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NewsBerlin und Chemnitz im Halbfinale / Award-Könige ärgern den Meister / Bayern dominiert mit Größe / Aminu kratzt an Wucherers Rekord

24. Mai 2024
Hier kommen die Fundamentals - in aller Kürze das Wichtigste zu den dritten und vierten Viertelfinalspielen. Mit Vechta und Würzburg konnten zwei ersatzgeschwächte Außenseiter Chemnitz bzw. Ulm ärgern, dennoch hat es RASTA nun erwischt, Joel Aminu kratzt dennoch an Denis Wucherers Rekord. Vor Chemnitz waren auch die Albatrosse – per Sweep über Bonn – ins Halbfinale eingeflogen, mit Berlin und den Bayern spielten zwei große Bs zuletzt stark auf.

Hier kommen die Fundamentals - in aller Kürze das Wichtigste zu den dritten und vierten Viertelfinalspielen. Mit Vechta und Würzburg konnten zwei ersatzgeschwächte Außenseiter Chemnitz bzw. Ulm ärgern, dennoch ist RASTA nun ausgeschieden, wobei Joel Aminu über die Serie an Denis Wucherers Rekord gekratzt hat. Vor Chemnitz waren auch die Albatrosse – per Sweep über Bonn – ins Halbfinale eingeflogen, mit Berlin und den Bayern spielten zwei große Bs zuletzt stark auf.

Albatrosse überflügeln Bonn: Johannes Thiemann und Louis Olinde waren Berlins Topscorer (Foto: Jörn Wolter).

Berlin gegen Bonn: Albatrosse packen den Besen aus

Was wir bisher gelernt haben: Dass sich ALBA BERLIN nach dem Viertelfinal-Aus in der vergangenen Saison eindrucksvoll zurückgemeldet hat. Als einziges Team zogen die Albatrosse per Sweep ins Halbfinale ein, den Besen packte der elfmalige Meister nach einem 93:86-Auswärtserfolg bei den Telekom Baskets Bonn aus. Eindrucksvoll war auch, wie die Berliner – dank ihrer Tiefe – in den Schlussphasen immer wieder davonziehen konnten: Nachdem die Albatrosse den 83:70-Erfolg im zweiten Spiel durch einen 13:0-Lauf perfekt gemacht hatten, entschieden sie die dritte Partie durch einen 9:3-Lauf in der Crunchtime.

Wer fehlt und wer groß aufspielt: Alle Punkte bei diesem Lauf gingen auf das Konto von Louis Olinde, Matt Thomas und Johannes Thiemann. Die Kombination von Thomas als brandgefährlichem Schützen und Thiemann als Weltmeister am Zonenrand war zu viel für die Bonner Verteidigung, zudem feierte Olinde ein gelungenes Comeback und schlüpfte in der dritten Partie selbst in die Rolle des Edelschützen. Da vergisst man schnell, dass mit Gabriele Procida, Ziga Samar und Matteo Spagnolo drei talentierte Spieler fehlen, Martin Hermannsson kompensiert als Veteran den Ausfall der beiden letztgenannten Spielmachertalente.

Chemnitz gegen Vechta: Europapokalsieger bezwingt Aufsteiger

Was wir bisher gelernt haben: Dass die NINERS Chemnitz nicht ohne Grund vor wenigen Wochen Europapokalsieger geworden sind. Große Bühne, große Siege in fremden Hallen? Kennt die Truppe von Rodrigo Pastore bereits. So machten die Chemnitzer den Halbfinaleinzug durch zwei Auswärtssiege perfekt. Auf einen 84:76-Sieg im dritten Spiel folgte ein 84:67-Erfolg in der vierten Partie, bei dem sie nie zurücklagen. Nachdem DeAndre Lansdowne die NINERS in den ersten beiden Partien getragen hatte, zeigten die Chemnitzer vor allem dank Wesley van Beck und Jeff Garrett, wieviele interne MVP-Kandidaten eigentlich im Kader stehen.

Wer fehlt und wer groß aufspielt: Und dennoch konnte Vechta als Aufsteiger und Außenseiter den Favoriten ärgern – durch einen Auswärtssieg. Den hatte RASTA ohne den ehemaligen NBA-Spieler Wes Iwundu gefeiert, in der dritten Partie hielt Vechta ohne Tommy Kuhse, immerhin Zweiter der MVP-Wahl, lange mit. Und das vor allem dank Ryan Schwieger, welcher in der vierten Partie fehlte, ebenso wie Joel Aminu, der in seinen letzten beiden Einsätze zusammen 56 Punkte auflegte. Chapeau für diesen Kampfgeist. Damit kann sich Headcoach Ty Harrelson erhobenen Hauptes Richtung Ulm verabschieden, wenn auch tränenreich. Wobei: „Im Basketball weint man nicht.“ 

Würzburg gegen Ulm: Award-Könige ärgern den Meister

Was wir bisher gelernt haben: Dass die Würzburg Baskets mehr als nur ihr MVP sind. Otis Livingston II wurden vor dem Würzburger Heimspiel gegen ratiopharm ulm die Trophäen zum wertvollsten Akteur und besten Offensivspieler überreicht – das aber nur in zivil. War den Franken das Fehlen ihres Anführers im zweiten Spiel anzumerken, kompensierten sie dies in der dritten Partie im Kollektiv, überraschten den Meister und sind nach einem 82:79-Erfolg nur noch einen Sieg vom Halbfinale entfernt.

