FB Twitter Instagram YouTube Google+
News
Tübingen sichert sich den Klassenerhalt/ Würzburg steigt ab

Tübingen sichert sich den Klassenerhalt/ Würzburg steigt ab

Trotz eines Sieges gegen Bayreuth konnten die s.Oliver Baskets den Abstieg nicht verhindern. Tübingen brannte dafür ein zu starkes Offensivfeuerwerk ab. Beim Sieg Bremerhavens über Vechta setzte sich Darius Adams die Topscorer-Krone, da Isaiah Swann bei der Braunschweiger Niederlage gegen München nicht mithalten konnte. – der 34. Spieltag und ein Nachholspiel des 31. Spieltags in der Zusammenfassung.

Die Ergebnisse im Überblick:

s.Oliver Baskets – medi bayreuth 71:62

WALTER Tigers Tübingen – Phoenix Hagen 105:86

Eisbären Bremerhaven – RASTA Vechta 99:89

New Yorker Phantoms Braunschweig – FC Bayern München 76:83

Von: Manuel Baraniak

s.Oliver Baskets – medi bayreuth 71:62 (Boxscore)

Die Vorzeichen für Würzburg waren beim Kochduell klar: Die Truppe von Stefan Koch musste gegen Bayreuth um Michael Koch gewinnen und gleichzeitig auf eine Niederlage Tübingens hoffen, um die Klasse zu sichern.

Dass die Gastgeber aus Würzburg dabei mit dem richtigen Einsatz zu Werke gingen, zeigt die Rebound-Statistik: 12:3 lautete hierbei der Vorteil Würzburgs nach dem ersten Viertel. Und auch beim Scoring klappte es, eine nervöse Wurfhand war nicht auszumachen: 25 Punkte hatten die Würzburger nach dem Anfangsabschnitt auf dem Konto; im zweiten Durchgang brachte ihnen ein 13:2-Lauf eine 16-Punkte-Führung ein. Vor allem Dominic Waters wusste, was die Zeit geschlagen hatte: 14 Punkte hatte der Guard zur Halbzeit auf dem Konto.

Konnten die Würzburger im dritten Viertel ihren Vorsprung verwalten, schienen sie im letzten Durchgang vielleicht doch noch ein wenig nervös zu werden: Rund viereinhalb Minuten gelang ihnen kein Korberfolg, im ganzen Viertel erzielten sie nur acht Punkte. Doch letztlich zeigte sich auch Bayreuth nicht stark genug, um noch einmal eine Aufholjagd zu starten, womit die Baskets ihre Pflichtaufgabe erfüllten.

In einer ballverlustreichen Partie (insgesamt 40 TO) präsentierten sich die Würzburger mit dem größeren Biss: 19 Freiwürfe konnten sie sich erspielen. Beim Scoring wurden sie von Dominic Waters (17 Pkt) und Chris McNaughton (14 Pkt) angeführt. Bei den Gästen stellte D.J. Seeley (12 Pkt) den erfolgreichsten Werfer.

Letztlich gab es für die Würzburger jedoch nichts zu feiern. Denn mit dem gleichzeitigen Sieg Tübingens und dem verlorenen direkten Vergleich gegen die Tigers bleiben die Franken auf dem 17. Tabellenplatz und müssen zusammen mit RASTA Vechta den Gang in die Pro A antreten.

WALTER Tigers Tübingen – Phoenix Hagen 105:86 (Boxscore)

Die WALTER Tigers Tübingen machten ihren Klassenerhalt mit einem wahren Offensivfeuerwerk perfekt. Mit 105 Punkten stellten die Schwaben einen teaminternen Saisonrekord auf – und das im entscheidenden Spiel gegen den Abstieg.

Zu Beginn sah dies noch ganz anders: Mit 0:9 starteten die Tübinger im ausverkauftem Tigerkäfig in die Partie; erst nach dreieinhalb Minuten konnte Daequan Cook an der Linie sein Team erlösen. Die sieben Ballverluste Tübingens nach dem ersten Viertel deuten an, dass ein wenig Nervosität durchaus auszumachen war.

Das änderte sich aber noch im Anfangsabschnitt, den die Hausherren mit einem 12:2-Lauf beendeten. Mit vielen Drives und daher einigen Freiwurfversuchen fanden die Tigers zurück ins Spiel und konnten die Partie drehen. Auch aus der Distanz zeigte sich Tübingen treffsicher, Tyrone Nash war sogar mit einem Vier-Punkte-Spiel zur Stelle. Doch Hagen, für die es um nichts mehr ging, spielte gut mit, ergatterte sich zahlreiche Offensiv-Rebounds und glich die Partie zur Halbzeit aus.

Verlief der dritte Durchgang weitestgehend ausgeglichen, als die Tigers auf den starken Jonathan Wallace setzen konnten (drei Dreier im dritten Viertel), zündeten die Gastgeber dann im Schlussabschnitt das Offensivfeuerwerk: Daequan Cook erzielte sieben Tübinger Zähler in Folge. Zur Mitte des Viertels waren die Hausherren in acht Angriffen in Folge erfolgreich! Dies hatte eine 98:82-Führung zur Folge, die Fans feierten schon längst ihr Team, da am Sieg und damit am Klassenerhalt nichts mehr anbrannte.

