seite, als John Bryant und Steffen Hamman für das 76:68 verantwortlich zeichneten – der bis dato höchsten bayerischen Führung der Begegnung. Vorentscheidende Szenen spielten sich dann Mitte des Durchgangs ab:

Erst pflückte Bryce Taylor den zum Korbleger gehenden Reggie Redding, um auf der Gegenseite einen Dreier einzunetzen. Danach klaute Robin Benzing das Leder von Redding, stopfte im Fastbreak trotz Foul ein und stellte eine Zwölf-Punkte-Führung her.

Doch die Albatrosse gaben nicht auf und kamen in der Schlussphase kontinuierlich zurück: Sven Schultze verwandelte zwei Dreier in Folge und verkürzte auf sechs Punkte bei eineinhalb Minuten auf der Uhr.

Die intensiv geführte Partie zollte ihren Tribut, als wenige Sekunden danach Berlins Reggie Redding mit seinem fünften Foul auf der Bank Platz nehmen musste. Dieses Schicksal hatte zuvor auch John Bryant und Robin Benzing ereilt.

Eine Aufholjagd konnten die Berliner somit nicht mehr starten. Für die letzten Zähler der Partie war Malcom Delaney zuständig, der an der Linie bei 23 Sekunden zu spielen den Endstand von 92:86 markierte.

Mit 26 Punkten (zudem 7 Reb) war der Point Guard auch der Topscorer der Partie, als er erneut seine Treffsicherheit von der Linie unter Beweis stellte (11/13 FT). Als Team verwandelten die Münchener starke 85 Prozent ihre Freiwürfe. Vor dem Sprungball erhielt Delaney die MVP-Trophäe aus den Händen von Beko BBL-Geschäfsführer Jan Pommer. Trotz Foul-Belastung war John Bryant in 20 Minuten für 16 Punkte und sieben Rebounds gut. Mit 43:29 ging das Rebound-Duell deutlich an die Bayern.

Auf Berliner Seite punkteten gleich sechs Spieler zweistellig; Cliff Hammonds (15 Pkt) stellte den besten Punktesammler; David Logan versenkte vier Dreier für 14 Zähler. Nach ihrer offensivstarken ersten Hälfte kamen die Berliner in der zweiten Halbzeit nur noch auf 38 Zähler sowie eine Feldwurfquote von 28 Prozent.

Playoffstand: 2:1

Videos zum Spiel gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

Telekombasketball.de

Alle Spiele LIVE und in HD!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport