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Tigers schießen Dragons ab / Ulm gegen Braunschweig im Glück

Tigers schießen Dragons ab / Ulm gegen Braunschweig im Glück

Die WALTER Tigers Tübingen schöpfen wieder Hoffnung im Abstiegskampf: Gegen die Artland Dragons spielten sich die Schwaben in einem wahren Offensivspektakel den Frust von der Seele und stellten den Saisonrekord für den höchsten Sieg ein. Immanuel McElroy vergab derweil mit zwei verfehlten Freiwürfen die Braunschweiger Chance auf einen Sieg in Ulm. Trier und Hagen siegten unterdessen in Weißenfels respektive Vechta.

Die Ergebnisse im Überblick:

ratiopharm ulm – New Yorker Phantoms Braunschweig 81:79

Mitteldeutscher BC – TBB Trier 80:84

RASTA Vechta – Phoenix Hagen 67:75

WALTER Tigers Tübingen – Artland Dragons 104:64

Von: Joshua Wiedmann

ratiopharm ulm – New Yorker Phantoms Braunschweig 81:79 (Boxscore)

Nach zuletzt drei Beko BBL-Pleiten in Folge kann ratiopharm ulm wieder jubeln. Der 81:79-Erfolg kam aber mit Schützenhilfe von Braunschweigs Immanuel McElroy zustande, der kurz vor Schluss einen möglichen Phantoms-Sieg an der Freiwurflinie liegen ließ.  

Die Phantoms hatten sich viel vorgenommen in Ulm – das bewies besonders der Ex-Ulmer Isaiah Swann mit schnellen sieben Zählern. Nach nach einem starken Phantoms-Start (2:8) fielen auf beiden Seiten die Punkte fast im Sekundentakt. Besonders das Shooting-Guard-Duell zwischen Swann und seinem Pendant im Ulmer Dress, Cam Long (10 Punkte im 1. Viertel), bestimmte anfangs das Geschehen.

Vorerst wahrten die Gäste aus Braunschweig aber ein leichtes Übergewicht. Erst ein Dreier durch Edgar Sosa bescherte Ulm in der 13. Minute die erste Führung (26:25). Weil der Pokal-Finalist darüber hinaus aber zu wenig Gefahr von außen ausstrahlte (insgesamt 6/21 Dreier), waren die Phantoms anschließend wieder spielbestimmend. Das dritte Viertel stellte dann einen spektakulären Schlagabtausch zwischen Isaiah Swann und Will Clyburn dar: Erst initiierte Swann mit sieben Punkten zu Viertelbeginn einen Blitzstart Braunschweigs in die zweite Hälfte. Dann sorgte Clyburn mit 9 Zählern dafür, dass es ausgeglichen ins letzte Viertel ging (63:63).

Und auch im Schlussviertel hatte Braunschweig alle Trümpfe in der Hand, ehe Ulm den Turbo zündete: Ein 7:0-Lauf verhalf den „Spatzen“ in der Schlussminute zur Führung (80:79). Und weil Immanuel McElroy mit zwei Sekunden auf der Spieluhr seine beiden Freiwurfversuche auf den Ring setzte, retteten die Schwaben ihren Vorsprung über die Zeit. Dass ratiopharm ulm trotz 49 Punkten des Duos Isaiah Swann und Kyle Visser als Sieger vom Parkett ging, hatte der Pokalfinalist vor allem der guten Offensivleistung (47% FG) und nervenstarken Darbietung an der Freiwurflinie (86%) zu verdanken.

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Courtside-Reporter Felix Brüning berichtete live für euch aus der ratiopharm arena


Mitteldeutscher BC – TBB Trier 80:84 (Boxscore)

Der MBC ging nach fünf Siegen aus den vorigen sechs Partien mit gehörig Selbstvertrauen in das Heimspiel gegen Trier – aber auch mit dem Wissen, weitere Punkte im Playoff-Rennen dringend nötig zu sagen. Diese Erkenntnis sickerte bei den „Wölfen“ allerdings offenbar zu spät durch: Ein 11:4-Lauf brachte die Gastgeber zwar in der Schlussphase auf bis zu zwei Zähler an Trier heran, vermochte die Partie aber nicht mehr umzubiegen. Das Aufbäumen der Gastgeber kam schlussendlich zu spät.

Dabei hatte es nach einem verpatzten Auftakt (7:13) so ausgesehen, als könnte der MBC der jüngsten Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen. Vor allem dank Marcus Hatten, der überragend Regie führte (26 P, 5 As), konnte sich das Team von Silvano Poropat zwischenzeitlich auf bis zu neun Zähler absetzen (32:23). Ein 3:18-Lauf der Gäste aus Trier machte dem MBC aber schon vor der Halbzeitpause einen Strich durch die Rechnung.

