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Europapokal-Vorberichte
Vierfaches „Do or die“ - Europa am Mittwoch: Daumendrücken für Berlin, Bamberg, Bonn und Würzburg

Vierfaches „Do or die“ - Europa am Mittwoch: Daumendrücken für Berlin, Bamberg, Bonn und Würzburg

— Horst Schneider

Dieser Mittwoch ist der aus deutscher Sicht bisher wichtigste Europapokal-Spieltag. Berlin (im EuroCup-Viertelfinale), Bamberg (im Achtelfinale der Champions League) sowie Bonn und Würzburg (im Achtelfinale des FIBA Europe Cups) müssen siegen, um weiterzukommen.

Diese Woche in Europa:

Hier gibt es alle Ergebnisse der deutschen Teams in Europa.

Mittwoch, 18:00: Banvit Bandirma – Bamberg (BCL)

Mittwoch, 18:00: Alba Fehervar – Bonn (FEC)

Mittwoch, 19:00: Berlin – Unicaja Malaga (EC)

Mittwoch, 19:00: Würzburg – Avtodor Saratov (FEC)

Donnerstag, 19:00: Zalgiris Kaunas – München (EL)

Am brisantesten ist dabei das dritte Spiel der Serie „best-of-three“ in Berlin, wo Coach Aito mit ALBA ausgerechnet gegen sein Ex-Team aus Malaga bereits ins EuroCup-Halbfinale einziehen kann. In der Champions League und im FIBA Europe Cup wird das Achtelfinale bzw. die „Round of16“ im Modus Hin- und Rückspiel gespielt (die Resultate werden addiert). Aber Bamberg hat in der Champions League im Hinspiel gegen Banvit genauso knapp nur zwei Punkte vorgelegt wie Bonn (plus eins gegen Fehervar) und Würzburg (plus drei in Saratov) im FIBA Europe Cup, so dass auch diese drei am Mittwoch letztlich voll auf Sieg spielen müssen.

Champions League: Banvit Bandirma – Brose Bamberg (Mi, 18:00 Uhr)

Status quo: Dass Banvit – entgegen vieler Prognosen – überhaupt die k.o.-Runde errreicht hat, verdanken die Türken ihrer großen Heimstärke. Im 3.000 Zuschauer fassenden Kara Alia Acar von Bandirma hat Banvit in der Punktrunde nur ein Spiel verloren (62:63 gegen Murcia). Bamberg hat – in seiner allerdings auch deutlich stärker besetzten Gruppe - von seinen sieben Auswärtsspielen vier gewonnen.

Hinspiel: Eine schwache Dreierquote (3/20) und Banvits 17 Offensivrebounds machten es den von Tyrese Rice (20) und Elias Harris (19) angeführten Bambergern schwer, überhaupt 81:79 zu gewinnen. Die von Gary Neal (20), Alex Perez (17) und Jordan Morgan (15 Punkte und 12 Rebounds) angeführten Türken feierten die knappe Niederlage wie einen Sieg.

Stars: Trainer Hakan Demir, der im Dezember Ahmet Gürgen abgelöst hat, steht seit den Nachverpflichtungen von Shooting Guard Gary Neal (16.8 PPG) und Power Forward D.J. Shelton (12.1 PPG) eine stärkere erste Fünf zur Verfügung als seinem Vorgänger. Vor allem der NBA-erfahrene Neal strahlt mit seiner Dreierquote von 43 Prozent als Go-to-Guy viel Korbgefahr aus. Der mexikanische Aufbauspieler Alex Perez (12.8 PPG, 4.9 APG und 1.9 SPG), der junge Nationalspieler Tolga Gecim (5.3 APG) und Center Jordan Morgan (14.4 PPG und 7.2 RPG) komplettieren die Startformation, zu der es auf der Bank bis auf den vielseitigen US-Forward McKenzie Moore (13.0 PPG, 6.0 RPG und 4.3 APG) und dem Talent Sehmus Hazer (8.0 PPG) keine Alternativen gibt.

