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Home/Newscenter/67:63-Sieg in Berlin: Bayern holt sich Matchball / Andi Obst mit weltmeisterlicher Antwort

Nachberichte67:63-Sieg in Berlin: Bayern holt sich Matchball / Andi Obst mit weltmeisterlicher Antwort

12. Juni 2024
Der FC Bayern München benötigt nur noch einen Sieg zum Meistertitel. Mit 67:63 entscheidet der Pokalsieger das vierte Final-Spiel bei ALBA BERLIN für sich. Mit 15 Dreiern laufen die Gäste von außen heiß, Carsen Edwards trifft den entscheidenden Crunchtime-Dreier, Weltmeister Andi Obst liefert nach seiner Nullnummer die richtige Antwort. Unter den 11.321 Zuschauern sitzen Franz und Moritz Wagner.

Der FC Bayern München benötigt nur noch einen Sieg zum Meistertitel. Mit 67:63 entscheidet der Pokalsieger das dritte Final-Spiel bei ALBA BERLIN für sich. Mit 15 Dreiern laufen die Gäste von außen heiß, Carsen Edwards trifft den entscheidenden Crunchtime-Dreier, Weltmeister Andi Obst liefert nach seiner Nullnummer die richtige Antwort. Unter den 11.321 Zuschauern sitzen Franz und Moritz Wagner.

Stand: FC Bayern München (1) – ALBA BERLIN (2) 2-1

Spielverlauf und Wendepunkt: Münchens Headcoach Pablo Laso überraschte mit einem taktischen Kniff und ließ zu Beginn ab und an mit einer „Box and One“ verteidigen, bei der sich Carsen Edwards um Edelschütze Matt Thomas kümmerte. Dennoch fanden die Berliner als erstes ihren Rhythmus und führten nach sechs Minuten mit 11:6.

Mit den ersten Wechseln fanden die Gäste besser in die Partie, dank fünf erfolgreicher Dreier innerhalb von vier Minuten drehten die Bayern das Spiel und gingen nach einem 11:0-Lauf Anfang des zweiten Durchgangs mit 23:14 in Führung. Danach verloren die Münchener jedoch ihren Rhythmus, die Berliner holten sich durch einen 9:0-Lauf die Führung zurück, gekrört durch einen Alley-Oop-Dunk vom Tim Schneider. Danach stotterte bei beiden Teams der Offensivmotor, in den letzten vier Minuten vor der Pause fiel nur ein Feldkorb, die Bayern lagen mit 31:28 vorne.

Die Berliner versuchten es nach der Pause mit mehr Tempo, zudem zeigten Sterling Brown und Matt Thomas ihre individuelle Qualität, die Albstrosse holten sich die Führung zurück. Mitte des dritten Durchgangs kam erstmals Sylvain Francisco auf das Parkett, der verletzungsbedingt zuletzt im ersten Viertelfinalspiel gegen Ludwigsburg gespielt hatte. Wie schon Ende des ersten Viertels ließ Laso nun kleiner spielen, mit drei Guards und Isaac Bonga auf der Vier fiel der Dreier wieder, mit 48:45 gingen die Gäste in den Schlussabschnitt …

… und hatten sich Mitte des Durchgangs das Momentum geholt. Dank eines 13:0-Laufs setzten sie sich auf 61:51 ab und holten sich die erste zweistellige Führung der Partie, erneut konnten die Bayern auf ihre gute Quote von Downtown bauen. Doch wie schon im zweiten Durchgang folgte auf eine solche Drang- eine Schwächephase, die Berliner nutzten die Münchener Ballverluste aus und glichen angeführt von Matt Thomas durch einen 10:0-Lauf aus.

98 Sekunden vor Spielende wechselte Laso zum ersten Mal im vierten Viertel Carsen Edwards ein und direkt im ersten Angriff netzte der Guard einen Dreier zum 65:61 ein – letztlich der spielentscheidende Korb, da Berlin in den letzten Angriffen glücklos agierte.

Das Handgelenk mustergültig abgeknickt: Weltmeister Andi Obst fand wieder seinen Rhythmus (Foto: Tilo Wiedensohler).

Duell im Fokus: Mit Berlins Matt Thomas und Münchens Andi Obst duellierten sich zwei Edelschützen auch im direkten Matchup. Thomas wurde zwar von der Münchener „Box and One“-Defense zu Beginn noch aus dem Spiel genommen, war in der entscheidenden Phase aber zur Stelle. Der Guard war beim 10:0-Lauf im vierten Viertel der Antreiber. Mit 17 Punkten (4/8 3P) war er nicht nur Topscorer, sondern legte auch noch drei Assists und vier Steals auf. Auf der Gegenseite lieferte Andi Obst die richtige Antwort auf seine Nullnummer im vorherigen Spiel, traf vier seiner sieben Dreier und avancierte mit 14 Zählern zum Münchener Topscorer. Beide Edelschützen waren so auch die Spieler der Partie.

Zahlen, bitte: Mit 13:8 holten sich die Bayern nicht nur mehr Offensiv-Rebounds, sie ließen keine einzigen Punkte nach zweiten Wurfchancen zu. Ein weiterer Schlüssel war der Dreier, die Gäste versenkten 15 Würfe von Downtown, die Berliner nur zehn.

Meilensteine: Mit seinen vier erfolgreichen Dreiern überholte Andi Obst in der digitalen Bestenliste seit der Saison 1998/99 Per Günther und steht mit 529 Dreiern nun auf dem 14. Platz.

Die Deutschen: Nick Weiler-Babb zeigte als umsichtiger Spielmacher, wie wichtig sein Comeback war, und füllte den Boxscore mit neun Punkten (3/8 3P), vier Rebounds und sechs Assists. Auch Weltmeister Isaac Bonga präsentierte sich mit sechs Zählern, fünf Rebounds, zwei Assists, zwei Steals und zwei Blocks vielseitig. Bei Berlin setzten die drei deutschen Starter Louis Olinde (8 PTS, 3 REB9, Tim Schneider (7 PTS, 3 REB) und Malte Delow (5 PTS, 7 REB) Akzente.

Weise Worte: „Eine ,Box and One' sieht man auf diesem Level nicht sehr häufig, wir mussten in dieser Saison das erste Mal dagegen spielen und haben in der erste Hälfte nicht sehr gut ausgesehen“, sagte Matt Thomas nach dem Spiel bei Dyn zum Münchener Taktikkniff.

Am Rande der Bande: Die Berliner mussten weiterhin auf ihre drei Point Guards Martin Hermannsson, Ziga Samar, Matteo Spagnolo sowie Flügelspieler Gabriele Procida verzichten, die allesamt in den Finals nicht mehr zurückkehren werden.

Sonstiges: Wie schon beim entscheidenden fünften Halbfinalspiel gege Chemnitz verfolgten die gebürtigen Berliner und amtierenden Weltmeister Franz und Moritz Wagner das Geschehen ihres ehemaligen Clubs.

Wie geht’s weiter: Am Freitag steht das vierte Spiel an, Tip-Off ist um 18 Uhr. Mit einem Sieg können die Bayern die Meisterschaft feiern – das taten sie bei ihrem ersten Titel der Neuzeit 2014 ebenfalls in Berlin.

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga. Außerdem: Jetzt hier zu den BBL-Playoffs 48 Stunden lang kostenfrei Dyn testen: klick! Empfohlen von unseren Experten und dem Benzinger: