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Europapokal-Vorberichte
Wiedersehen mit Aufbau Tyrese Rice: Bayern München ist auf Heimsieg gegen Maccabi Tel Aviv und...

Wiedersehen mit Aufbau Tyrese Rice: Bayern München ist auf Heimsieg gegen Maccabi Tel Aviv und...

Im letzten Heimspiel der TOP16-Runde wollen es die Münchener Bayern am Donnerstag in der Turkish Airlines Euroleague noch einmal so richtig krachen lassen. Der Gegner Maccabi Tel Aviv kommt dabei nicht nur mit dem letztjährigen Bayern Spielmacher Tyrese Rice, sondern auch mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch in den Audi Dome: Der israelische Serienmeister hat nämlich zuletzt in der Europaliga und in der israelischen Liga vier Spiele in Folge verloren. Aber auch das Team von Svetislav Pesic steht nach dem enttäuschenden Auftritt beim Beko BBL TOP FOUR unter Erfolgsdruck, auch wenn die Chancen auf das Erreichen des Playoff-Viertelfinales wohl nur noch theoretisch sind.

TV-Termin:

Paarung: Bayern München – ZSKA Moskau (Do, 13.2., 20.45 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 20.40 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1+ und als kostenfreier Internetstream hier bei uns auf der Homepage.

Rechenspiele: Bayern könnte sogar Maccabi noch überrunden

Selbst, wenn der FC Bayern (5:7 Siege) seine letzten beiden Spiele (am Donnerstag gegen Maccabi und in der kommenden Woche in Krasnodar) gewinnt, wird den Münchenern in fast allen noch möglichen Konstellationen der gegen Galatasaray (6:6) verlorene direkte Vergleich zum Verhängnis. Nur wenn Galatasaray seine letzten beiden Spiele (am Freitag in Moskau und in der nächsten Woche zu Hause gegen Partizan Belgrad) verliert (bzw. beide gewinnt) und der FC Bayern gleichzeitig seine letzten beiden Spiele gewinnt, geht noch etwas für die Münchener in der Gruppe F.

Dann könnten sie sogar noch mit Maccabi (7:5) gleichziehen und die Israelis im direkten Vergleich (das Hinspiel wurde ja nur mit –2 verloren) ausstechen. Im Dreiervergleich würde hingegen Maccabi von zwei Siegen über die Türken und Galatasaray von seinen zwei Siegen über die Bayern profitieren. Auch wenn Maccabi zudem den direkten Vergleich gegen Lokomotiv Kuban gewonnen hat, werden die Israelis trotzdem alles daran setzen, mit einem Sieg in München die letzten noch bestehenden Zweifel wegzuwischen, ihr Playoff-Ticket schon am vorletzten Spieltag unter Dach und Fach zu bringen und damit auch das Bayern-Aus zu besiegeln.

Tyrese Rice enttäuscht, Ricky Hickman Maccabis Topscorer

Das Hinspiel vor acht Wochen zählt für den FC Bayern zu den verpassten Chancen, denen man jetzt auf der Zielgeraden nachtrauern muss. Auf den großen Positionen durch eine Verletzung von US-Center Alex Tyus und frühe Foulprobleme seines griechischen Schwergewichts Sofoklis Schortsianitis schwer gehandicapt, konnte sich Maccabi in eigener Halle nie entscheidend absetzen und musste am Ende heilfroh sein, dass der letzte Sprungwurf des Bayern-Topscorers Nihad Djedovic 1,6 Sekunden vor Schluss sein Ziel verfehlte und es beim glücklichen 66:64-Sieg blieb:

Viele Augen in dem Spiel ruhten natürlich auf dem letztjährigen Bayern-Spielmacher Tyrese Rice, der im letzten Sommer zu Maccabi Tel Aviv gewechselt war, im Duell gegen sein Ex-Team aber mit nur vier Zählern und lediglich einem Assist in 15 Spielminuten blass blieb. Nachdem der US-Guard sich auch in den letzten Wochen nicht steigern konnte, zählt er in den Augen von immer mehr Beobachtern zu den Enttäuschungen, die für Maccabis schwankende Leistungen in dieser Saison verantwortlich gemacht werden. Trainer David Blatt vertraute im Spielaufbau zuletzt vorrangig auf seinen Nationalspieler Yogev Ohayon und auf den Ex-Gießener Ricky Hickman, der im Hinspiel mit 14 Punkten, sieben Rebounds und vier Assists unterstrich, dass er auch diese Saison wieder Maccabis erste Option auf der Spielmacherposition bleibt.