Aktuelle Form: Banvit hat sich am Sonntag mit einem 80:79-Sieg über den Tabellendritten Tofas Bursa in der türkischen Superliga mit nunmehr 7:11 Siegen auf den elften Platz verbessert. Gary Neal (24 Punkte) markierte den Gamewinner in letzter Sekunde. Alex Perez (20) und D.J. Shelton (19) waren die weiteren Topscorer.

Livestream / TV: Livestream und Wiederholung auf Abruf gibt es (kostenpflichtig) hier bei DAZN.

FIBA EuroCup: Alba Fehervar - Telekom Baskets Bonn (Mi, 18:00 Uhr)

Status quo: In der 1.800 Zuschauer fassenden Sporthalle von Fehervar hat Alba im FIBA Europe Cup nur gegen Ness Ziona verloren (80:96 Anfang Februar). Aber die Bonner waren ja schon in der Champions League mit je drei Siegen auswärts genauso stark wie im Telekom Dome.

Hinspiel: Die von den Centern Jordan Heath (21 Punkte und 15 Rebounds) und Peter Lorant (21 Punkte) angeführten Ungarn erwischten die Baskets mit ihren Dreiern so auf dem falschen Fuß, dass die Bonner mit 19 Punkten von Stefan Bircevic und 16 von Olivier Hanlan schon ein 23:10-Schlussviertel hinlegen mussten, um überhaupt noch 85:84 zu gewinnen.

Stars: Trainer Jesus Ramirez stützt sich stark auf die vom 38-jährigen spanischen Ex-Nationalspieler Carlos Cabezas (9.3 PPG) angeführte erste Fünf. US-Guard Allerik Freeman (4.2 APG) ist mit 18.1 PPG und einer 42-prozentigen Dreierquote der Topscorer. Aber auch Forward Martin Zeno (7.5 PPG) sowie die Center Peter Lorant (13.5 PPG und 5.2 RPG) und Jordan Heath (14.4 PPG, 8.5 RPG und 1.6 BPG) treffen den Dreier.

Aktuelle Form: Alba ist in Ungarn zwar nur Zwölfter, ist mit 9:12 Siegen aber nur einen Sieg vom achten Platz und den Playoffs entfernt und spielt seit einigen Wochen seinen besten Basketball der Saison. Am Samstag gab sich das Team um Martin Zeno (20) und Allerik Freeman (19) selbst beim Tabellenführer Szolnok erst in der Crunch-time 66:76 geschlagen.

Alte Bekannte: Der Spanier Jesus Ramirez fungierte von 2011 bis 2017 in Ulm als Assistent von Thorsten Leibenath. Im Dezember wurde er in Fehervar vom U20-Trainer zum Headcoach der ersten Mannschaft befördert.

Livestream / TV: Livestream und Wiederholung auf Abruf gibt es hier auf dem Youtube-Kanal der FIBA.

EuroCup: ALBA BERLIN - Unicaja Malaga (Mi, 19:00 Uhr)

Status quo: Nach dem 90:91 in der Max-Schmeling-Halle und dem 101:81 in Malaga kann ALBA seinen Heimvorteil in der Mercedes-Benz Arena nutzen. Aber Unicaja hat im EuroCup auch auswärts noch nie ein drittes Spiel verloren. 2017 gewann Malaga die dritten Spiele im Viertelfinale in München und im Finale in Valencia.

Spiele 1&2: Nachdem Malaga in Spiel eins mit seinen Dreierschützen innerhalb von vier Minuten ALBAs hohe Halbzeitführung zunichte gemacht hatte und Mathias Lessort (18 Punkte) nach einem Offensivrebound zum 91:90 gedunkt hatte, kontrollierten die in Malaga von Rokas Giedriatis (23 Punkte mit 5/7 Dreier) angeführten Berliner sowohl die Unicaja-Center als auch die Dreierschützen besser und glichen die Serie „best-of-three“ mit einem 101:81-Sieg aus.

