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Europapokal-Vorberichte
Starpower satt: Nikola Mirotic, Rudy Fernandez und „Los Sergios“ - Bayern empfängt Überteam von...

Starpower satt: Nikola Mirotic, Rudy Fernandez und „Los Sergios“ - Bayern empfängt Überteam von...

Die Hoffnungen des FC Bayern München, in der Euroleague überraschend das Achtelfinale zu erreichen, haben durch die Niederlage in Belgrad einen Dämpfer erhalten. Realistisch kalkuliert müssen die Bayern von den ausstehenden fünf Spielen wohl drei gewinnen. Oder sollen wir besser sagen, die Bayern müssen drei der letzten vier Spiele gewinnen? Der nächste Gegner, der am Donnerstag in den Audi Dome kommt, heißt nämlich Real Madrid und hat in der gesamten Saison (Liga und Pokal in Spanien sowie Euroleague) von 44 Spielen erst eines verloren und kommt mit dieser Bilanz im Rücken natürlich als haushoher Favorit zum Euroleague-Neuling.

TV-Termin:

Paarung: Bayern München – Real Madrid (Do, 13.3., 20.45 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 20.30 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1 und als kostenfreier Internetstream hier auf unserer Homepage.


Trainer Pablo Laso erntet Früchte seines „Drei-Jahres-Plans“

Wie unerschütterlich das Selbstbewusstsein einer von Sieg zu Sieg eilenden Mannschaft ist, erfuhr der FC Bayern beim Hinspiel, als die Münchener mit hoher Treffsicherheit von der Dreierlinie gegen die etwas zu lässig ins Spiel startenden Madrilenen schnell in Führung gingen und zur Halbzeit nur 47:48 hinten lagen. Nach dem Seitenwechsel kam Real jedoch verwandelt aus der Kabine, machte mit 41 Punkten im dritten Viertel kurzen Prozess mit dem Bundesligisten und gewann am Ende mit seinem bislang zweithöchsten TOP16-Resultat 111:87:

Nicht zuletzt diese spektakuläre Leichtigkeit, mit der Real zu seinen Siegen kommt, hat die „Königlichen“ längst zum Superfavoriten auf den Gewinn des Final Fours von Mailand gemacht. Trainer Pablo Laso, der die Mannschaft 2011 auf einem Tiefpunkt übernommen hat und mit einer damals sehr jungen Mannschaft um „Los Sergios“ (die Spielmacher Llull & Rodriguez) und den aufkommenden Superstar Nikola Mirotic einen radikalen Neubeginn gewagt hat, ist mit seinem Dreijahresplan voll im Soll. Mit wieviel Fingerspitzengefühl Laso an seinem Erfolgsteam bastelt, zeigt auch die Verpflichtung von Marcus Slaughter, dessen Wechsel aus Bamberg vor zwei Jahren viele Beobachter überraschte, der sich mit seiner Athletik aber im Real-Mannschaftsgefüge schnell als ein perfekt passendes Puzzleteil erwiesen hat.

Real kann mit Sieg in München Playoff-Teilnahme klarmachen

Einzig die Verletzungen seiner beiden US-Amerikaner Dontaye Draper (als defensivstarker dritter Spielmacher ein wichtiger Joker für Real) und Jaycee Carroll (der gefährlichste Dreierschütze im Team) trieb Trainer Laos Ende Februar ein paar Sorgenfalten auf die Stirn. Doch selbst „ohne zwei“ setzte Real seinen Siegeszug mit Kantersiegen über Zalgiris Kaunas (108:72) und Partizan Belgrad (80:57) fort und auch auswärts bei Galatasaray Istanbul behielt Real im ausverkauften Abdi-Ipekci-Hexenkessel das Geschehen ständig unter Kontrolle und gewann mit 18 Punkten durch Nikola Mirotic 85:74. „Das waren unsere bisher besten 40 Minuten“, gefiel Trainer Laso vor allem die Konstanz, mit der sein Team diesen heiklen Charaktertest bestand. Real gewann jedes Spielviertel knapp, aber souverän.

Mit einem Sieg in München kann sich Real (8:1 Siege, einzige Niederlage beim Co-Tabellenführer ZSKA Moskau) am Donnerstag schon am fünftletzten TOP16-Spieltag sicher für die Euroleague-Playoffs qualifizieren. In der spanischen Liga hat Real dieses Ziel der vorzeitige Qualifikation für die Postseason bereits am letzten Wochenende mit einem 83:68 über Obradoiro unter Dach und Fach gebracht. Der Auswärtssieg in Santiago de Compostela beim sehr heimstarken Neunten der Liga Endesa markierte Reals 22. Sieg im 22. Spiel. Wieder war Nikola Mirotic mit 16 Punkten (nur zwei Fehlwürfe) und acht Rebounds Reals auffälligster Werfer. Gleichwohl erdrückten die Madrilenen Obradoiro vor allem mit ihrer guten Verteidigung und den daraus resultierenden Schnellangriffen. Rudy Fernandez war mit 20 Punkten (4/6 Dreier) Topscorer. Sergi Llull (16) und Sergio Rodriguez (neun) führten mit zusammen zwölf Assists mit gewohnter Umsicht und Genialität Regie.

Real Madrid im Stenogramm

Guards: Sergio Llull (26, 190, 12 ppg, 4 apg), Sergio Rodriguez (27, 189, 14 ppg, 53% Dreier, 5 apg, bester Passgeber der spanischen Liga), Jaycee Carroll (31, 188, USA, verletzt), Dontaye Draper (29, 181, US/CRO, verletzt).

Forwards: Tremmel Darden (32, 194, USA), Rudy Fernandez (28, 196, 13 ppg, 4 apg, bester Balldieb der spanischen Liga), Nikola Mirotic (22, 208, MNE/ESP, 13 ppg, 54% Dreier, 1 bpg, effektivster Spieler der spanischen Liga), Daniel Diez (20, 201).

Center: Ioannis Bourousis (30, 210, GRE, 6 rpg, 1 bpg), Felipe Reyes (33, 204), Marcus Slaughter (28, 204, USA, Ex-Bamberg und -BHV), Salah Mejri (27, 217, TUN, 1 bpg).

Headcoach: Pablo Laso (46, dritte Saison bei Real).

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