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Steffen Hamann engagiert sich als Botschafter für Tansania

Steffen Hamann engagiert sich als Botschafter für Tansania

Einer der erfolgreichsten deutschen Basketball-Spieler und Kapitän des FC Bayern München Basketball ist Botschafter für den Münchner Verein „Jambo Bukoba e. V.“, der sich für Kinder und Jugendliche in Tansania einsetzt. Wie er die abgeschlossene Bundesliga-Saison beurteilt, wie er sich von den anstrengenden Playoffs erholt und was ihn mit den Kindern in Tansania verbindet, verrät der Point Guard im Interview.

Sie stehen mit dem FC Bayern München im Playoff-Finale der BEKO BBL. Worauf liegt in der Vorbereitung Ihr Schwerpunkt?

Nach dem letzten anstrengenden Spiel zunächst einmal auf Regeneration. Dann an zweiter Stelle die mentale Fitness. Die körperliche Fitness haben wir uns bereits in den letzten Wochen in harter Arbeit mit unserem Trainer Svetislav Pesic gesichert. Nun können wir das Trainingspensum von  2 x täglich auf 1 x täglich reduzieren. Aufgrund der Reisen zu den Spielen sind wir viel unterwegs. Deshalb konzentrieren wir uns in der kurzen Vorbereitungszeit, die uns noch bleibt, darauf, das Spiel unserer Gegner per Videoanalyse zu studieren und uns geistig in Siegerposition zu bringen.

Und wie belohnen Sie sich nach dem – hoffentlich ruhmreichen – Finale?

Fürs Erste wird mit der ganzen Mannschaft gefeiert! Und dann will ich mal raus aus München, ab in die Natur. Mit Freunden ans Wasser, in der Sonne liegen und relaxen. Einfach zehn Tage nichts tun und runter kommen. Städtereisen sind dagegen eher nichts für mich.

Welche Pläne haben Sie persönlich für die Sommermonate / für die nächste Saison?

Im August geht wieder die Vorbereitungszeit los. Dann werde ich mich auch mit dem FC Bayern zusammensetzen und die weitere Zusammenarbeit besprechen können. Ich würde mich freuen, wenn wir meinen Vertrag noch mal verlängern können. München ist meine Heimatstadt geworden. Aber jetzt konzentriere ich mich zunächst einmal auf das Finale der Playoffs!

Seit kurzem sind Sie offizieller Botschafter für den Münchener Verein Jambo Bukoba e.V.. Was verbindet Sie mit den Kindern und Jugendlichen in Tansania, für die der Verein sich stark macht?

Die Idee, Kinder mit Sport zu begeistern, hat mich überzeugt, da ich aus eigener Erfahrung die Kraft des Sports kenne. Jambo Bukoba hat das Ziel, die Kinder in Tansania von ihrem schwierigen Alltag abzulenken und sie durch Sport in ihrem Kampf gegen HIV/AIDS zu Siegern zu machen. Gleichzeitig unterstützt der Verein sie in ihrem Streben nach Bildung. Die Kinder und Jugendlichen lernen, mit Niederlagen umzugehen, Rückschläge einzustecken und schwere Situationen zu meistern.

Welche Niederlagen mussten Sie bereits in Ihrem Leben meistern?

Ohh, im Basketball viele. Allerdings habe ich die Möglichkeit, diese ein paar Tage später, im nächsten Spiel, wieder gut zu machen. Wichtig ist hierbei das Mannschaftsgefüge. Wenn es gut läuft, ist es leicht zusammenzuhalten. Aber ein gutes Team zeichnet sich dadurch aus, dass es auch bei Niederlagen eng zusammensteht. Am Ende zählt, dass man immer einmal öfter aufgestanden als hingefallen ist. Wobei die Kinder und Jugendlichen in Tansania damit sicher mehr zu kämpfen haben  als wir hierzulande.

Wie sieht Ihre Botschafterrolle für die Entwicklungsinitiative aus, welche Aktionen sind in nächster Zeit geplant?

Wir arbeiten gerade an einem Konzept für Schulen im Münchner Raum, das wir im kommenden Schuljahr umsetzen möchten. Es ist ein Wettbewerb, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Tansania und Jambo Bukoba e.V. beschäftigen. Sie müssen sich hierbei mit den Problemen eines Entwicklungslandes auseinandersetzen und dürfen sich neue Sportspiele ausdenken, die vor allem Jugendliche in der Pubertät für die Themen Gleichberechtigung, HIV und AIDS sensibilisieren. Ich sitze in der Jury und am Ende werde ich die Siegerklasse persönlich belohnen – aber womit, verrate ich noch nicht!

Über Jambo Bukoba:

Der Münchner Verein Jambo Bukoba e.V. engagiert sich seit mehr als fünf Jahren im Nordwesten Tansanias in der Region Kagera, deren Hauptstadt Bukoba ist. Unter dem Motto „Kinder durch Sport stark machen“ geht es dem gemeinnützigen Verein vor allem darum, in den Bereichen Gesundheit (HIV/Aids), Chancengleichheit für Mädchen sowie Bildung neue Impulse zu geben. Ein eigens von Jambo Bukoba e.V. entwickeltes Fortbildungsprogramm vermittelt tansanischen Lehrern, wie sich Sport und Spiel einsetzen lassen, um soziale Fähigkeiten wie Vertrauen, Selbstbewusstsein, Teamgeist oder Achtung vor dem anderen Geschlecht zu entwickeln. Die Siegerschulen der jährlich stattfinden Sportwettbewerbe „Bonanzas“ erhalten finanzielle Unterstützung zur Sanierung oder zum Bau von z.B. Klassenzimmern oder Toiletten. Jambo Bukoba wird unter anderem unterstützt von der Deutschen Post DHL, der Deutschen Sporthochschule Köln sowie der tansanischen Regierung.

Mehr Informationen zu Jambo Bukoba e.V. unter www.JamboBukoba.com sowie unter www.facebook.com/jambobukoba.

Jetzt helfen:

Jambo Bukoba e.V. ist gemeinnützig und im Vereinsregister München unter VR 202007 eingetragen.
IBAN: DE59700202700660531637 BIC: HYVEDEMMXXX, UniCredit Bank – HypoVereinsbank

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