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Europapokal-Vorberichte
Wiedersehen mit der „linken Klinke“: Bayern treten beim letztjährigen Münchner Aufbau Tyrese Rice...

Wiedersehen mit der „linken Klinke“: Bayern treten beim letztjährigen Münchner Aufbau Tyrese Rice...

Drei Niederlagen in Folge haben den FC Bayern München in der Gruppe F der Turkish Airlines Euroleague TOP16 aus den Playoff-Rängen geworfen. Um nicht noch weiter den Anschluss zu verlieren, müssen die Münchener möglichst bald zurück in die Erfolgsspur finden, doch am 6. Spieltag wartet mit einem Auswärtsspiel beim israelischen Serienmeister Maccabi Tel Aviv eine besonders hohe Hürde. Maccabi, das in den letzten zehn Jahren fünfmal im Finale der Euroleague stand (und dabei 2004 und 2005 triumphierte), hat sich gleichauf mit Real Madrid und ZSKA Moskau (alle 4:1 Siege) an der Tabellenspitze der Gruppe F etabliert und will sich zum zwölften Mal für das „Final Four“ qualifizieren.

TV-Termin:

Paarung: Maccabi Tel Aviv - Bayern München (Do, 13.2., 20.05 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 20.00 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1 und als kostenfreier Internetstream hier auf unserer Homepage.

50-facher Meister holte in der vergangenen Woche den 41. Pokal

Erst am letzten Spieltag unterstrich Maccabi bei seiner 68:74-Niederlage – die erste in der TOP16 - in Madrid, dass man sich auf einem guten Kurs befindet. Im Duell zweier vor allem für ihre Offensivstärke gerühmten Mannschaften hielt sich Maccabi nämlich vor allem mit einer sehr guten und geschlossenen Verteidigungsleistung 38 Minuten lang im Spiel, bevor Sergio Llull die „Königlichen“ gerade noch rechtzeitig zum Sieg warf.

Die aktuell gute Form bestätigte das Team vom Trainer David Blatt in der letzten Woche mit dem souveränen Gewinn des israelischen Pokals. Nachdem Maccabi am Montag Rishon mit 19 Punkten von Tyrese Rice 99:83 distanziert hatte, musste am Donnerstag im Finale auch der Überraschungsfinalist Eilat schon relativ früh beim Stand von 35:18 seine Hoffnungen auf eine Überraschung begraben. Zwar schmolz der Vorsprung zum Ende der Partie hin, aber mit 22 Punkten durch den Rückkehrer David Blu(thenthal) verlor Maccabi nie die Kontrolle und gewann mit 80:73 seinen 41. Pokaltitel.

Maccabi Tel Aviv in Israel ohne echte Konkurrenz

Drei Tage später hoffte der Lokalrivale Hapoel Tel Aviv im Liga-Punktspiel vergeblich auf ein nach der Pokalfeier verkatertes Maccabi-Team – im Gegenteil: Diesmal angeführt von US-Forward Devin Smith (19 Punkte und neun Rebounds) rollte Maccabi im Derby mit 90:58 zu seinem neunten Ligasieg in Folge. Mit nunmehr 14:4 Siegen hat der frischgebackene Pokalsieger längst den schwachen Start in die Saison (nur 5:4 Siege an den ersten neun Spieltagen) zu den Akten gelegt und steuert zielstrebig auf seinen 51. Meistertitel zu.

Diese Dominanz Maccabis ist seit Jahrzehnten das größte Problem der isrealischen Liga, die – unter der Prämisse, dass Maccabi mit seinem Euroleague-Budget in einer Playoff-Serie sowieso nicht zu schlagen ist – den Meister seit 2006 in einem TOP-FOUR gekürt. Tatsächlich ließ sich Maccabi in solchen Turnieren 2008 (72:73 gegen Holon), 2010 (77:90 gegen Galil) und 2013 (79:86 gegen Haifa) von Außenseitern auf dem falschen Fuß erwischen, aber Maccabi-Präsident Shimon Mizrahi landete im Kampf gegen diese „unfaire“ Behandlung im letzten Sommer zumindest einen Teilerfolg. In dieser Saison wird der israelische Meister schon wieder in zwei Spielen (Hin- und Rückspiel) ermittelt. Im Viertel- und Halbfinale gibt es wieder richtige Playoffs. Vorher steht bei Maccabi aber in der im Europapokal regelmäßig ausverkauften Nokia Arena (11.000) der Kampf um den Einzug ins Final Four der Euroleague oben auf der Agenda.

Wiedersehen für Tyrese Rice und Emir Mutapcic

Eine immer größere Rolle spielt dabei Tyrese Rice. Im November hätte die Mehrzahl der Maccabi-Fans den US-Guard am liebsten mit dem Vermerk „Fehlkauf“ wieder nach München zurückgeschickt, auch wenn im Willkommensvideo des Klubs damals viele seiner großartigen Szenen im Bayerndress abgefeiert worden waren:

Aber inzwischen hat er sich zum Publikumsliebling in Tel Aviv gemausert, nachdem er mit seiner kaltschnäuzigen Korbgefährlichkeit schon einige Spiele für Maccabi aus dem Feuer gerissen hat. Mittlerweile hat die Euroleague ihm als alleinerziehendem Vater ein eigenes Video-Portrait gewidmet und die linke Klinke netzt auch schon wieder wilde Dreier wie diesen hier aus zehn Metern:

Aber nicht nur Tyrese Rice feiert gegen München ein Wiedersehen, sondern auch Emir Mutapcic. Der Assistent von Bayern-Trainer Svetislav Pesic spielte 1990/91 zusammen mit David Blatt eine herausragende Saison für Hapoel Jerusalem. Zusammen mit dem heutigen Maccabi-Coach, mit dem er immer noch befreundet ist, wird Muki in den Annalen des israelischen Clubs als legendäres Ausländer-Duo in Ehren gehalten. 

Maccabi Tel Aviv im Stenogramm

Guards: Ricky Hickman (28, 189, US/GEO, Ex-Gießen, 11 ppg), Yogev Ohayon (26, 189, 4 apg), Tyrese Rice (26, 185, US/MNE, Ex-Artland & -Bayern).

Forwards: Devin Smith (30, 196, USA, 6 rpg), Guy Pnini (30, 201), Joe Ingles (26, 203, AUS, 57% Dreier, 4 apg), David Blu (33, 201, 11 ppg).

Center: Alex Tyus (25, 203, US/ISR, Top-Rebounder der israelischen Liga), Sofoklis Schortsianitis (28, 206, GRE), Ben Altit (20, 208), Shawn James (30, 208, USA, verletzt).

Headcoach: David Blatt (54 Jahre, 2001-03 und seit 2010 Maccabi-Headcoach).

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