Vor allem Jermaine Anderson (23 Punkte) bekamen die Hausherren von da an nicht mehr in den Griff: Der kanadische Guard in Diensten Triers scorte nach Belieben und sorgte dafür, dass jeder Zwischenspurt der „Wölfe“ schnell wieder abflaute. Neben Anderson punkteten noch vier weitere TBB-Akteure zweistellig, und vor allem an der Freiwurflinie (26/30) bewahrten die Moselstädter zu jeder Zeit die Ruhe.

Der Mitteldeutsche BC dagegen fand neben Hatten und Angelo Caloiaro (19 P) zu wenige verlässliche Optionen im Angriff und schnitt sich mit 17 Ballverlusten wiederholt ins eigene Fleisch.

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RASTA Vechta – Phoenix Hagen 67:75 (Boxscore)

RASTA Vechta bleibt dem Trend der Saison treu: Am Sieg schnuppern – und am Ende doch den Kürzeren ziehen! Nicht zum ersten Mal in dieser Spielzeit lag der Aufsteiger kurz vor Schluss in aussichtsreicher Position, ehe die Felle davonschwammen: Nach dem 61:64-Anschluss durch Richie Williams machte Phoenix Hagen in den letzten 120 Sekunden mit einem 6:11-Lauf alles klar. Die „Feuervögel“ wahren damit ihre Chancen auf eine Playoff-Teilnahme.

Dabei war es Vechta gewesen, das furios in die Partie gestartet war (17:7). Ein 2:12-Zwischenspurt der „Feuervögel“ sorgte aber bereits bis zum Ende des 1. Viertels wieder für ausgeglichene Verhältnisse. In der Folge entwickelte sich die Begegnung vor allem zum Schlagabtausch zweier Forwards: Brandon Bowman und Larry Gordon (je 22 Punkte) lieferten sich dabei individuell ein genauso enges Duell wie beide Mannschaften.

Erst das Schlussviertel entschied die Partie zu Gunsten der „Feuervögel“: Zwei Dreier durch Henry Dugat (insgesamt 19 Zähler) schraubten die Differenz rasch auf 13 Zähler hoch. Vor allem mit unermüdlichem Einsatz an den Brettern (51 Rebounds) und einem überragenden Bowman blieb Vechta bis zum Schluss aber auf Schlagdistanz – ohne die Partie jedoch noch einmal kippen zu können.

Vechta steuert mit der 12. Niederlage in Folge nun immer zielsicherer in Richtung ProA.    

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WALTER Tigers Tübingen – Artland Dragons 104:64 (Boxscore)

Die WALTER Tigers senden ein Lebenszeichen im Abstiegskampf – und was für eins! Beim 104:64-Erfolg über die Artland Dragins spielten sich die Schwaben nicht nur den Frust der letzten Wochen von der Seele, sondern stellten obendrein den Rekord für den höchsten Saisonsieg (40 Punkte Differenz) ein.

Dass es ein besonderer Abend in der Paul Horn-Arena werden könnte, deutete sich frühzeitig an. Ein 17:6-Start – abgeschlossen durch Youngster Julian Albus (8 P) – forcierte die erste Auszeit von Dragons-Coach Tyron McCoy. Am Kräfteverhältnis änderte sich aber nichts: Tübingen spielte und traf weiter wie im Rausch und kurbelte den Vorsprung bereits nach elf Minuten erstmals über die 20-Punkte-Marke.

Aber auch, als Quakenbrück nach dem Seitenwechsel auf bis zu 12 Zähler herankam, blieben die Tigers cool: Mit einem 21:4-Lauf machten die Gastgeber innerhalb von nur vier Minuten alle Dragons-Hoffnungen auf ein Comeback zunichte. Als ein Dreier durch Jonathan Wallace im Schlussviertel den Tigers-Vorsprung erstmals auf über 40 Zähler hob, stand die ausverkaufte Paul Horn-Arena endgültig Kopf.

Tübingen erwischte in nahezu allen Belangen einen Sahnetag. Besonders aus der Nah- (77 Prozent) und Drei-Punkte-Distanz (44 Prozent) sowie in puncto Teamplay (26 Assists) lieferte die Mannschaft von Igor Perovic eine herausragende Leistung ab. Die Dragons fanden offensiv nur in Person von Antonio Graves (18 Punkte) statt und müssen damit nun wieder um den fünften Rang im Klassement fürchten.

Für die Tigers ist der Überraschungscoup indes nur eine Momentaufnahme: Im Abstiegskampf steht gegen Kellerkontrahent Vechta schon nächsten Donnerstag das nächste „Endspiel“ an.

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Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

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