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BIG - Basketball in Deutschland
„Am liebsten würde ich für die Lakers spielen“ - Bambergs Nationalspieler Louis Olinde im BIG-Interview Andreas Bez

„Am liebsten würde ich für die Lakers spielen“ - Bambergs Nationalspieler Louis Olinde im BIG-Interview

— Marcel Friederich

Louis Olinde nennt Kobe Bryant als Vorbild und berichtet von einer „schläfrigen“ Spieltagsroutine. Zudem verrät er im Fragebogen-Format, weshalb er Christian Sengfelder eine Headcoach-Rolle zutraut und welche Basketballregel er gern ändern würde.

1) Louis, wo bist du gewesen, als der Bundestrainer dich angerufen und für das A-Team nominiert hat?

Er hat gar nicht angerufen. In meinem E-Mail-Posteingang habe ich die Einladung gefunden, über die ich mich riesig gefreut habe.

2) Was möchtest du mit der Nationalmannschaft erreichen?

Kurzfristig will ich Erfahrung sammeln, langfristig will ich etwas gewinnen. Wir haben viele junge Spieler, die in Europa oder der NBA eine immer größere Rolle spielen. Daraus kann etwas entstehen.

3) Wie bewertest du die Saison mit Bamberg?

Es ist ein Auf und Ab. Wir haben gut angefangen, dann ein paar Durchhänger gehabt. Wir haben Probleme, uns zu finden, machen im Training aber einen guten Job und werden von Woche zu Woche besser.

4) Was bedeutet Basketball für dich?

Sehr, sehr viel. Ich informiere mich über alle News, schaue auch NBA und EuroLeague.

4) Wo hast du das allererste Mal auf einen Korb geworfen?

Nach meiner Geburt hat meine Mutter noch Basketball gespielt. Als kleiner Junge war ich bei ihren Spielen dabei, saß an der Seite, habe zugeschaut, und habe dann natürlich auch auf die Körbe an der Seite geworfen.

5) Was war dein bisher schönste Basketball-Moment?

Der Pokalsieg 2019 vor heimischer Kulisse. Ein unglaubliches Spiel, ein ständiges Auf und Ab, der entscheidende Wurf von Nikos Zisis – einfach Wahnsinn!

6) Und der schlimmste Moment?

Vergangene Saison, als wir in den Playoffs gegen Vechta rausgeflogen sind. Und das Halbfinal-Aus bei der U20-EM 2018 in Chemnitz gegen Kroatien.

7) Wer ist dein wichtigster Mentor?

Unser Individualtrainer Stefan Weissenböck. Wenn ich Fragen habe, gehe ich immer zu ihm.

8) Dein unangenehmster Gegenspieler?

Rickey Paulding.

9) Mit wem würdest du gern mal zusammenspielen?

Kevin Durant und Giannis Antetokounmpo.

10) Mit welchem Teamkollegen kann man am meisten Spaß haben?

Tre McLean. Wenn im Training etwas Witziges passiert, gucken wir uns an und versuchen extra, ernst zu bleiben. Und dann lachen wir doch zusammen drauflos.

11) Welcher deiner Mitspieler wird später mal Headcoach?

Chris Sengfelder. Er ist sehr basketballinteressiert, schaut auf Busfahrten viele Videos. Auch vom Typ her hätte er das Zeug dazu, weil er einerseits sehr ruhig, andererseits sehr bestimmt ist.

12) Wer ist der beste BBL-Dunker?

Retin Obasohan. Seine Explosivität und wie schnell er hoch zum Korb kommt –einzigartig in der Liga.

13) Was ist deine wichtigste Spieltagsroutine?

Ein Nap (Nickerchen, die Red.). Meistens 30 Minuten lang, kurz bevor ich bei einem Heimspiel losfahre. Auch auswärts ist diese Routine ähnlich.

14) Was nervt dich an der BBL?

