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Allgemeine Informationen

Allgemeine Informationen

 

Was ist der Ausbildungsfonds?

Die Mittel aus dem Ausbildungsfonds, der erstmalig zur Saison 2008/2009 eingeführt wurde, dienen dazu, Vereinen, die Nachwuchsförderung betreiben, eine finanzielle Unterstützung aus einem „Solidarfonds“ zukommen zu lassen. Dies geschah in den ersten beiden Spielzeiten in Form einer Spielzeiten-Honorierung für deutsche U24-Spieler in der BBL (Einsatz = Geld). Zur Saison 2010/2011 erfolgte eine inhaltliche Modifizierung. Die bisherige Spielzeiten-Honorierung wurde umgewandelt in eine sich an den Erfordernissen der gesamten Nachwuchsförderung orientierenden Systematik.

Erfreulicherweise sind dem Ausbildungsfonds zur Saison 2011/2012 auch alle Vereine der ProA und der ProB beigetreten, so dass der Ausbildungsfonds nunmehr eine Gemeinschaftseinrichtung aller Bundesligavereine (männlich) ist.

Welche Ziele verfolgt der Ausbildungsfonds für die Nachwuchsförderung allgemein?

Mit dem Ausbildungsfonds werden Anreize geschaffen, um die Ausbildung deutscher Nachwuchsspieler zielführend voranzubringen.

Zu den Primärzielen in der Nachwuchsarbeit gehören hierbei vor allem die Sicherstellung der

internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Mannschaften und der Nationalmannschaft,

- eine entsprechende Qualität und Quantität der ausgebildeten deutschen Nachwuchsspieler,

- die erforderliche Qualität bei der Talentfindung und -entwicklung. 

Die Steuerung der Talentförderung muss dabei so erfolgen, dass kurzfristiges Erfolgsdenken (im Nachwuchsbereich) verhindert wird.

Die entscheidende Schnittstelle im System stellen jedoch die (Jugend-)Trainer dar. Wenn es nicht gelingt, deren Motivation und Qualifikation unter veränderten äußeren Rahmenbedingungen entscheidend zu verbessern, ist ein Fortschritt nur schwer vorstellbar. Dabei kommt der Entwicklung und Etablierung eines Profils „Jugendleistungstrainer“ eine hohe Bedeutung zu, für welches mit Mitteln des Ausbildungsfonds ganz spezifisch ein Nachwuchstrainerausbildungsprogramm zur Saison 2013/2014 gestartet wurde.

Die Bundesligisten und ihre Vereine bekennen sich zu diesen Zielen und haben neben der Neuausrichtung des Ausbildungsfonds flankierend folgende Pflichtmaßnahmen (gilt nur für Vereine der easyCredit BBL) eingeführt:

- Zur Saison 2012/2013 Beschäftigung von zwei hauptamtlichen Jugendtrainern in Vollzeit mit einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis sowie zur Saison 2016/2017 die Beschäftigung eines hauptamtlichen Trainers in Vollzeit für den Mini- und Schulbereich; ab dem 1. Juli 2016 muss das Arbeitnehmer-Brutto der drei hauptamtlichen Jugendtrainer zusammen veranlagt mindestens 80.000 Euro p.a. betragen. Ein hauptamtlicher Jugendtrainer muss mit einem Mindestgehalt in Höhe von 24.000 Euro (Arbeitnehmer-Brutto) entlohnt werden.


- Unterhaltung und Teilnahme am Spielbetrieb mit einem NBBL- und JBBL-Team ist verpflichtend.

- Unterhaltung von mindestens fünf Grundschul-AGs mit Abschlussturnier oder/und Grundschulliga; Teilnahme der Schulsportbeauftragten an den zwei Mal im Jahr stattfindenden easyCredit BBL-Meetings bzgl. Schulsportarbeit

- Teilnahme am jährlichen Treffen der im Nachwuchsleistungsbereich tätigen hauptamtlichen Jugendtrainern


Der angestrebte Grundleitgedanke des Ausbildungsfonds ist, dass es sich im Kern um ein Bonus- und nicht um ein Malussystem handeln soll. Uns ist wichtig, über den Ausbildungsfonds eine bundesweite Anerkennungs- und Wertschätzungskultur für die Nachwuchsarbeit herbei zu führen.

Mit welchen Elementen ist der Ausbildungsfonds konkret ausgestattet?

