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VorberichteBerliner Schützenfest am Sonntag auch in der Max-Schmeling-Halle?

14. Mai 2022
Der Titelverteidiger und Punktrunden-Erste ALBA BERLIN hat im ersten Playoff-Spiel seinen zum Ende der Punktrunde gestarteten Lauf (elf Siege in Folge) durchgezogen, das Dutzend voll gemacht und den Achten Brose Bamberg daran erinnert, dass er der Außenseiter in dieser Serie ist. Aber trotz der Höhe des 114:89-Siegs führt ALBA in der Serie nur mit 1:0 und der Druck, auch das zweite Spiel gewinnen zu müssen, bleibt groß. Bamberg kann auch im zweiten Spiel – das zudem nicht in der gewohnten Mercedes-Benz Arena, sondern in der Max-Schmeling-Halle über die Bühne geht – noch den Heimvorteil klauen und die Vorzeichen in der Serie dramatisch umdrehen.

Stand: (1) ALBA BERLIN – (8) Brose Bamberg 1:0 (114:89)

Status quo: Der Titelverteidiger und Punktrunden-Erste ALBA BERLIN hat im ersten Playoff-Spiel seinen zum Ende der Punktrunde gestarteten Lauf (elf Siege in Folge) durchgezogen, das Dutzend voll gemacht und den Achten Brose Bamberg daran erinnert, dass er der Außenseiter in dieser Serie ist. Aber trotz der Höhe des 114:89-Siegs führt ALBA in der Serie nur mit 1:0 und der Druck, auch das zweite Spiel gewinnen zu müssen, bleibt groß. Bamberg kann auch im zweiten Spiel – das zudem nicht in der gewohnten Mercedes-Benz Arena, sondern in der Max-Schmeling-Halle über die Bühne geht – noch den Heimvorteil klauen und die Vorzeichen in der Serie dramatisch umdrehen.

Die historische Brisanz: Das Duell zwischen Berlin und Bamberg ist einer der größten Klassiker in der Bundesligageschichte. Die Vorschau auf das erste Spiel dieser Serie widmet sich neben der allgemeinen Ausgangsposition vor dem aktuellen Duell zwischen den beiden Rivalen ausführlich den Zahlen und Geschichten, die Berlin und Bamberg in nun schon 32 gemeinsamen Bundesligajahren geschrieben haben. Hier geht es im Folgenden vor allem um die aktuelle Serie.

Spiel eins: Brose Bamberg fand schnell ins Spiel (14:16), machte es ALBA aber mit schwacher Transition Defense einfach, ebenfalls ins Rollen zu kommen. Eine Zonenverteidigung knackten Oscar da Silva und Tamir Blatt mit zwei Dreiern noch vor der ersten Viertelpause. Als die Bamberger eine kleine Aufstellung (mit Sengfelder auf der Fünf) versuchten, erhöhte Malte Delow mit zwei Dreiern auf 36:22. Als Bamberg auf Groß umstellte (mit Geben und Mitchell als Big Men), lief Johannes Thiemann von außen heiß und der eingewechselte Christ Koumadje dunkte zum 46:26. Nach der Pause (61:45) setzte sich das fort. Zwar kam die von Omar Prewitt (17 Punkte) angeführte Bamberger Offensive mit einer 48-prozentigen Dreierquote am Ende zu immerhin 89 Punkten, aber am anderen Ende war die Berliner Offensive mit sechs zweistelligen Scorern, 28 Assists und 16 Fastbreak-Punkten immer einen Schritt und einen Gedanken schneller als die Bamberger Verteidigung und ALBA gewann 114:89.

Was wir bisher gelernt haben: In den Playoffs weht ein anderer Wind als in der Punktrunde? Berlin und Bamberg ignorierten diese alte Basketball-Weisheit am Freitag einfach. Über weite Phasen wirkte das von beiden Seiten mit hohem Tempo gespielte Playoff-Auftaktmatch – mit vielen Berliner Kabinettstückchen durchaus unterhaltsam – eher wie ein Showspiel der Harlem Globetrotters, in dem Bamberg allzu bereitwillig die Rolle der Washington Generals übernahm. Beide Trainer forderten von ihren Spielern nach den ersten vierzig Minuten mehr Verteidigung. Wir sind gespannt.

Zahlen, bitte: Obwohl Ben Lammers mit muskulären Problemen zuschauen musste, konnte ALBA-Trainer Israel Gonzalez ganz gleichmäßig die Minuten verteilen, ohne dass ein Bruch ins Spiel kam. Am Ende stand Yovel Zoosman mit gut 22 Minuten von allen Berlinern am längsten von auf dem Parkett. Bei den Bambergern musste mit Chris Dowe (24), Tomasz Kyzlink (24), Dominic Lockhart (26), Christian Sengfelder (22) und Akil Mitchell (28) nicht nur die komplette erste Fünf länger arbeiten, sondern auch der sechste Mann Omar Prewitt (26 Minuten).

Duell im Fokus: Christian Sengfelder war in den letzten drei Punktspielen gegen ALBA mit im Schnitt 25,7 Punkten stets Bambergs Topscorer. Am Freitag im ersten Playoff-Spiel wurde er von der Berliner Defense so gut abgeschirmt, dass der beste deutsche Scorer in der easyCredit BBL nur sechs Würfe nahm und diese in lediglich sieben Punkte ummünzte. In der Verteidigung wurde er von Oscar da Silva und vor allem von Johannes Thiemann immer wieder auf dem falschen Fuß erwischt.

Johannes Thiemann führte die Berliner im ersten Spiel mit 19 Zählern an. (Foto: Camera 4)

Alte Bekannte: Von den drei ehemaligen Bambergern im ALBA-Trikot wirkte am Freitag vor allem Johannes Thiemann gegen sein Ex-Team motiviert. Der aus der Bamberger Jugend hervorgegangene Nationalspieler war mit 19 Punkten (3/4 Dreier) ALBAs Topscorer. Auf Seiten der Bamberger war der Ex-Berliner Kenny Ogbe an alter Wirkungsstätte mit zehn Punkten und elf Minuten nicht nur offensiv ein Lichtblick, sondern neben Dominic Lockhart auch der bissigste Verteidiger der Oberfranken.

Weise Worte: „Da war natürlich ein Qualitätsunterschied zu sehen. Ich kann meine Spieler nicht größer machen, ich kann sie auch nicht schneller machen. Aber unsere Einstellung in der Verteidigung müssen wir verbessern. Wir können doch nicht einfach sagen: Okay, die sind eben besser als wir.“ (Bambergs Trainer Oren Amiel)

Die ewige Bilanz: In der seit 1998 geführten digitalen Datenbank führt Berlin mit 44:29 Siegen. Addiert man die früheren Resultate und die in der EuroLeague gegeneinander gespielten Begegnungen hinzu, erhöht sich die Bilanz auf 64:36 Siege für Berlin. In der Max-Schmeling-Halle, die von 1996 bis 2008 zwölf Jahre lang ALBAs reguläre Heimspielstätte war, wurden bisher 19 Begegnungen zwischen den beiden Rivalen ausgetragen, von denen Bamberg nur zwei gewann. Diese beiden Siege hatten es aber in sich: Es waren im Rahmen des Playoff-Halbfinales von 2004 nämlich die beiden Bamberger Auswärtssiege (69:57 in Spiel eins und 93:68 in Spiel fünf), die Bamberg mit 3:2 triumphieren ließen und ALBAs Aus nach sieben Meistertiteln in Folge besiegelten. Vielleicht sollte Oren Amiel seinen Spielern am Samstag zur Einstimmung folgendes Video vorspielen?

Am Rande der Bande: An der Max-Schmeling-Halle, die von 1996 bis 2008 ALBAs regelmäßige Spielstätte war und seitdem – wie am Sonntag für das zweite Playoff-Spiel gegen Bamberg – als Ausweichhalle genutzt wird, scheiden sich unter den Berliner Fans die Geister. Einige trauern der verkehrstechnisch schwerer zu erreichenden, aber mit einem Fassungsvermögen von 8.500 engeren und damit schneller „lauten“ Arena nach. Andere schätzen den größeren Komfort in der modernen und doppelt so großen Mercedes-Benz Arena, die bezüglich der Atmosphäre ihren Reiz aber erst bei größeren Zuschauerzahlen entwickelt.

Sonstiges: Die Serie ist noch nicht entschieden, aber einen Gewinner gibt es schon. Brose Bamberg gab kurz vor dem Auftaktspiel in Berlin bekannt, dass es den Vertrag mit Cheftrainer Oren Amiel vorzeitig bis zum Ende der Saison 2023/2024 verlängert hat. Seinen neuen Kontrakt hatte der 50-jährige Israeli bereits im Februar unterschrieben. „Seine ehrliche Art, seine Emotionen am Spielfeldrand und der Respekt vor der Bamberger Basketballhistorie bieten jedem Fan ein herausragendes Identifikationspotenzial. Daher haben wir uns schon im Februar dazu entschieden, den Vertrag mit ihm vorzeitig zu verlängern, um mit ihm zusammen frühzeitig die neue Saison planen zu können", sagte Geschäftsführer Philipp Galewski. Amiel hatte Anfang Dezember 2021 den Posten von Johan Roijakkers übernommen.

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird ab 18 Uhr live bei SPORT1 übertragen. Bei MAGENTA SPORT kommentiert Alexander Frisch das Spiel bereits ab 17:45. Arne Malsch führt die Field-Interviews. Es gibt alle Partien in HD - live und on demand hier bei MAGENTA SPORT.

Aktuelle Wettquoten: ALBA BERLIN vs. Brose Bamberg hier auf sportwetten.de.