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„Vier gewinnt“: Vollenden Donnervögel die Auswärtsserie und holen den dritten Titel der Klubgeschichte? Fotoduda

„Vier gewinnt“: Vollenden Donnervögel die Auswärtsserie und holen den dritten Titel der Klubgeschichte?

— Jörg Bähren

Die EWE Baskets Oldenburg bringen alles mit, um eine Chance auf den Pokalsieg zu haben. Und dass die Donnervögel in Berlin antreten müssen, zieht vor diesem „Do or Die“-Spiel nur bedingt als Gegenargument, denn in den drei Runden vorher gab es Auswärtssiege in Crailsheim, Bonn und Ulm.

Pokalfinale live und free:

Das Finale des MagentaSport BBL Pokals zwischen Berlin und Oldenburg gibt es am Sonntag, den 16. Februar ab 20:15 Uhr live und free bei MagentaSport. Einfach hier klicken – dann geht es ohne weitere Registrierung zum Livestream.

Stärken: Konstanz ist Trumpf. Der Kern des Oldenburger Kaders spielt bereits seit mehreren Jahren zusammen. So herrscht auf dem Feld ein blindes Verständnis miteinander und die Gewissheit, schon viele wichtige Spiele gemeinsam bestritten und gewonnen zu haben. Um Center Rasid Mahalbasic (siehe „Go-to-Guy“) wurde ein Konstrukt geschaffen, welches aus starken Schützen besteht und so das Feld extrem weit machen kann.

Schwächen: Apropos Schützen: Durch die immense Feuerkraft aus der Distanz lassen die Niedersachsen beizeiten den Drive zum Brett als taktische Variante in ihrem Spiel vermissen. Dies führt dazu, dass die Schützlinge von Headcoach Mladen Drijencic lediglich magere 18,2 Freiwürfe pro Partie ziehen, was nach Frankfurt (17,9) den zweitniedrigsten Wert der Beletage bedeutet - Berlin indes erarbeitet sich im Schnitt 21,2 Boni.

Zentralgestirn: Mit Braydon Hobbs lotsten die Verantwortlichen im Sommer einen kreativen Einser vom FC Bayern gen Niedersachsen, im Laufe der Hinrunde kam mit Tyler Larson ein weiterer Point Guard hinzu. Und doch ist Rasid Mahalbasic die beste und wichtigste Verteilerstation im Kader der „Donnervögel“ - als Center, wohlgemerkt. Die durchschnittlich 6,6 direkten Korbvorlagen stellen ligaweit den zweitbesten Wert dar. Mahalbasic hat es zur Kunstform erhoben, sich ihm nähernde Double-Teams mit dem Pass auf den freien Nebenmann zu bestrafen. Bleibt die Hilfe aus, tanzt er seinen Gegenspieler regelmäßig mit flinken Bewegungen über die Grundlinie hin aus (14,2 Punkte im Schnitt).

Aushängeschild: Die Legende besagt, dass sie sich bei den Detroit Pistons immer noch fragen, warum der 54. Pick der Draft 2004 nie in der „Motor City“ auflief? Immerhin sicherte sich der damalige NBA Champion damals die Rechte an dem gebürtigen Detroiter Rickey Paulding. Aber der variable Flügelspieler schaffte es nicht in den Pistons-Kader, tingelte stattdessen in den Folgejahren durch Israel und Frankreich, eher er in Deutschland landete - und dort angeblich noch heute spielt.

Jüngling: Die Legende besagt außerdem, dass am Ende eines Seitenarms der Hunte ein Jungbrunnen steht, aus dem Rickey Paulding nach seiner Ankunft in Oldenburg anno 2007 genippt habe. Anders ist es nicht zu erklären, dass der heute 37-Jährige immer noch in der Lage ist teamintern durchschnittlich am längsten auf dem Feld zu stehen (29:36 MIN) und dabei die meisten Zähler aufzulegen (15,2 PTS).

X-Faktor: An Erfahrung kann Philipp Schwethelm in der easyCredit BBL kaum jemand etwas vormachen. Im zarten Alter von 17 Jahren feierte er mit Köln bereits die Meisterschaft (2006), ehe er das Rheinland verließ, um über Bremerhaven, München und Ulm schließlich in Oldenburg zu landen. Dort läuft der 49-fache Nationalspieler seit 2015 wahlweise als kleiner oder großer Flügel auf und gibt dem Team dadurch an beiden Enden des Feldes wertvolle Variabilität in den Lineups.

Nationalspieler: Bei Oldenburg ruhen die Augen unter anderem auf Robin Amaize (fünf Länderspiele) der sich jüngst als „Adlerträger“ empfohlen hat. Dazu stehen für die Nordlichter mit Karsten Tadda (89) und Philipp Schwethelm (49) zwei DBB-Veteranen im Kader.

Pokal-Historie: Aus der Sieger-Phalanx der „drei großen Bs“ Bamberg, Berlin und Bayern während des vergangenen Jahrzehnts sticht nur das Jahr 2015 als Ausnahme heraus. Seinerzeit war Oldenburg nach dem alten Modus als Ausrichter für das TOP FOUR gesetzt, feierte im Halbfinale ein 77:71-Comebacksieg über Bonn, um sich daraufhin im Endspiel mit 72:70 gegen Bamberg nach der Meisterschaft 2009 den zweiten Titelgewinn der Clubgeschichte zu sichern.

Der Weg ins Finale:

Achtelfinale: 86:75 bei den HAKRO Merlins Crailsheim

Viertelfinale: 88:81 bei den Telekom Baskets Bonn

Halbfinale: 84:76 bei ratiopharm ulm

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