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Nationalmannschaft
Nachfolger von Chris Fleming: Henrik Rödl ist neuer Herren-Bundestrainer fotoduda.de

Nachfolger von Chris Fleming: Henrik Rödl ist neuer Herren-Bundestrainer

— DBB

Henrik Rödl ist ab sofort neuer Bundestrainer der deutschen Herren-Nationalmannschaft. Der 48-Jährige wird im November 2017 bei den sogenannten „World Cup Qualifier“ erstmals in hauptverantwortlicher Position an der Seitenlinie stehen.

Wir haben viel Talent und gesehen, was möglich ist, wenn wir als Team zusammenstehen. Ich bin davon überzeugt, dass diese junge Mannschaft noch viel Freude machen wird.

Henrik Rödl

Seit dem 1. Januar 2016 ist Henrik Rödl bereits als hauptamtlicher Trainer beim Deutschen Basketball Bund beschäftigt und war während dieser Zeit für die A2-Nationalmannschaft (Silber bei der Universiade 2015) und die U20-Nationalmannschaft (Vierter EM 2016, Siebter EM 2017) zuständig. Zusätzlich war der ehemalige Nationalspieler (178 Länderspiele) auch Assistenztrainer der A-Nationalmannschaft unter dem jetzt ausgeschiedenen Chris Fleming und damit ein entscheidendes Bindeglied zwischen den Nachwuchsnationalmannschaften und dem Seniorenbereich. Mit dem Europameister von 1993 soll eine einheitliche Basketball-Philosophie im DBB weiter langfristig verankert werden.

DBB-Präsident Ingo Weiss blickt optimistisch voraus: „Henrik kennt den Basketball nicht nur in Deutschland in allen möglichen Facetten. Er war Topspieler, Headcoach in der Bundesliga und im Nachwuchsbereich, sowie Assistant Coach bei den DBB-Herren. Niemand ist besser prädestiniert für den Job des Herren-Bundestrainers als Henrik Rödl. Daher bin ich der Überzeugung, dass wir mit der Herren-Nationalmannschaft unter seiner Ägide an die erfolgreiche Arbeit nicht nur anknüpfen, sondern diese auch ausbauen können. Mit dem World Cup 2019, den Olympischen Spielen 2020 und der EuroBasket 2021, die wir gerne zu großen Teilen in Deutschland ausrichten möchten, gibt es genügend ambitionierte Ziele und Aufgaben.“

“Ich freue mich sehr, dass mir das Vertrauen für diese verantwortungsvolle Aufgabe übertragen worden ist und verspreche, dass ich alles dafür tun werde, dass der deutsche Basketball in eine erfolgreiche Zukunft geht. Wir haben viel Talent und jetzt bei der EuroBasket gesehen, was möglich ist, wenn wir als Team zusammenstehen. Ich bin davon überzeugt, dass sich diese junge Mannschaft noch weiterentwickeln und dass sie noch viel Freude machen wird. Ich blicke positiv auf die anstehenden Aufgaben“, meint der neue Headcoach.

Armin Andres, Vizepräsident Leistungssport, freut sich ebenfalls auf die Zusammenarbeit mit Rödl: „Wer sieht, wie akribisch Henrik arbeitet und welche Begeisterung er verbreitet, der weiß, dass die Position des Herren-Bundestrainer genau richtig für Henrik Rödl ist. Er besticht durch seine Vorbildfunktion als Spieler und Trainer und vor allem durch seine sehr gute Vernetzung und Akzeptanz. Mit Henrik Rödl als Herren-Bundestrainer sorgen wir für die nötige Konstanz in diesem eminent wichtigen Bereich.“ Andres hatte als Assistenztrainer der DBB-Herren zwischen 1998 und 2002 Henrik Rödl als Spieler in der Nationalmannschaft betreut.

Basketball-Vita Henrik Rödl:

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Henrik Rödl links als Co-Trainer bei der EM 2015.

Henrik Rödl war der erste Regionalligaspieler, der in der A-Nationalmannschaft debütierte. Damals war Rödl 18 Jahre alt. Anschließend hat der Small Forward zahlreiche Erfolge mit seinen Vereinsmannschaften, aber auch mit dem Nationalteam, erreicht. 1993 feierte Rödl zwei seiner größten Erfolge: mit der DBB-Nationalmannschaft wurde er bei der EM in Deutschland überraschend Europameister und mit seinem Collegeteam, den Tar Heels (University of North Carolina), gewann er die US-Collegemeisterschaft.

1994 zog es Rödl zurück nach Deutschland, er unterschrieb bei ALBA Berlin. Während seiner Spielerzeit in der Hauptstadt gewannen die Berliner sieben Mal die Deutsche Meisterschaft, vier Mal den Pokal und dazu noch den Korac-Cup (1995).

Höhepunkte in Rödls Nationalmannschaftskarriere waren neben dem EM-Triumph 1993 die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1992 sowie der Gewinn der Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft 2002. Insgesamt erzielte Rödl in 15 Jahren 1.749 Punkte in 178 Länderspielen für Deutschland.

Nach seiner aktiven Karriere als Spieler wurde Rödl 2004 Headcoach der Mannschaft des ALBA-Kooperationspartners TuS Lichterfelde. Zudem arbeitete er als Co-Trainer bei ALBA Berlin. Anfang 2005 übernahm Rödl dort das Amt des Cheftrainers, das er bis Juni 2007 ausübte. In dieser Funktion wurde er 2006 Deutscher Pokalsieger.

Anschließend wurde er sportlicher Leiter des gesamten Nachwuchsprogramms von Alba Berlin sowie Trainer der NBBL-Mannschaft (Deutscher Meister 2009) und des Regionalligateams von Alba Berlin. Im Jahr 2009 war Rödl zudem Trainer der deutschen U20-Nationalmannschaft.

Mit Beginn der Saison 2010/11 übernahm Henrik Rödl den Posten des Cheftrainers beim Bundesligisten TBB Trier. Im Dezember 2012 verlängerte Rödl vorzeitig seinen Vertrag in Trier bis zum Ende der Saison 2015/2016. Seit 2014 war er zudem Bundestrainer der A2-Herren-Nationalmannschaft. 2015 gewann er bei der Universiade im koreanischen Gwangju die Silbermedaille, im Sommer 2016 wurde Rödl als Bundestrainer der U20-Herren eingesetzt. Bei der Europameisterschaft in Finnland schrammte das Team nur knapp an einer Medaille vorbei und belegte einen hervorragenden vierten Platz. Auch 2017 war Henrik Rödl als Bundestrainer für die U20-Herren verantwortlich und kam auf einen guten siebten Platz bei der EM in Griechenland. Der Viertelfinaleinzug der DBB-Herren bei der EuroBasket 2017 (Rödl als Assistenztrainer) rundet seine Basketball-Vita ab.

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