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Nachwuchs
39. Miniturnier in Göttingen: 166 Mannschaften und 1583 Mini-Basketballer sorgen für Teilnehmerrekord Swen Pförtner

39. Miniturnier in Göttingen: 166 Mannschaften und 1583 Mini-Basketballer sorgen für Teilnehmerrekord

— Swen Pförtner

Da kann das Jahr für den EBC Rostock mit dem Aufstieg der Seawolves in die 2. Basketball-Bundesliga ProA eigentlich nicht erfolgreicher verlaufen – und dann triumphiert die U12 beim 39. Miniturnier der BG 74 Göttingen, das von der easyCredit Basketball-Bundesliga und dem Deutschen Basketball-Bund unterstützt wird.

Das Miniturnier ist richtig geil.

Mika Freitag, Point Guard U12 Rostock

Im großen Finale mit vollen Rängen in der Sporthalle des Felix-Klein-Gymnasiums gab es bei den Ostdeutschen kein Halten mehr, als die finale Sirene ertönt. Sie mussten kämpfen, zittern und am Ende vor allem Nerven von der Freiwurflinie behalten, um die BG Bonn mit 50:46 niederzuringen. Das letzte der 392 Spiele an diesem Wochenende wurde allen Erwartungen gerecht. Und geradezu übertroffen wurde diese von Mika Freitag. Der Playmaker der Rostocker avancierte zum Matchwinner, übernahm, wann immer es darauf ankam. Mal als dynamischer Scorer am Brett, mal als zielsicherer Distanzschütze, mal per elegantem Handgelenkspass, der sehr an sein Vorbild LeBron James erinnerte. „Das ist der größte Erfolg meiner Karriere“, sagte Freitag. Das soll etwas heißen, denn immerhin habe er erst vor einigen Wochen die Landesmeisterschaft gewonnen. Nun, zum Abschluss seiner U12-Karriere, nochmal einen derartigen Husarenritt zu vollbringen, sei schon „ziemlich cool“. Überhaupt war das Erlebnis in Göttingen kaum zu toppen. „Hier sind richtig viele Teams am Start, und wir sind das stärkste“, schwärmte Mika und resümierte: „Das Miniturnier ist richtig geil.“

Swen Pförtner
1583 Minis waren beim Turnier in Göttingen dabei - ein neuer Teilnahmerekord

Bestimmt keine exklusive Meinung. Denn wo auch immer die Blicke in der südniedersächsischen Metropole hinfielen, waren dort glückliche Kinder zu sehen. Mehr als je zuvor im Übrigen. 1583 Minis bedeuteten einen Teilnehmerrekord. Die Verantwortlichen der BG 74 Göttingen um Cheforganisator Manfred Ude hatten das Feld aufgrund der zusätzlichen Hallenkapazitäten durch das neue Basketball-Zentrum auf 166 Mannschaften ausgeweitet. „Dusselig wie wir sind, haben wir uns noch mehr Arbeit aufgebürdet“, betonte Ude scherzhaft. Die Koordination und Planung der Partien, Shuttle-Busse und Essensausgaben verlief dennoch einwandfrei. „Es ist doch super, dass wir diesmal mehr Kindern die Chance gegeben haben, beim Miniturnier mitzumachen. 234 Anmeldungen sind bereits bis November eingegangen. Das Interesse ist ungebrochen“, sagte Ude, der wieder etliche ehemalige Teilnehmer begrüßen durfte, die heute als Trainer oder Eltern wiederkommen, wie beispielsweise die Ex-Nationalspielerin Sophie von Saldern.

Im kommenden Jahr ergibt sich allerdings ein Terminproblem. Der traditionelle Termin am zweiten Juni-Wochenende lässt sich aufgrund von Pfingsten nicht halten, eine Woche vorher ist Christi Himmelfahrt. „Wir werden dann auf das dritte Juni-Wochenende ausweichen“, erklärte Ude. Für den BC 70 Soest bietet sich dann die Chance, den Bestwert von drei Altersklassentiteln zu verteidigen.

kinder+Sport Basketball Academy

Swen Pförtner
Bei der Passübung der kinder+Sport Basketball Academy war Präzision gefragt.

Vier Stationen (Werfen, Passen, Dribbling, Koordination), sechs Level: Das Format der kinder+Sport Basketball Academy ist längst bekannt. Einen Grund es zu ändern, gibt es nicht. Warum auch? Die Minis rennen den Trainern und Organisatoren die Bude ein. „Ich bin erstaunt, wie viele Neuanmeldungen es jedes Jahr gibt. Die Academy ist weiterhin ungebrochen beliebt“, sagte Christian Steinberg, verantwortlich für Sport- und Nachwuchsentwicklung bei der easyCredit BBL. Mit der BG Göttingen und den Rockets sind in dieser Saison zwei neue Standorte dazugekommen. Das beim Allstar-Day erstmals ausgetragene Allstar-Camp sei ein voller Erfolg gewesen. „Die Teilnehmer haben eineinhalb Tage trainiert, gemeinsam mit dem Team National geworfen und sich auf die Prüfungen vorbereitet. Das werden wir jedes Jahr etablieren“, berichtete Steinberg. Beim Miniturnier wagten sich mehrere hunderte Kinder an die zum Teil ziemlich schwierigen Übungen. Eines der Kinder war unter anderem Julian Kolos von ALBA BERLIN. Der U9-Akteur hat das weiße Trikot bereits bekommen, am Wochenende wagte er sich ans orangene – es soll nur eine Zwischenstation sein. „Mein Ziel ist das schwarze Allstar-Trikot, damit kann man schön angeben“, unterstreichte Julian. Doch in Göttingen gelingt es keinem, zum Allstar zu avancieren. Dafür gab es eine bestandene Master-Prüfung (vorletztes Level).

Simba-Dickie-Group

Swen Pförtner
Zwischen den Spielen wurde ebenfalls gespielt - und zwar auf dem Racetrack der Simba-Dickie-Group.

Ein Miniturnier-Rookie war die Simba-Dickie-Group. Das Spielzeugunternehmen präsentierte sich und seine Produkte – sehr zum Vergnügen der Basketballer, die sich unter anderem an einem Racetrack mit ferngesteuerten Autos und einem Glücksrad ausleben durften. Geschicklichkeit, Aktivität und Sport standen im Vordergrund. „Die Resonanz ist super. Kein Wunder, wir haben ja auch ordentlich was zu bieten“, betonte Yannick Lockowandt, der die Station leitete. Für jede Altersgruppe war angemessenes Spielzeug vorhanden. Langeweile zwischen den Partien kam so nicht auf. „Normalerweise haben wir immer gechillt oder gegessen, wenn wir keine Spiele hatten. Jetzt sind wir die ganze Zeit hier gewesen, weil es Spaß gemacht hat und etwas zu gewinnen gab“, sagte Kjell Rößner von der U12 II von ALBA BERLIN folgerichtig.

Sieger:

U12: EBC Rostock

U12 II A: SG SW Baskets Wuppertal

U12 II B: BC 70 Soest

U12 II C: TSV Kronshagen

U12 weiblich: SC Rist Wedel

U12 weiblich II: KSV Ajax

U11: ALBA Berlin

U11 II A: BC 70 Soest

U11 II B: VfB Hermsdorf

U11 weiblich: SSV Lok Bernau

U10: NINERS Chemnitz

U10 II A: BC 70 Soest

U10 II B: Basketball Club Anhalt

U10 weiblich: TG Würzburg

U9: BG Zehlendorf

U9 II: TuS Lichterfelde

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