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Die 55. Saison ist beendet, aber Basketball geht weiter: Unsere Geschichten der Neunziger Jahre

Die 55. Saison ist beendet, aber Basketball geht weiter: Unsere Geschichten der Neunziger Jahre

Unsere 55. Saison ist vorbei und wir stehen in der Sommerpause. Aber auch in der Offseason geht es bei uns weiter – und zwar mit den großen Geschichten aus der Historie der Liga.

Im zweiten von vier Teilen (Das neue Jahrtausend/ Die Neunziger/ Die Achtziger/ Die Anfänge) schauen wir nun auf das Ende des vergangenen Jahrtausends. In den Neunzigern entdeckte das Fernsehen die Bundesliga und die deutschen Spieler entdeckten Europa. Hier kommen jede Menge Geschichten aus den Neunzigern:

Jürgen Schwarz
v.l.: Henning Harnisch, Hansi Gnad und James Marsh.

Boulevard und Bosman: Durch Streetball, das Dream Team und das Bosman-Urteil verändert sich alles für die Europameister Hansi Gnad und Henning Harnisch und Triers James Marsh.

Die schönste Form der Feindschaft: Leverkusen, Bonn, Bamberg und neuerdings München – bei ALBA BERLIN ist die Liste der Rivalen länger als bei jedem anderen Klub. Deshalb hier der Essay dazu aus der im November 2014 veröffentlichten Vereinschronik der Albatrosse zum 25-jährigen Jubiläum des Klubs. 

DBB-Archiv
Die Meistermannschaft von Bayer Leverkusen 1995.

Rezept für einen Serienmeister: Leverkusen von 1990 bis 1996, Berlin von 1997 bis 2003 und Bamberg von 2010 bis 2013 – nur drei Mal in der Geschichte der Bundesliga holte ein Klub mehr als drei Meisterschaften in Serie. Die jeweiligen Macher Otto Reintjes (Leverkusen), Marco Baldi (Berlin) und Wolfgang Heyder (Bamberg) erklären, wie ihnen das gelungen ist.

Der Erfolgscoach: Neun deutsche Meisterschaften, vier Pokalsiege und ein EM-Silber – Dirk Bauermanns Trainerkarriere ist einzigartig im deutschen Basketball. Und durch seine vielen Erfolge eignete er sich sogar etwas Gelassenheit an.

Rauchensteiner
Svetislav Pesic

Der Druckmacher: Svetislav Pesic erfuhr seine Heiligsprechung in Deutschland am 4. Juli 1993. An diesem Tag wurde er mit der Nationalmannschaft sensationell Europameister. Seitdem trieb er den Basketball in Deutschland voran.

Der Balkan in der Bundesliga: Bei der Suche nach einer Identität orientierte die Bundesliga sich nicht nur an den USA, viel Einfluss auf die Spielkultur in der Liga hatte auch der jugoslawische Basketball. Protagonist dieser Entwicklung war Svetislav Pesic, aber neben ihm gab es weitere wichtige Spieler und Trainer vom Balkan und ab Mitte der Neunziger auch vermehrt deutsche Nationalspieler jugoslawischer Abstammung. Eine Übersicht.

DBB-Archiv
v.l.: Demon Greene, Dirk Nowitzki, Marvin Willoughby, Robert Garett

Die jungen Wilden aus Würzburg: In der Geschichte der Bundesliga zeigten einige Mannschaften, dass auch mit Jünglingen gewonnen werden kann, aber was um die Jahrtausendwende in Würzburg abging, war etwas Besonderes. Mit Dirk Nowitzki, Robert Garrett, Demond Greene und Marvin Willoughby ballern vier Jungnationalspieler den Aufsteiger in die Playoffs. In Würzburg groß rausgekommen, absolvierte dieses Quartett insgesamt 420 Länderspiele.

Wie der Vater, so der Sohn: Dass der Filius dem Papa nacheifert, kam auch in der Bundesliga vor. Svetislav Pesic und Sohn Marko sind im deutschen Basketball wohl das bekannteste Duo dieser Art, aber bei weitem nicht das einzige.

Ein leiser Großer: Chris Welp wurde sechs Mal Deutscher Meister, spielte in der NBA, war der erste deutsche Spieler, der die Europaliga gewann, und warf Deutschland zum EM-Gold. Trotzdem wusste die deutsche Basketball-Gemeinde nicht viel über ihn, hielt ihn für unnahbar. Ein Nachruf von einem, der ihn anders erlebte.