Besonders heiß bei diesem Offensivfeuerwerk zeigten sich Jonathan Wallace (28 Pkt), Daequan Cook (23 Pkt) und Tyrone Nash (22 Pkt, 8 Reb, 9/12 FG). Als Mannschaft verwandelten die Tübinger 58 Prozent ihrer Wurfversuche aus dem Feld. Auf Seiten Hagens stellte Henry Dugat (19 Pkt) den Topscorer, Larry Gordon (16 Pkt, 10 Reb) verbuchte ein Double-Double, und Bernd Kruel absolvierte das letztes Spiel in seiner Karriere.

Eisbären Bremerhaven – RASTA Vechta 99:89 (Boxscore)

Nach zuletzt sieben Niederlagen in Folge konnten die Eisbären Bremerhaven vor 3.560 Zuschauern ihre Saison mit einem Erfolgserlebnis beenden. Knapp 1.000 mitgereiste Gästefans erlebten dabei das letzte Spiel ihres Teams in der Beko BBL.

Und sie sahen dabei eine zunächst gut aufgelegte RASTA-Truppe. Während das Team die Bretter kontrollierte, zeigte sich Richie Williams in Scorer-Laune: 15 Punkte hatte der Guard zur Pause auf seinem Konto. Die Hausherren präsentierten sich derweil treffsicher aus der Distanz. Dennoch ging es mit einer Vier-Punkte-Führung der Gäste in die Kabine.

Ende des dritten Durchgangs verzeichneten die Gäste sogar eine zweistellige Führung. Doch dann drehte Darius Adams auf, der sich auch noch Chancen auf die Scorer-Krone der Liga machen durfte. Zusammen mit Anthony Smith war der beste Offensivspieler der Liga für einen 12:2-Lauf verantwortlich, der den 77:77-Ausgleich bedeutete.

Nach zwei Dreiern in Folge von Philip Zwiener war auch Adams aus der Distanz erfolgreich – 92:85 stand es gut eineinhalb Minuten vor Schluss. Als im darauffolgenden Angriff Derrick Allen aus der Nahdistanz erfolgreich abschloss, war die Vorentscheidung gefallen.

Bei ihrem letzten Spiel in der Beletage punkteten für Vechta Richie Williams (21 Pkt, 6 Ast, 3 Stl), Dirk Mädrich und Brandon Bowman (je 16 Pkt) am häufigsten. In Reihen der Eisbären punkteten sechs Spieler im zweistelligen Bereich; als Team verwandelten die Hausherren 13 ihrer 27 Versuche aus der Distanz. Heraus stach dabei Darius Adams, der neben elf Assists mit 28 Punkten nicht nur den besten Punktesammler stellte, sondern sich auch die Topscorer-Krone der Saison aufsetzen konnte.

New Yorker Phantoms Braunschweig – FC Bayern München 76:83 (Boxscore)

Denn Isaiah Swann legte bei der Nachholpartie des 31. Spieltags vor 4.505 Zuschauern gegen den FC Bayern München „nur“ 21 Punkte auf. Damit musste der ALLSTAR-MVP Adams mit nur drei Zählern Differenz den Vortritt lassen.

Dabei schien es zunächst so, als würde sich Swann die Topscorer-Krone nicht mehr nehmen lassen. Allein im ersten Viertel war Swann mit zwölf Zählern zur Stelle, neun Braunschweiger Punkte in Folge gingen auf sein Konto. Und so verzeichneten die Hausherren eine Ein-Punkte-Führung zur Viertelpause.

Im zweiten Durchgang stockte nicht nur Swanns, sondern auch der Braunschweiger Offensivmotor. In den ersten fünf Minuten kamen die Phantoms nur zu fünf Zählern – die Bayern hingegen übernahmen ein wenig die Kontrolle über die Partie.

Dennoch ließen sich die Niedersachsen nicht abschütteln und gestalteten die Partie weiterhin ausgeglichen. Zwar verzeichneten die Gäste zu Beginn des Schlussabschnitts die erste und einzige zweistellige Führung, doch James Florence führte durch einen eigenen 6:0-Lauf seine Mannschaft wieder heran. Als Sieggaranten Münchens stellten sich schließlich Liga-MVP Malcolm Delaney und Nihad Djedovic heraus, die zusammen 13 der letzten 15 Punkte der Bayern markierten und an der Freiwurflinie den Sieg perfekt machten.

Djedovic (15 Pkt) und Delaney (14 Pkt) waren auch die besten Punktesammler beim Tabellenführer. Als Team präsentierten sich die Münchener ballsicher (8 TO) und stark an den Brettern (43:31 Rebound-Vorteil). Auf Braunschweiger Seite folgten hinter Swann Immanuel McElroy und James Florence mit je 14 Zählern.

Während für die Braunschweiger die Saison auf dem 15. Platz beendet ist, bestreiten die Münchener am kommenden Sonntag ihr letztes Spiel der Hauptrunde gegen Berlin. Vom ersten Platz waren sie schon vor dem Spieltag nicht mehr zu verdrängen.

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

Telekombasketball.de

Alle Spiele LIVE und in HD!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport