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Home/Newscenter/Die Durchstarter – diese vier Klubs werden im neuen Jahr wesentlich besser spielen!

Kochs NachschlagDie Durchstarter – diese vier Klubs werden im neuen Jahr wesentlich besser spielen!

09. Januar 2026
Welchen Klubs traue ich zu, dass sie im neuen Jahr noch wesentlich besser spielen werden, weil sie ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft haben? Hierbei bin ich in München, Berlin, Chemnitz und Vechta auf vier Teams gestoßen, die in ihrem Entwicklungsprozess gerade unterschiedliche Stadien durchlaufen, aber auch unterschiedliche Ansprüche haben. Ich erwarte von den Münchnern, dass sie von der Spitzenposition in die Postseason starten werden. Berlin sollte direkt in die Playoffs einziehen und den Umweg der vergangenen Saison über die Play-Ins vermeiden. Ich traue den Albatrossen den zweiten Platz nach der Hauptrunde zu. Sie könnten ihre „traditionelle Rolle“ als größter Bayernrivale wieder einnehmen. Chemnitz und Vechta, die am Sonntag im direkten Duell aufeinandertrafen (RASTA gewann mit 96:90 bei den NINERS), sehe ich mindestens in den Play-Ins, aber mit Chancen auf mehr.

Welchen Klubs traue ich zu, dass sie im neuen Jahr noch wesentlich besser spielen werden, weil sie ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft haben? Hierbei bin ich in München, Berlin, Chemnitz und Vechta auf vier Teams gestoßen, die in ihrem Entwicklungsprozess gerade unterschiedliche Stadien durchlaufen, aber auch unterschiedliche Ansprüche haben. Ich erwarte von den Münchnern, dass sie von der Spitzenposition in die Postseason starten werden. Berlin sollte direkt in die Playoffs einziehen und den Umweg der vergangenen Saison über die Play-Ins vermeiden. Ich traue den Albatrossen den zweiten Platz nach der Hauptrunde zu. Sie könnten ihre „traditionelle Rolle“ als größter Bayernrivale wieder einnehmen. Chemnitz und Vechta, die am Sonntag im direkten Duell aufeinandertrafen (RASTA gewann mit 96:90 bei den NINERS), sehe ich mindestens in den Play-Ins, aber mit Chancen auf mehr.

FC Bayern München

Es mag überraschen, dass ich den Tabellenführer, der zehn BBL-Siege in Serie hat, in einem Nachschlag aufführe, bei dem es um die Teams geht, die sich am meisten steigern werden. Aber der Deutsche Meister könnte nach dem Trainerwechsel das Potenzial des Kaders endlich ausschöpfen. Svetislav Pesic hat Strukturen vereinfacht und die Aufgaben und Rollen präzisiert. Davon profitiert Andi Obst, dem am Mittwoch gegen Baskonia in der Euroleague eine Karrierebestleistung mit 37 Punkte gelang. Justinian Jessup erhält mehr Spielzeit und Vertrauen, wodurch er seine besten Leistungen seit seiner Ankunft in München abruft. Der größte Gewinner ist aber David McCormack, der unter Gordon Herbert kaum berücksichtigt wurde und jetzt regelrecht aufblüht. Zudem ist Spencer Dinwiddie nicht mehr Teil der Mannschaft. Es war nie klar, auf welcher Position er am besten aufgehoben wäre. Als Spielmacher dominierte er zu sehr den Ball, während er als Shooting Guard Obst zu viele Minuten genommen hätte. Dazu kam eine fragwürdige Einstellung in der Verteidigung, in der er erst in den Schlussphasen echtes Engagement zeigte. So war der eigentlich als Königstransfer gedachte Ex-NBA-Spieler ein Unsicherheitsfaktor. Der Comeback-Sieg gegen Baskonia, bei dem erstmals sein Nachfolger Nenad Dimitrijevic mitwirkte, unterstrich das zurückerworbene Selbstbewusstsein der Bayern.

ALBA BERLIN

Die Niederlage in Oldenburg war sicherlich ein Rückschlag, aber insgesamt sehe ich die Berliner auf einem guten Weg. Mich beeindrucken vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit und die extrem hohe Intensität in der Verteidigung. Pedro Calles macht aktuell seinen besten Job seit der Cinderella-Story in Vechta. In Martin Hermannsson und Justin Bean verfügen die Albatrosse über zwei erfahrene Führungsspieler, die dem Rest der Mannschaft Halt geben. Die Minutenverteilung ist relativ ausgeglichen und liefert deshalb eine wichtige Grundlage für die kräftezehrende Spielweise. Offensiv teilen die Berliner den Ball. Mit 20,3 Assists führen sie die Liga an, haben aber in Jack Kayil auch einen Spieler, der sich jederzeit einen Wurf im 1-1 kreieren kann. Die Tiefe des Kaders wird sich in der zweiten Saisonhälfte immer mehr bezahlt machen.

NINERS Chemnitz

Vor der Niederlage gegen Vechta konnten die Sachsen drei BBL-Spiele in Folge gewinnen. Das spricht für eine Aufwärtstendenz, die auch deshalb gestoppt wurde, weil man ohne Ty Brewer antreten musste, dessen Wechselwunsch nach Russland die Verantwortlichen kurzfristig entsprachen. Brewer wird fehlen, aber die Hoffnungen ruhen auf einer baldigen Rückkehr von Aher Uguak. Sollte der Kanadier nach seinem Riss der Patellasehne im Februar letzten Jahres seine Form bis zu den Playoffs wiederfinden, muss man mit den NINERS rechnen, die in Kevin Yebo den effektivsten deutschen Spieler und in Corey Davis den besten Vorbereiter in ihren Reihen haben. Dazu kommen Amadou Sow, der wegen einer Grippe gegen Vechta schmerzlich vermisst wurde, und Kostja Mushidi immer besser in Tritt. Im Eurocup gewannen die Chemnitzer zuletzt vier Mal in Serie, was ebenfalls für eine gute Entwicklung spricht. Wenn diese Doppelbelastung irgendwann wegfällt, stehen auch wieder mehr Kräfte für den nationalen Wettbewerb zur Verfügung. Letztendlich glaube ich aber vor allem auch an Chemnitz, weil ich Rodrigo Pastore für einen exzellenten Trainer halte, der sich von Widrigkeiten und Rückschlägen nicht beirren lässt.

RASTA Vechta

Am vergangenen Sonntag bestritt Tommy Kuhse das zweite Spiel nach seiner Verletzungspause und bewies wieder einmal, wie wichtig er in entscheidenden Momenten sein kann. In ihm, Alonzo Verge Jr. und Tevin Brown verfügt Coach Christian Held trotz der hohen Turnover-Rate von Verge Jr. über ein fantastisches Offensivtrio. Dazu kommt der nachverpflichtete Euroleague-Champion Tibor Pleiß, der in Chemnitz seine erstes Double-Double auflegte. Der 36-Jährige sollte die Verteidigung stabilisieren, die in Lloyd Pandi und TJ Bamba auch über zwei Stopper auf den Außenpositionen verfügt. Insgesamt ist diese Mannschaft aus meiner Sicht sehr gut aufgestellt. Die Verletzungsprobleme sind zwar immer noch nicht ausgestanden, weil die beiden Big Men Philipp Herkenhoff (Schulter) und Malcolm Dandridge (Adduktoren) fehlen. Aber eine gesunde Vechtaer Mannschaft wird in der Tabelle klettern.

Kochs Nachschlag

Jetzt könnt ihr natürlich fragen, warum ich Oldenburg in dieser Kolumne nicht explizit behandelt habe. Nun, aus meiner Sicht ist die Trendwende bei den Donnervögeln mit vier Siegen in Serie bereits abgeschlossen. Nach drei Auswärtserfolgen mit einer durchschnittlichen Punktedifferenz von +22,3 bewiesen die Oldenburger zuletzt beim 76:73 gegen Berlin, dass sie auch eine Spitzenmannschaft schlagen können. Der neue Head Coach Lazar Spasic leistet offensichtlich ganze Arbeit und hat das Verbesserungspotenzial bereits voll ausgeschöpft!

Stefan Koch war zwei Jahrzehnte lang Headcoach in der ersten Liga und wurde 2000 und 2005 als Trainer des Jahres ausgezeichnet. Er erreichte mit seinen Teams regelmäßig die Playoffs und trat sieben Mal im Europapokal an. Sechs Mal nahm er am TOP FOUR teil und gewann 2000 mit Frankfurt den Pokal. Zudem war der Hesse drei Mal Headcoach des All-Star-Games.

Koch arbeitet aktuell als Kommentator bei Dyn, war früher auch als Experte und Kommentator für SPORT1, Premiere, Sportdigital, DAZN und MagentaSport tätig, sowie als Scout für die NBA. Im Podcast "Talkin‘ Basketball", der auf allen gängigen Plattformen abrufbar ist, sprechen er und Oliver Dütschke regelmäßig mit Protagonisten aus der deutschen Basketballszene. Seine Kolumne zum BBL-Geschehen findet sich bei uns regelmäßig hier im News-Center rechts unter der Rubrik "Kochs Nachschlag".