Vier Niederlagen in Folge: Maccabi in der Krise?

Als Maccabi am Montagabend in der israelischen Liga bei Maccabi Haifa mit einer Freiwurfquote von nur 53 Prozent 66:68 verlor, kamen die israelischen Journalisten ins Grübeln, denn das markierte Maccabis vierte Niederlage in Folge. Es dauerte einige Stunden, bis die Statistiker im Archiv auf einen 18 Jahre zurückliegenden Präzedenzfall stießen. In der Vorwoche hatte schon eine hohe 65:93-Heimniederlage gegen den Tabellenführer Hapoel Jerusalem (20:5 Siege), die Maccabi (19:6) den Heimvorteil im allgemein erwarteten Finale kosten dürfte, für Unruhe in Tel Aviv gesorgt. Erboste Fans wollten sogar die Umkleidekabine stürmen:

Die von Trainer David Blatt geforderte Reaktion konnte sich indes vier Tage später sehen lassen, denn Maccabi lieferte Real Madrid in der Nokia Arena einen großen Schlagabtausch und bewies bei der am Ende unglücklichen 76:77-Niederlage, dass vor allem die Verteidigung der Israelis besser ist als ihr Ruf. 77 „königliche“ Punkte (und 74 im Hinspiel) markieren Reals niedrigste Scores der gesamten Saison. Zum tragischen Helden wurde für Maccabi der eingebürgerte US-Center Alex Tyus, der mit 18 Punkten und elf Rebounds von Real nicht zu stoppen war und 2,3 Sekunden vor Schluss auf 76:77 verkürzte, dann aber den Bonus-Freiwurf zur Verlängerung vergab:

Die bei Maccabi ausgerufene Krise scheint sich derzeit auf die israelische Liga zu beschränken, wo der der 50-fache Meister und fünffache Europaliga-Champion (zuletzt 2004 und 2005) aber sicher ist, dass man am Ende in den entscheidenden Spielen schon noch die Kurve kriegen wird. Dann sollen auch auf nationaler Ebene wieder solche Würfe wie derjenige fallen, mit dem Maccabis US-Forward Devin Smith am Ende des dritten Viertels gegen Real Madrid das Highlight des 12. Spieltags setzte:

Maccabi Tel Aviv im Stenogramm

Guards: Ricky Hickman (28, 189, US/GEO, 12 ppg, Ex-Gießen, im Hinspiel 14 Punkte, 7 Rebounds  und 4 Assists), Yogev Ohayon (26, 189, 4 apg), Tyrese Rice (26, 185, US/MNE, Ex-Artland & -Bayern), Sylven Landesberg (23, 198, US/ISR), Arad Harari (19, 196).

Forwards: Devin Smith (30, 196, USA, 11 ppg, 6 rpg), David Blu (33, 201, US/ISR), Joe Ingles (26, 203, AUS, 44% Dreier, 4 apg), Guy Pnini (30, 201, 46% Dreier).

Center: Alex Tyus (26, 203, US/ISR, bester Rebounder der israelischen Liga), Sofoklis Schortsianitis (28, 206, GRE, 10 ppg), Ben Altit (21, 208), Andrija Zizic (33, 206, CRO, im Hinspiel noch nicht im Team), Jake Cohen (23, 208, US/ISR).

Headcoach: David Blatt (54 Jahre, 2001-03 und seit 2010 Maccabi-Headcoach).

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