Stars: Trainer Luis Casimiro hat mit dem langen Giorgi Shermadini (12.6 PPG) oder dem Kraftpaket Mathias Lessort (10.6 PPG und 5.4 RPG) immer einen Top-Center auf dem Parkett. Fast noch gefährlicher sind die unzähligen Dreierschützen. Im EuroCup treffen über die Saison gesehen Brian Roberts (10.5 PPG und 3.9 APG) und Adam Waczynski (8.8 PPG) am besten, in der spanischen Liga Kyle Wiltjer (10.6 PPG) und Ryan Boatwright (6.4 PPG). In Spiel eins traf Dragan Milosavljevic (6.5 PPG) drei Dreier, in Spiel zwei Sasu Salin (6.5 PPG) vier.

Aktuelle Form: Unicaja Malaga nutzte am Sonntag in der spanischen Liga das Gastspiel des Tabellenletzten San Sebastian, um sich mit einem 87:69-Sieg den Frust über die Heimpleite gegen ALBA von der Seele zu spielen. Brian Roberts glänzte mit 22 Punkten (5/5 Dreier) und sechs Assists. Giorgi Shermadini steuerte 15 Zähler zum Sieg bei, mit dem Unicaja bei nunmehr 14:8 Siegen wieder auf den fünften Platz vorgerückt ist.

Alte Bekannte: Peyton Siva wird in dieser Viertelfinalserie bevorzugt von seinem ehemaligen Mitspieler bei ALBA (2016/17), Dragan Milosavljevic, verteidigt. In der Verteidigung muss Siva Brian Roberts stoppen, der Bamberg 2010, 2011 und 2012 zu drei deutschen Meistertiteln führte.

Livestream / TV: Bei MagentaSport kommentiert Alexander Frisch das Spiel ab 18:45. Es gibt alle Euro-Cup-Partien mit deutscher Beteiligung in HD - live und on demand hier bei MagentaSport.

FIBA EuroCup: s.Oliver Würzburg – Avtodor Saratov (Mi, 19:00 Uhr)

Status quo: Mit dem 79:76-Auswärtssieg in Saratov haben sich die Würzburger eine gute Ausgangsposition geschaffen. Allerdings sei daran erinnert, dass s.Oliver seine bisher einzige Niederlage im FIBA Europe Cup (gegen Sakarya) in eigener Halle erlitten hat. Saratov ist weite Reisen gewohnt und kann auch auswärts heißlaufen.

Hinspiel: Es spricht für die gute Würzburger Defensivleistung, das zweitstärkste Offensivteam des FIBA Europe Cups (und auch der russischen Liga) in Saratov bei nur 76 Punkten gehalten zu haben. Einzig Trae Golden (16 Punkte und 10 Assists) bekamen die von Devin Oliver und Xavier Cooks mit je 15 Punkten angeführten Würzburger nicht in den Griff.

Stars: So wie in den neunziger Jahren, als Trainer Evgeni Pashutin noch Avtodors Point Guard war, spielt Saratov schnell und offensivfreudig. US-Point Guard Trae Golden (13.8 PPG) trifft dabei seine Dreier zu 49 Prozent und der erst 18-jährige Nikita Mikhailkovski sogar zu 52 Prozent. US-Forward Perrin Buford (16.2 PPG, 7.9 RPG und 4.0 APG) sowie die Center David Kravish (9.4 PG und 7.9 TPG) und Boris Savovic (14.6 PPG und 7.0 RPG) komplettieren die erste Fünf. Nationalcenter Artem Zabelin (10.5 PPG) und US-Guard Anthony Ireland kommen von der Bank.

Aktuelle Form: Avtodor ist am Sonntag in der russischen Liga mit einer 81:103-Niederlage in St. Petersburg mit nunmehr 8:11 Siegen auf den neunten Platz zurückgefallen. Auch 20 Punkte und sieben Assists von Trae Golden konnten die Niederlage nicht verhindern.

Alte Bekannte: Boris Savovic spielte 2013/14 für Bayern München und 2014/15 für Ulm in der easyCredit BBL.

Livestream / TV: Livestream und Wiederholung auf Abruf gibt es hier auf dem Youtube-Kanal der FIBA.

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