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Home/Newscenter/Demontage im Spitzenspiel: Bonns Shorts macht kurzen Prozess mit Hamburg

NachberichteDemontage im Spitzenspiel: Bonns Shorts macht kurzen Prozess mit Hamburg

19. November 2022
Die Telekom Baskets Bonn (6:0) bleiben makellos in der easyCredit BBL. Ein Spitzenspiel war das Gastspiel bei den Veolia Towers Hamburg (4:3) allenfalls auf dem Papier. Angeführt, wie sollte es anders sein, von TJ Shorts (24 Punkte) triumphierte der Tabellenführer mit 101:72.

Die Telekom Baskets Bonn (6:0) bleiben makellos in der easyCredit BBL. Ein Spitzenspiel war das Gastspiel bei den Veolia Towers Hamburg (4:3) allenfalls auf dem Papier. Angeführt, wie sollte es anders sein, von TJ Shorts (24 Punkte) triumphierte der Tabellenführer mit 101:72.

Spielverlauf und Wendepunkt: Lediglich in der Anfangsphase durfte der Großteil der 3400 Zuschauer in der ausverkauften Hamburger edel-optics.de Arena auf einen Heimerfolg hoffen. Bis zum 25:27 hielten die Gastgeber mit. Anschließend überrollte sie eine magentafarbene Lawine. Ob von der Dreierlinie, per linkshändigem Fingerroll von Shorts oder Dunking von Leon Kratzer - Bonn bekam, was es wollte und machte aus diesen Möglichkeiten auch, was es wollte. Bereits Mitte des dritten Viertels hatte sich das Team von Cheftrainer Tuomas Iisalo auf 25 Punkte abgesetzt. Die Partie wurde treffend von Ex-Nationalspieler Marc Suhr beschrieben, dem Vater Kratzers, der sagte: "Bonn spielt sehr erwachsen."

Duell im Fokus: Kendale McCullum gegen TJ Shorts wurde im Vorwege zum nominellen Duell hoch stilisiert. Der Bonner MVP-Kandidat rückte die Kräfteverhältnisse aber eindeutig zurecht. Bei allem Respekt, den McCullum für seine Vielseitigkeit in Angriff wie Verteidigung verdient, den Status von Shorts, dessen 24 Punkten und sechs Assists 16 Zähler und fünf Vorlagen seines Rivalen gegenüberstanden, hat er lange noch nicht erreicht.

Zahlen, bitte: Die eigentlich überraschende Zahl lautet sechs. Denn so wenig Offensivrebounds griff sich Bonn nur - als Team, das sich ligaweit die meisten zweiten Chancen erarbeitet. Die Begründung: Wer kaum daneben wirft, kann auch kaum Abpraller einsammeln. Die Telekom Baskets trafen irre 62,1 Prozent aus dem Feld.

Meilensteine: Zumindest einen kleinen Triumph darf McCullum genießen. Der dritte seiner fünf Assists ließ ihn die Marke von 250 Vorlagen in seiner BBL-Karriere knacken. Vermutlich nur ein schwacher Trost.

Rekordverdächtig: Die 23:57 Minuten, die Collin Malcolm auf dem Parkett stand, gewann Bonn mit sage und schreibe 42 Punkten. Der Plus-Minus-Gott (16 Punkte, neun Rebounds) wäre damit eigentlich auch ein Kandidat für die folgende Kategorie...

Spieler der Partie: ... dumm nur, wenn Shorts mit einem in der gleichen Mannschaft spielt. Gegen seinen Ex-Club schien der wohlwollend auf 1,78 Meter bemessene Spielmacher mit US-amerikanischem und neuerdings auch nordmazedonischem Pass besonders motiviert gewesen zu sein.

Len Schoormann (l.) war gegen TJ Shorts genauso chancenlos wie sämtliche Towers-Verteidiger. Foto: Marvin Contessi

Die Deutschen: Drehten auf Gästeseite auf. Kratzer war mit 15 Punkten und sieben Rebounds besonders effektiv. Michael Kessens war mit seinen acht Punkten ebenso nicht zu verachten. Eines der Plays des Abends ging immerhin an einen deutschen Turm. EM-Bronzemedaillengewinner Jonas Wohlfarth-Bottermann gelang an der Mittellinie ein Steal gegen den völlig verdutzten Shorts, der in einem Dunk resultierte.

Am Rande der Bande: Genoss Ex-Towers-Center Justin Raffington ein vorerst letztes Mal das überschaubar freundliche Hamburger Wetter. Ab morgen geht's in die Sonne nach Mallorca, wo Raffington in der dritten spanischen Liga bei Fibwi Palma gerade einen Vertrag unterzeichnet hat.

Sonstiges: Hallensprecher Andreas Lindemeier war zum 100. Mal für die Towers am Mikrofon. Das kommende Heimspiel gegen die NINERS Chemnitz wird sein 444. insgesamt als Hallensprecher - und sein letztes.

Wie geht's weiter: Jeweils mit einem Heimspiel im internationalen Wettbewerb. Die Towers empfangen am Dienstag (19.30 Uhr) im EuroCup die London Lions. Bonn trifft am Mittwoch (20 Uhr) auf AEK Athen.

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es hier oben rechts unter dem Punkt „Video“ oder hier bei MagentaSport.