Wer fehlt und wer groß aufspielt: Livingston und dessen 20,5 Punkte wurden von mehreren Schultern aufgefangen: Zac Seljaas sprang als Topscorer (17 PTS) ein und war gewohnt emotional, Max Ugrai setzte mit 14 Zählern Impulse von der Bank, Javon Bess legte ein Double Double-Double (13 PTS, 12 REB) und führte eine starke Verteidigung an und Darius Perry spielte die kompletten 40 Minuten durch und füllte den Boxscore mit zwölf Zählern, sieben Assists, vier Steals und drei Rebounds.

München gegen Ludwigsburg: Size matters

Was wir bisher gelernt haben: Dass der FC Bayern München ein Spiel mit seinem Tempo diktieren kann. Das Team von Pablo Laso pflegt den langsamsten Basketball der Liga, doch das Spiel im Halbfeld ist eine Münchener Stärke. Beim 84:73-Auswärtserfolg im dritten Spiel gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg erzielten die Bayern in der Zone mehr als doppelt so viele Punkte als Ludwigsburg (48:22), defensiv überraschten die Gäste zu Beginn mit einer Zonenverteidigung. Wo sich das Spiel zum Smallball entwickelt hat, agiert die Laso-Truppe lieber mit Größe.

Wer fehlt und wer groß aufspielt: Statistisch mag Isaac Bonga mit drei Zählern, fünf Rebounds und zwei Assists in der dritte Partie nicht so auffällig gewesen sein, doch der Weltmeister nimmt eine bedeutende Rolle ein – denn ohne Nick Weiler-Babb und Sylvain Francisco übernimmt Bonga als Backup von Point Guard Leandro Bolmaro auf der Eins – und das mit 2,04 Metern. Groß aufgespielt hat derweil die große Garde: Serge Ibaka führte die Bayern mit 16 Punkten, neun Rebounds und fünf Assists in allen drei Kategorien an, Devin Booker folgte mit 15 Zählern und fünf Rebounds.

Statline des Viertelfinals: 21,3 PPG in einer Serie

Was wäre, wenn Joel Aminu im vierten Spiel gegen Chemnitz nicht erkrankt gefehlt hätte? Ohne Zweifel hätte Vechta gute Chancen gehabt, die Serie zu verlängern. Denn dank seines Karrierebestwerts von 30 Zählern im zweiten Spiel legte der Flügelspieler durchschnittlich 21,3 Zähler in der Serie auf, dabei traf er überragende 57,9 Prozent seiner Dreier. Seit digitaler Datenerfassung hat nur ein deutscher Spieler in einer Viertelfinalserie mehr Punkte erzielt: Denis Wucherer 2002 im Leverkusener Trikot mit 21,6 Zählern.

Joel Aminu gegen Wes van Beck (Foto: Christian Becker)

Unsere Nationalspieler im Fokus

Louis Olinde: 18 PTS, 4/8 3P, 6 REB

Bei Louis Olinde denkt man als erstes wahrscheinlich an Fastbreak-Derwisch und nicht an Edelschütze. Doch genau diese Rolle nahm er beim Berliner Sieg in Bonn ein: Ende des dritten Viertels netzte Olinde innerhalb von zweieinhalb Minuten jeden seiner drei Dreier ein, um die Partie zu drehen - mit insgesamt vier erfolgreichen Distanzwürfen verfehlte er seinen Karrierebestwert nur um einen Dreier. 18 Punkte bedeuten derweil einen Saisonbestwert, für den Olinde nur 18:36 Minuten benötigte.

Johannes Thiemann: 18 PTS, 5/6 FG, 8/8 FT

Damit war Olinde zusammen mit Johannes Thiemann Berliner Topscorer. Der Weltmeister wurde von der Bonner Verteidigung in der Serie häufig am Zonenrand gedoppelt, zu stark ist Thiemann im Low-Post – und kam im dritten Spiel immer wieder an die Linie: Jeden seiner acht Freiwürfe netzte er dabei ein, auch aus dem Feld präsentierte sich der Big Man treffsicher (5/6 FG), in der Crunchtime war Thiemann ein Schlüsselspieler.

Jonas Richter: 12 PTS, 5/7 FG, 6 REB

Kevin Yebo konnte der Serie gegen Vechta nicht den Stempel aufdrücken, wie es der Chemnitzer Big Man in der Hauptrunde als Effektivitätsmonster offensiv so oft getan hatte. So änderte Headcoach Rodrigo Pastore vor den beiden Auswärtsspielen seine Startformation und ließ Jonas Richter von Beginn an ran. Der lieferte im letzten Spiel der Serie, war eine Unruheherd beim Offensiv-Rebound und legte zwölf Zähler, sechs Rebounds und zwei Assists auf.

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