- Bereitstellung von zusätzlichen Mitteln für die Nachwuchsförderung, insbesondere von künftigen deutschen Profi-Basketballspielern;

- Finanzierung von erfolgsträchtigen, vereinsübergreifenden Projekten, insbesondere Schulprojekte;

- Förderung von hauptamtlichen Jugendtrainern durch ein neu entwickeltes Nachwuchstrainerausbildungsprogramm, um mit Kindern und Jugendlichen wirkungsvoll arbeiten zu können;

- Bereitstellung von finanziellen Mitteln für Ausbildungsprämien, die ausbildenden Vereinen einen Teil ihrer Aufwendungen ersetzt und regionale Jugendförderstrukturen unterstützt;

- Die jährliche Prämierung erfolgreicher und effizienter Nachwuchsarbeit und solcher Vereine, die einen Beitrag für das Gesamtsystem leisten; 

- Die Wertschätzung für Lehrer und Trainer, die sich bei der Entdeckung und dem Hervorbringen von Talenten überdurchschnittlich engagieren.

Woher generiert der Ausbildungsfonds seine finanziellen Mittel?

Der Ausbildungsfonds speist sich seit der Saison 2011/2012 aus finanziellen Mitteln, die die Bundesliga-Vereine (easyCredit BBL, ProA und ProB) freiwillig aufbringen. Diese setzen sich aus festen Basis- und variablen Einzahlungen, deren Höhe von den jährlichen Transferaktivitäten bezogen auf nicht-einheimische Spieler der Bundesligisten

Die Basiseinzahlungen der BBL-, ProA- und ProB-Vereine erfolgen durch einen einheitlichen jährlichen Grundbetrag über alle Ligen hinweg je Klub in Höhe von 3.000,00 Euro.

Variable Einzahlungen werden bei Transfers von nicht-einheimischen Spielern (Neu-Verpflichtungen) fällig. Unterschieden wird dabei in Wechsel von Spielern außerhalb Deutschlands und Wechseln innerhalb der deutschen Profi-Ligen. Für Wechsel innerhalb der deutschen Ligen fällt ein reduzierter Einzahlungsbetrag an. Die Einzahlungshöhe beträgt je Neu-Verpflichtung 4.500,00 Euro (BBL)/ 2.250,00 Euro (ProA) bzw. 1.125,00 Euro (ProB). Der reduzierte Betrag liegt bei 3.000,00 Euro / 1.500,00 Euro bzw. 750,00 Euro.

Die variablen Zahlungen stellen also gleichzeitig ein „Steuerungsinstrumentarium“ dar, das die Stabilität / Kontinuität in den Kadern der Vereine belohnt.


Wer entscheidet über die Vergabe der finanziellen Mittel?

Der Ausbildungsfonds wird durch ein Entscheidungs- und Kontrollgremium in Form eines Ausbildungsausschusses gesteuert, dem zwei Vertreter der BBL GmbH, ein Vertreter der BARMER 2. Basketball Bundesliga, drei Vertreter der BBL-Klubs und drei Vertreter der ProA-/ProB-Klubs angehören. Das Gremium ist auch berechtigt, im Bedarfsfall weitere Experten für notwendige Entscheidungen hinzuzuziehen. Die Besetzung des Ausschusses sieht wie folgt aus: 

  • Henning HARNISCH (ALBA BERLIN)
  • Vanessa JAX (Referentin Sportentwicklung der BBL GmbH)
  • Henrik FRONDA (Bayer Giants Leverkusen)
  • Christian KRINGS (Geschäftsführer BARMER 2. Basketball Bundesliga)
  • Jens STAUDENMAYER (Kaufmännischer und Sportlicher Leiter der BBL GmbH)
  • Rico GOTTWALD (Dresden Titans)
  • Jonas THIELE (FRAPORT SKYLINERS)
  • Marvin WILLOUGHBY (Hamburg Towers)
  • Christian HELD (ROSTOCK SEAWOLVES)

Der Ausbildungsausschuss entscheidet jährlich nach Kenntnis der zur Verfügung stehenden Mittel über deren Verwendung. Sollten die Mittel in einem Jahr nicht ausgeschüttet werden, weil sie entweder nicht benötigt oder aber nicht genügend Gründe / Anträge vorliegen, sollen die Mittel entweder auf neue Rechnung vorgetragen werden oder aber ggf. für die Erhöhung der anderen Ziele zur Verfügung stehen.

Hier finden Sie den aktuellen Bericht des Ausbildungsausschusses für das Jahr 2019.


Für Fragen zum Ausbildungsfonds wenden Sie sich bitte an:


Jens Staudenmayer
Tel.: 0221 / 98177-30
E-Mail: Staudenmayer@easyCredit-BBL.de

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