Und dazu weitere sechs deutsche Europameister-Helden, die in den neunziger Jahren Aushängeschilder der Bundesliga waren:

DBB-Archiv
Stephan Baeck

Der heimliche Held: MVP war 1993 Center Chris Welp, aber wir wissen, dass der Job auf der Eins ebenso wichtig war. Denn dort zog in der Crunchtime des Finales Kai Nürnberger unerschrocken zum Korb.

Der Zocker: Der talentierteste deutsche Basketballer? Heute lautet die Antwort: Dirk Nowitzki. In der Ära davor fiel bei dieser Frage aber oft der Name Stephan Baeck.

Das Lehrbuch: War Henrik Rödl bei so vielen Meilensteinen des deutschen Basketballs dabei, weil er so professionell und vielseitig war, oder war er so professionell und vielseitig, weil er bei so vielen Meilensteinen des deutschen Basketballs dabei war?

Der König: An Hansi Gnad könnten Berge zerschellen, noch heute. Passend zur Statur kam der Kapitän der goldenen Generation 16 Jahre mit Blaumann und Helm zur Arbeit.

Der Mercedes: Noch heute müssen sich deutsche Guards bezüglich Defense und Distanzwurf an Mike Koch messen lassen … nur die Nummer mit dem T-Shirt unterm Trikot war schon damals aus der Mode.

Der Andersdenker: Henning Harnisch war der erste Posterboy der Bundesliga. Ungewollt. Dann trat der athletische Vielflieger mit nur 30 Jahren zurück, um wieder zur Uni zu gehen.

Helmut Kemme
Greg Wendt

Mister Nobody: Greg Wendt ist ein in der Bundesliga einzigartiges Phänomen. Er kam als unbekannter Spieler zum TuS Bramsche und wurde drei Jahre in Folge bester Scorer der Liga. Vor ihm und nach ihm schaffte das niemand.

Der Gunman aus Iowa: 161 Dreier in der Saison 1998/99, zwölf Dreier gegen Trier – Hurl Beechum kam aus einer Strandbar auf Hawaii zu den Telekom Baskets Bonn und stellte als Rookie zwei bis heute gültige Bundesligarekorde auf.

Stars aus dem Nirgendwo: Greg Wendt und Hurl Beechum sind gute Beispiele, aber in der Geschichte der Bundesliga gab es auch vor und nach den beiden Ausnahmespielern immer wieder unbekannte Profis, die in ihrem ersten Jahr in der Liga groß aufspielten. Ein Quartett sticht dabei besonders heraus.

Die ersten Sowjets in der Bundesliga: Als zu Beginn der neunziger Jahre der eiserne Vorhang bröckelt, kommen die ersten Spieler aus der Sowjetunion in die Bundesliga. Vorreiter unter den Bundesligisten sind dabei Hagen und Trier.

Als "His Airness" für Bayreuth spielte: Ja, es geht um den echten Michael Jordan, aber trotzdem täuscht die Überschrift. Es ist schließlich nur ein Promo-Spiel, in dem MJ für Bayreuth aufläuft … und Fotos davon gibt es auch kaum. Deshalb erzählen seine Mitspieler …

Unser Jubiläumsbuch "50 Jahre Basketball Bundesliga" für 19,95 Euro::

Die Beiträge stammen aus dem Buch "50 Jahre Basketball Bundesliga", welches 2015 unter journalistischer Federführung von Chefredakteur Sven Simon erschienen ist. In dem Buch blicken renommierte Autoren wie Thomas Pletzinger (Buch-Autor, „Gentlemen, wir leben am Abgrund“), Joachim Mölter (Süddeutsche Zeitung), Michael Reinsch (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Dietmar Schott (ehemaliger WDR-Sportchef) sowie die ehemaligen Nationalspieler Henning Harnisch und Johannes Herber in einer Mischung aus literarischem Stil und moderner Basketballsprache auf die Geschichte der Bundesliga zurück.

Das Buch lässt in edlem Layout auf 220 Seiten die größten Momente aufleben, erinnert an die Stars von gestern, präsentiert die Helden von heute und zeigt bis dahin unveröffentlichte Fotos. In Interviews, Porträts, Essays und Kolumnen werden große Erinnerungen und Emotionen geweckt. Die Stars jeder Epoche erzählen Anekdoten über Aufstieg und Abschied, über Triumphe und Tragödien, über Freunde und Feinde. Von den Pionieren der Liga bis zu den deutschen NBA-Stars von heute: Auf unterhaltsame, lockere Art ist dieser Band samt ausführlichem Statistikteil das Kompendium des deutschen Basketballs. Ein Muss für jeden Basketball-Fan!

Mehr Infos, Leseproben, und wo Ihr das Buch kaufen könnt, gibt es bei einem Klick auf das Bild.

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