Die langen Roadtrips. Vor Kurzem fuhren wir sieben Stunden lang im Bus nach Vechta. Das ist hart, lässt sich aber nicht vermeiden, wenn man so südlich gelegen ist wie Bamberg.

15) In welcher BBL-Arena, abgesehen von eurer eigenen, gibt’s die beste Stimmung?

In Vechta. Dort ist es immer voll, sehr eng, schwer zu spielen für die Gegner.

16) Welche Basketballregel würdest du gern ändern?

Das unsportliche Foul, denn es wird aus meiner Sicht sehr schnell, manchmal zu schnell gepfiffen – zum Beispiel wenn man in der Transition foult.

17) Was hältst du von den BBL-Schiedsrichtern?

Ich finde sie gut, sie machen einen vernünftigen Job. Klar ist man als Spieler auch mal genervt, sieht manche Sachen anders. Aber grundsätzlich können wir froh sein, in Deutschland so gute Schiedsrichter zu haben.

18) Was ist dein größtes Hobby?

Fußball. Ich komme ja aus Hamburg, bin großer HSV-Fan. Wenn es sich anbietet, gehe ich ins Stadion. Zum HSV-Spiel in Nürnberg bin ich von Bamberg aus gefahren.

19) Was ist dein Lieblingsfilm?

„Bad Boys 2“ und „Django Unchained“.

20) In welchem Sport könntest du noch Profi sein?

Ich wäre gern Fußballprofi. Aber mein Talent würde wohl nicht ausreichen. (lacht)

 21) Hast du Vorbilder?

Mein Vater Wilbert, weil er den Schritt von den USA nach Deutschland gewagt hat, um etwas Neues zu versuchen. Und meine Mutter Ursula, wie sie meinen Bruder und mich erzogen hat.
Mein Basketballvorbild war schon immer Kobe Bryant, mit ihm bin ich aufgewachsen.

22) Welche Chancen rechnest du dir für den NBA-Draft 2020 aus?

Das hängt davon ab, wie ich in der zweiten Saisonhälfte spiele. Im Vergleich zur vergangenen Saison habe ich einen Schritt nach vorn gemacht. Wenn ich daran anknüpfe, mich auch im Sommer bei den Work-outs gut präsentiere, habe ich eine Chance. In jedem Fall ist und bleibt die NBA mein großes Ziel. Entweder über den Draft oder ein paar Jahre später als Free Agent, wie es Maxi Kleber oder Daniel Theis geschafft haben.

23) Für welches NBA-Team würdest du am liebsten spielen?

Für die Los Angeles Lakers.

24) In welchem Beruf willst du später arbeiten?

Ich hoffe, dem Basketball verbunden zu bleiben. Nicht unbedingt als Trainer im Profibereich, vielleicht aber im Nachwuchs. Zum Beispiel in die Richtung soziale Arbeit mit kleineren Kindern.

Inhalt:

Die neue Ausgabe der BIG ist ab sofort im Handel erhältlich! Abonnenten haben sie bereits eine Woche früher im Briefkasten! Außerdem gibt es im Heft noch folgende Themen:

Der große Schiedsrichter-Gipfel. Thema des Monats: Zwei aktive Unparteiische, der Liga-Beauftragte und eine Fan-Vertreterin diskutieren über fehlenden Austausch, Drohungen und Instant Review

Niels Giffey. ALBAs Nationalspieler erklärt das Phänomen March Madness

Mladen Drijencic. Neue Serie „Von Coach zu Coach“: Jens Leutenecker im Gespräch mit Oldenburgs Trainer

T.J. Bray. Bayern Münchens Schlüsselspieler ist nach langer Verletzungspause endlich wieder fit

Louis Olinde. Neues Fragebogen-Format „24 Sekunden“ mit dem Bamberger Forward

Robin Christen. RASTA Vechta: Vom Shootingstar der Playoffs 2019 zum größten Pechvogel der Liga

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